57 Works

Krisenmomente in der ›Guckkastenbühne‹

Hanna Voss
Ein Gespräch mit Benny Claessens zu Hello Useless – For W and Friends

Le rendez-vous de l’amitié? Festivals de théâtre et politique du global

Ulf Otto
What might playgrounds of globality look like? How do performances within these fields avoid parading the ›Other‹ and how do they challenge the exoticising gaze? Is it possible to steer clear of the political and economic pitfalls of global exchange whereby artists, curators and audiences are inevitably transformed into buyers and sellers? Mightn’t the notions of globality, symmetry, and the world-as-playground themselves be considered as helping veil the radical contradictions each form of global interaction...

Kunstrealität im abgesicherten Modus. Das ›feature theatre piece‹ TO BREAK – The Window of Opportunity von Robbert&Frank/Frank&Robbert

Anna Volkland
Die beiden jungen, miteinander seit zehn Jahren befreundeten Belgier Frank Merkx und Robbert Goyvaerts alias Robbert&Frank/Frank&Robbert sind keine Theatermacher, aber sie erforschen am Theater- und Kunsthaus CAMPO in Gent genau das: Theater(machen), anders als gewohnt. Der auf der Homepage des Duos auftauchende Begriff ›feature theatre‹ – in diesem Fall sicher treffend übersetzbar mit dem eher anachronistisch anmutenden ›Zeige- und Schau-Theater‹ – bezeichnet somit für ihre aktuelle Arbeit TO BREAK – The Window of Opportunity (2014)...

Vergessen ›in Szene‹ setzen? Überlegungen zu Tom Struyfs Vergeetstuk

Aline Vennemann
"Was in Erinnerung bleiben soll, bedarf der Konsolidierung durch wiederholtes Durchdenken und Durchfühlen desselben Ereignisses." (Welzer 2011:234) Exakt diese Behauptung wird in Vergeetstuk (2014) exemplifiziert. Dort wird nicht nur über Gedächtnislücken und ihre Konsequenzen verhandelt, sondern gezeigt, wie das Gedächtnis arbeitet und wie Erinnerung entsteht. Paradoxerweise greift der belgische Künstler Tom Struyf für die Inszenierung von solchen Prozessen auf Verdrängungsmechanismen und das Krankheitsbild der Amnesie zurück. »A good memory needs to forget«, belehrt uns zu...

Of Voices and Votes

Beate Hochholdinger-Reiterer & Géraldine Boesch
A Group Discussion with Alexander Devriendt (Ontroerend Goed) on the Performance Fight Night

Over Exposure – Under Observation. A Snapshot of Contemporary Participation in Bern

Annika Wehrle
Go vote, take part, make yourself heard, get involved! Calls for participation are ubiquitous. But do such calls actually open up space for meaningful involvement and decision-making, or do they merely give the appearance of being democratic? Who is granted access to the (political) stages of today, and according to which rules? The Performing Arts landscape of today has developed into a playground of diverse forms of participation. Though theatre has always been a space...

Playgrounds with a History. Concepts and Critiques of Global Performance

Barbara Gronau
La contribution questionne l’interrelation entre les concepts de globalité et les formes de performance qui en résultent. Pour débuter, deux formes de performances culturelles des années 1900 seront au centre du questionnement: la réintroduction des jeux olympiques en 1896 par Pierre de Coubertin – comme symbole de l’inter/nationalisme moderne – et les représentations des hégémonies coloniales connues en tant que Berliner Gewerbeschau. Il sera montré comment les relations modernes économiques, sociales et culturelles s’inscrivent dans...

Writing as Event

Karin Nissen-Rizvani
Contemporary theatre increasingly transgresses the framework of institutionalized theatre and simultaneously inverts the conventional relations between dramatic text and staging, production and process, and interpretation and reading. The author-directors René Pollesch, Christoph Schlingensief, Sabine Harbeke and SIGNA have each developed their own models of inversion: Either the dramatic text is finished shortly before, during or even after a performance; or the process of production makes it impossible to reproduce the theatrical text; or the mode...

Memory Construction

Serge Honegger
A Group Discussion with Tom Struyf and Geert De Vleesschauwer on Vergeetstuk

Einladung zum Widerspruch. Publikumspartizipation in Some use for your broken clay pots von Christophe Meierhans

Simone Niehoff
In der Lecture Performance Some use for your broken clay pots stellt der Schweizer Künstler Christophe Meierhans ein alternatives demokratisches System vor. Seiner Präsentation liegt eine ausgearbeitete Verfassung mit 350 Artikeln zugrunde. Meierhans fordert zur Diskussion seines politischen Entwurfs auf und das Publikum folgt seiner Einladung mit großer Dialogbereitschaft. Die schiere Anzahl der Wortmeldungen wie auch die detaillierte inhaltliche Auseinandersetzung der Zuschauer_innen mit Meierhans' Verfassung überrascht. Wie gelingt es der Performance, eine solch intensive und...

Einspruch oder Worin besteht die Möglichkeit des Politischen auf dem Theater? Zum Verhältnis von Politik und Theater in der Performance Fight Night von Ontroerend Goed und The Border Project

Frank Max Müller
Die Performance Fight Night, eine Kooperation zwischen der belgischen Gruppe Ontroerend Goed und dem australischen Ensemble The Border Project, versteht sich laut Ankündigungstext als "playful and immersive political exploration [...] thoroughly political, but never explicitly so. [...] By stripping their discourse of identifiable political messages, the show draws attention to the very reasons and motivations that compel voters to vote." (AUAWIRLEBEN 2015) Eine fingierte Spielshow, gegeneinander wetteifernde Kandidat_innen und ein per Knopfdruck abstimmendes Publikum geben...

Ökonomien im Zirkulationsfeld Theaterfestival

Anne Bonfert
Die Theaterwissenschaftlerin Barbara Gronau diagnostiziert im Abgleich mit den Kolonialausstellungen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die vor allem auf eine Vorführung von Differenz zielten, für die Jetztzeit einen »globalisierte[n] Diskurs des Kuratierens« (Gronau 2015:54). Dieser sorge dafür, »dass auf Tagungen dieselben Aufführungsbeispiele gezeigt« (ebd.) würden, aus denen sich zunehmend ein gemeinsamer ästhetischer Kanon bilde. Gronau konstatiert, das Fachpublikum, bestehend aus Forscher_innen, Kurator_innen und Theatermacher_innen, trage zu dieser Entwicklung bei, indem es sich vor...

Putting Theatre to the Test. Collectivism and Self-Reflection in Contemporary Theatrical Practice

Annemarie Matzke
De nombreuses méthodes de travail du théâtre contemporain se caractérisent par des processus de création collectifs qui reconfigurent la distinction traditionnelle entre dramaturge, metteuse en scène et comédien. Dans les créations de directions collectives comme Rimini Protokoll ou des groupes performatifs comme Gob Squad, le point de départ n’est plus un texte dramatique, mais un concept. D’autres formes de genèse du texte et de conception de l’espace sont mises à l’œuvre. Sur la base de...

Publikum im Gegenwartstheater

Géraldine Boesch & Beate Hochholdinger-Reiterer
Podiumsdiskussion mit Doris Kolesch (Freie Universität Berlin), Nicolette Kretz (AUAWIRLEBEN Theaterfestival Bern und Internationales Theaterfestival Bümpliz-Bethlehem out+about), Mathias Prinz (machina eX) und Dagmar Walser (Moderation)

The Art of Being Moved. Comment le théâtre contemporain nous remue

Sandra Umathum
Contemporary theatre often no longer restricts itself to presenting its stories, themes or material on stage. Instead, it allows the audience to immerse themselves in the theatrical experience – for instance by in- viting them to participate in Audio-Walks or to spend time in installa- tions where even interactions with the performers may occur. On the basis of a historical retrospective, this article will explore the changes which contemporary theatre has implemented as regards both...

Preface to Volume 2

Géraldine Boesch & Beate Hochholdinger-Reiterer
Mit »Spielwiesen des Globalen« liegt der zweite Band der Reihe itw : im dialog – Forschungen zum Gegenwartstheater vor. Das vom Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern (ITW) initiierte Format »itw : im dialog« will die bislang punktuell betriebene nationale und internationale Forschung zum Gegenwartstheater bündeln und neue Forschungsperspektiven eröffnen. Mit wissenschaftlichen Symposien und praxisorientierten Workshops, welche seit 2014 am ITW stattfinden, wird der Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und interessierter Öffentlichkeit gefördert. Die Bände der...

»Outside of Your Day-to-Day Comfort Zone«

Anne Bonfert & Hanna Voss
An Interview with Ant Hampton on The Thing – An Automatic Workshop in Everyday Disruption

Ein Ding unter vielen. Robbert&Frank/Frank&Robberts Theaterinstallation TO BREAK – The Window of Opportunity

Franziska Burger
Eine Bühne, so karg wie die Prärie im Mittleren Westen der USA. Lediglich ein Hintergrundprospekt ist zu sehen, auf dem ebendiese Landschaft aufgemalt ist. Doch diese suggerierte Einöde trügt, denn auf den zweiten Blick sind neben Cowboys und Indianern auch eine Sphinx, Skulpturen von der Osterinsel und gar fliegende Wale zu entdecken. Das Bühnenbild von TO BREAK – The Window of Opportunity (2014) deutet es bereits an: In dieser Performance ist nichts so, wie es...

Lust auf Nachhaltigkeit

Beate Hochholdinger-Reiterer
Ein Gespräch mit Nicolette Kretz, Leiterin des AUAWIRLEBEN Theaterfestival Bern und des Internationalen Theaterfestivals Bümpliz-Bethlehem out+about

Preface to Volume 1

Géraldine Boesch, Beate Hochholdinger-Reiterer, Mathias Bremgartner & Christina Kleiser

AUAWIRLEBEN 1983–2015. Von der Gastspielreihe zum Theaterfestival Bern

Michael Graber
Das ›AUA‹ wirkt und lebt als fester Begriff in der Freien Szene der Bundesstadt Bern. Denn ›AUA‹ ist eben nicht bloß ein Ausdruck für ein im Bereich des Erträglichen liegendes Schmerzempfinden. Für einen Kreis von Interessierten ist ›AUA‹ das gängige Kürzel für eine Veranstaltungsreihe, die seit mehr als 30 Jahren eng mit der Lebensader des Berner Theaterschaffens verbunden ist und jedes Jahr einen bunten Strauß aus dem großen, internationalen Feld des freien Gegenwartstheaters in die...

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