112 Works

Der Weg ist das Ziel. Zur Theorie und Metatheorie der psychoanalytischen Technik

Arno Von Blarer & Irene Brogle
Ausgangspunkt ist die in den psychoanalytischen Veröffentlichungen immer breiter vertretene »basic model technique«; diese entspricht einer normativen Kodifizierung des Verhaltens des Psychoanalytikers sowie der gesamten »psychoanalytischen Situation«.Diesem Modell der normativen Kodifizierung und der von ihr abweichenden »Parameter« wird ein psychodynamisches Konzept gegenübergestellt, welches der tatsächlichen Praxis besser gerecht zu werden verspricht. Es orientiert sich am psychoanalytischen Prozess und soll nicht normativ, sondern psychodynamisch aufgeschlüsselt werden.In einem weiteren Denkschritt, zu welchem wir uns auf das Gebiet...

Egon Garstick – Junge Väter in seelischen Krisen. Wege zur Stärkung der männlichen Identität

Gabriele Stoll
BuchbesprechungErschienen im Verlag Klett-Cotta, Stuttgart, 2013.

Ablehnung oder Zuwendung? – Zum Umgang der Psychoanalyse mit Homosexualität

Victoria Preis
Der Umgang der Psychoanalyse mit Homosexualität ist von Ablehnung und Pathologisierung geprägt. Obwohl aktuell vermehrt Auseinandersetzungen auf Tagungen und Veranstaltungen sowie in Zeitschriften stattfinden, in denen die lang anhaltende Homophobie seitens der Psychoanalyse kritisiert sowie eine Beschäftigung mit dem «homophoben Erbe» gefordert wird und sich damit eine mögliche Offenheit abzeichnet, sind eine skeptische bis ablehnende Haltung seitens vieler Psychoanalytiker_innen anhaltend an der Tagesordnung. Im Artikel werden sowohl diese ablehnende wie auch eine offene Haltung gegenüber...

Aufbruch, Brüche und Entfaltung im Auseinanderbrechen: Historischer Abriss der brasilianischen Psychoanalyse

Gregor Busslinger
Der Ausgangspunkt ist eine aktuelle Erfahrung mit einem psychoanalytischen Institut in Rio de Janeiro, das mich mit einem schwierigen Kapitel europäischer Geschichte konfrontierte. Danach gehe ich den Entstehungsbedingungen der Psychoanalyse in Brasilien nach und zeige auf, wie die heutige Praxis dadurch beeinflusst ist. So war der Motor für die Entwicklung der Psychoanalyse in den zwei Zentren São Paulo und Rio de Janeiro recht unterschiedlich, was spannende Fragen aufwirft. In der weiteren Entwicklung der psychoanalytischen Bewegung...

Projektionen

François Chalet, Renée Ener & Matthias Vetter
Die beiden Künstler Matthias Vetter und François Chalet haben für die Veranstaltung Passagen Übertragungen Medialitäten eine Installation mit dem Titel Projektionen realisiert.Das Essay von Renée Ener lässt ahnen, dass es sich bei Projektionen nicht nur um ein pathologisches Symptom handelt, sondern um einen immer auch medialen und sich neu medialisierenden Weltentwurf.

Psicoterapia e Scienze Umane, Cinquantesimo anno, Vol. 50/No. 3

Berthold Rothschild
BuchbesprechungHrsg.: Centro Studi Psicologia Clinica di Milano, Mailand 2016.

Im Möbelwagen auf dem Königsweg zum Unbewussten

Hanspeter Mathys
Die Deutung der Träume gilt seit Freud als Königsweg zur Kenntnis des Unbewussten. Erstaunlich klar beschreibt er in seinen Texten, wie die Analytiker über das sorgfältige Hören auf die Assoziationen ihrer Analysanden den latenten Bedeutungsgehalt der mitgeteilten Träume deuten können. Für Fritz Morgenthaler war dieser Zugang über die Assoziationen zu bewusstseinsnah. Er postulierte eine Traumdiagnostik, bei der es darum geht, die Traumtendenz anhand dessen, wie die Analysandin mit ihrem Traum umgeht, zu ermitteln. Erst dann...

Editorial

Thomas Merki
Schnittstellen sind Daten- und Zugriffsstrukturen, die den Zugriff und die Steuerung auf bestimmte Objekte vereinheitlichen sollen. Ein Beispiel aus dem realen Leben ist ein Schloss. Es gibt zig verschiedene Modelle, aber allen gemeinsam ist, dass man den Schließmechanismus bedienen und prüfen kann, ob das Schloss gerade ver- oder entriegelt ist.In der elektronischen Datenverarbeitung werden Schnittstellen immer dann benutzt, wenn mit verschiedenen Objekten die gleichen Aktionen unabhängig von ihren Daten durchgeführt werden sollen. Eine Collection kann...

Psychoanalyse auf Arabisch

Katrin Hartmann
Der vorliegende soziologische Artikel thematisiert, wie in den letzten Jahrzehnten arabische PsychoanalytikerInnen und Gruppierungen die Etablierung und Professionalisierung der Psychoanalyse in einzelnen Ländern der arabischen Welt vorantreiben. Er gibt Einblicke in die sich dabei abspielenden heterogenen Geschichten der arabischen psychoanalytischen Bewegungen. Im Zentrum stehen die psychoanalytischen Communities Syriens, Ägyptens und des Libanon. Die Autorin streift ausserdem Fragen der Arabisierung der Psychoanalyse am Beispiel der Übersetzbarkeit der psychoanalytischen Literatur in die arabische Sprache. Ebenso umreisst sie...

Let’s map the gap viz.psz-jubilaeum.ch

Tamara Lewin, Helena Hermann & Fidel Thomet
Für die Jubiläumsveranstaltung des PSZ am 23. September 2017 wurde die App “Let’s map the gap” entwickelt, vor Ort benutzt und als interaktive Datenvisualisierung präsentiert. Alle Interessierten waren eingeladen unter einem Pseudonym Kurzstatements zur Psychoanalyse oder zum PSZ online zu veröffentlichen, in Form einer prägnanten persönlichen Meinung, Vorstellung oder Erfahrung, sowie die Posts anderer Benutzer*innen zu bewerten. Anhand eines Algorithmus wurden die Posts kontinuierlich verlinkt, geclustered und in einer dynamisch wachsenden Visualisierung abgebildet, in der...

Christian Jordi, 1955–2015

Gianni Zarotti
Nachruf

Psychoanalysis in Israel: New Beginnings, Old Trajectories

Eran J Rolnik
The arrival of psychoanalysis in pre-state Israel in the early 20th century presents a unique chapter in the history of psychoanalysis. The paper explores the encounter between psychoanalytic expertise, Judaism, Modern Hebrew culture and the Zionist revolution. It offers a look at the relationship between psychoanalysis and a wider community, and follows the life and work of Jewish psychoanalysts during World War II. The coming of psychoanalysis to pre-state Israel, where it rapidly penetrated the...

Beziehungsanalytische Traumdeutung

Andreas Hamburger
Die Technik der psychoanalytischen Traumdeutung galt lange als eines der Urgesteine der Disziplin; sie schien die Paradigmenwechsel sowohl in Freuds OEuvre wie in der späteren Psychoanalyse zu überdauern. Radikale Neuformulierungen wie die von Erikson, Morgenthaler und Meltzer wurden oft nicht oder nur oberflächlich angenommen. Obwohl sich die psychoanalytische Behandlungstechnik derzeit in Richtung eines beziehungsorientierten Ansatzes bewegt, scheint der Gestus des Deutens sich gerade im Bereich des Traums zu erhalten. Ausgehend von einer interpersonalen Entwicklungspsychologie des...

Nachruf auf Dr. med. Margret Tönnesmann

Silvia Von Arx, Susanne Staub & Ita Grosz-Ganzoni
Nachruf auf Dr. med. Margret Tönnesmann

Das chinesische Selbst. Die psychoanalytisch orientierte Psychotherapie in der Volksrepublik China

Antje Haag
Vor dem Hintergrund ihrer 20-jährigen Erfahrung als Dozentin für psychoanalytisch orientierte Psychotherapie in der Volksrepublik China diskutiert die Autorin Fragen, die im Zusammenhang mit dem Transfer einer am Individuum orientierten Therapiemethode in ein Land mit einer kollektivistisch-konfuzianischen Tradition gestellt werden können. Zunächst werden die kulturbedingt unterschiedlichen Konstruktionen des Selbst beschrieben, die einen besonderen Kommunikationsstil und – im Fall Chinas – eine ausgeprägtere Schamanfälligkeit implizieren. Psychoanalytische Grundannahmen wie Abstinenz, therapeutische Ich-Spaltung, Introspektionsfähigkeit und Übertragung können, ebenso...

Wider die Binarität – Psychoanalyse und Queer Theory

Esther Hutfless
Wie Michel Foucault in seiner Analyse Sexualität und Wahrheit I gezeigt hat, ist die Kategorie «Homosexualität» Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts als diskursive Konstruktion entstanden. «Homosexualität» als Kategorie entwickelte sich also nicht als gelebte Identität, sondern zunächst als Markierungskategorie für deviante Subjekte. Die Psychoanalyse hat von Beginn an versucht, die Entgegensetzung von Abweichung und Norm aufzulösen, indem sie Homosexuelles im Heterosexuellen und die Perversion in jeder Sexualität verortet hat. Zugleich jedoch hat die Psychoanalyse...

Editorial

Gabrielle Stoll & Claudio Raveane
Liebe Leserin, lieber Leser,Das PSZ kann auf eine beständige Lehrtradition zur psychoanalytischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zurückblicken, die bis in die Siebzigerjahre zurückreicht. Zwar führte die Kinderanlayse zur Gründungszeit des Seminars noch eine eher randständige Existenz und wurde lediglich von einigen wenigen, wie Jacques Berna oder Pedro Grosz, vertreten. Berna sollte später nach Hamburg auswandern und dort den holländischen Kinder- und Jugendpsychiater Sjef Teuns kennenlernen. Um diesen und Bianca Gordon, einer Londoner Kinderanalytikerin, die...

Judith Le Soldat: Werkausgabe Band 1: Grund zur Homosexualität. Vorlesungen zu einer neuen psychoanalytischen Theorie der Homosexualität

Falk Stakelbeck & Lothar Schon
Buchbesprechung.Erschienen im Verlag fromman-holzboog, Stuttgart, 2015.

«Wenn ich gross bin, will ich Lacan verstehen» Ein kleiner Erfahrungsbericht zum Projekt «Klinisches Arbeiten mit Lacan in und zwischen zwei Sprachen»

Tamara Lewin
Ein kleiner Erfahrungsbericht zum Projekt «Klinisches Arbeiten mit Lacan in und zwischen zwei Sprachen».

Psychoanalysis in Sweden

Per Magnus Johansson
Some of the ideas of Sigmund Freud were preceded in a literary form by the Swedish writer August Strindberg in the late 19th century. Psychoanalysis itself was introduced to Sweden about a decade into the 20th century by two rivalling pioneers, the doctors Emanuel af Geijerstam and Poul Bjerre. After a slow start, the Danish-Norwegian Psychoanalytical Society and the Finnish-Swedish Psychoanalytical Society were formed in 1934 in Stockholm. The same year, Ericastiftelsen [The Erica Foundation],...

Eran Rolnik: Freud auf Hebräisch. Geschichte der Psychoanalyse im jüdischen Palästina

Eric Winkler
Buchbesprechung.Erschienen im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2013

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