53 Works

Editorial: Computerlinguistik und Bibliotheken

Andreas Ledl & Michael Franke-Maier

Automatische Indexierung auf Basis von Titeln und Autoren-Keywords – ein Werkstattbericht

Martin Toepfer & Andreas Oskar Kempf
Automatische Verfahren sind für Bibliotheken essentiell, um die Erschliessung stetig wachsender Datenmengen zu stemmen. Die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft sammelt seit Längerem Erfahrungen im Bereich automatischer Indexierung und baut hier eigene Kompetenzen auf. Aufgrund rechtlicher Restriktionen werden unter anderem Ansätze untersucht, die ohne Volltextnutzung arbeiten. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in ein laufendes Teilprojekt, das unter Verwendung von Titeln und Autoren-Keywords auf eine Nachnormierung der inhaltsbeschreibenden Metadaten auf den Standard-Thesaurus Wirtschaft (STW)...

Licence to Mine? Ein Überblick über Rahmenbedingungen von Text and Data Mining und den aktuellen Stand der Diskussion

Christian Winterhalter
Der Artikel gibt einen Überblick über die Möglichkeiten der Anwendung von Text and Data Mining (TDM) und ähnlichen Verfahren auf der Grundlage bestehender Regelungen in Lizenzverträgen zu kostenpflichtigen elektronischen Ressourcen, die Debatte über zusätzliche Lizenzen für TDM am Beispiel von Elseviers TDM Policy und den Stand der Diskussion über die Einführung von Schrankenregelungen im Urheberrecht für TDM zu nichtkommerziellen wissenschaftlichen Zwecken.The article gives a survey about the potential application of text and data mining (TDM)...

Open Knowledge Maps: Creating a Visual Interface to the World’s Scientific Knowledge Based on Natural Language Processing

Peter Kraker, Asura Enkhbayar & Christopher Kittel
The goal of Open Knowledge Maps is to create a visual interface to the world’s scientific knowledge. The base for this visual interface consists of so-called knowledge maps, which enable the exploration of existing knowledge and the discovery of new knowledge. Our open source knowledge mapping software applies a mixture of summarization techniques and similarity measures on article metadata, which are iteratively chained together. After processing, the representation is saved in a database for use...

Digitale Kuratierungstechnologien für Bibliotheken

Georg Rehm & Clemens Neudecker
In diesem Artikel werden digitale Kuratierungstechnologien vorgestellt, wie sie aktuell im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts unter der Leitung des DFKI für die Anwendung in verschiedenen Branchen und Domänen entwickelt werden. Der besondere Augenmerk liegt dabei auf deren Anwendungsszenarien in Bibliotheken – nach einer Einführung in die Herausforderungen, die sich durch die Massendigitalisierung in Bibliotheken stellen, werden exemplarisch Einsatzmöglichkeiten von Kuratierungstechnologien im Kontext von Bibliotheken vorgestellt. Anhand von Beispielen...

Verbesserung der OCR in digitalen Sammlungen von Bibliotheken

Philipp Zumstein & Konstantin Baierer
Möglichkeiten zur Verbesserung der automatischen Texterkennung (OCR) in digitalen Sammlungen insbesondere durch computerlinguistische Methoden werden beschrieben und bisherige PostOCR-Verfahren analysiert. Im Gegensatz zu diesen Möglichkeiten aus der Forschung oder aus einzelnen Projekten unterscheidet sich die momentane Anwendung von OCR in der Bibliothekspraxis wesentlich und nutzt das Potential nur teilweise aus.Possibilities for improving the optical character recognition (OCR) in digital collections in particular by using computationally linguistical methods are described and previous PostOCR-techniques are analyzed. On...

„Korporatheken“: Die digitale und verdatete Bibliothek

Klaus Rothenhäusler & Noah Bubenhofer
Mit dem digitalen Zeitalter ergeben sich für die Geisteswissenschaften neue methodologische Möglichkeiten, deren Wurzeln jedoch weit zurück reichen. Am Anfang steht der Index, der inzwischen mit viel weniger Aufwand als früher zum Volltextindex wird. Mit der anschliessenden „Verdatung“ werden Sprachdaten verrechenbar und damit anders nutzbar. Welche Rolle können Bibliotheken in einer verdateten Welt spielen? Der folgende Beitrag betont nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch die Probleme, spezifisch aus geistes- und kulturwissenschaftlicher Sicht.The digital era...

Transparenz von Subskriptionskosten in der Schweiz

Christian Gutknecht
Dieser Beitrag handelt von dem Versuch, die Subskriptionszahlungen aller Schweizer Hochschulbibliotheken an Elsevier, Springer und Wiley in Erfahrung zu bringen. Zeitschriftenlizenzen beanspruchen bei den meisten wissenschaftlichen Bibliotheken den grössten Teil des Erwerbungsbudget. Trotzdem gibt es wenig öffentliche Daten zu den detaillierten Ausgaben. Bibliotheken vereinbaren mit den Verlagen für gewöhnlich Vertraulichkeit über den Preis und die Vertragsbedinungen. Diese Vertraulichkeit ist unnötig und verhindert eine datenbasierte Diskussion über Open Access. Zudem verträgt sie sich nicht mit dem...

Pricing bei wissenschaftlichen Zeitschriften

Raymond Dettwiler
Der Artikel beschreibt die drei Preisverfahren, die im Preismanagement angewendet werden und zeigt, dass trotz neuer Preisverfahren die Preismodelle bei wissenschaftlichen Zeitschriften immer noch kostenorientiert oder wettbewerbsorientiert sind. Das nutzenorientierte Preisverfahren wartet noch auf seine Umsetzung.This article describes the three modes of pricing which have been applied by price management. Although new pricing models are existing pricing models at scientific journals remain cost oriented or competitor oriented. The value oriented pricing is still waiting for...

Die Digitalisierung des Wissens – oder: Haben Bibliotheken und wissenschaftliches Publizieren eine gemeinsame Zukunft?

Volker Oppmann
Bereits heute kontrollieren einige wenige Konzerne weite Teile der öffentlichen Grundversorgung mit digitalen Inhalten. Dies stellt eine Bedrohung für eine demokratischeWissens- und Informationsgesellschaft dar. Wir laufen Gefahr, die Hoheit über unser wichtigstes Kulturgut zu verlieren und von jenen anhängig zu werden, welche die systemrelevanten Infrastrukturen betreiben. Ein Aufruf für eine gemeinsames Gegenmodell.A few corporations are gaining more and more control over large sections of the public supply of digital content, which poses a threat to...

Editorial: Preisdruck

Andreas Ledl, Bernhard Herrlich & David Tréfás

Ungleichheiten. Gedanken zur anhaltenden Kontroverse zwischen Bibliotheken und (Wissenschafts-)Verlagen

Rüdiger Wischenbart
Das öffentlich zugänglich Wissen ist in den vergangenen Jahrzehnten, seit Digitalisierung und Globalisierung eine starke Dynamik der Transformation in Gang gesetzt haben, nicht nur enorm angestiegen, sondern dessen Verteilung, wie auch die Zugänge zu Wissensbeständen, haben neue Ungleichheiten entstehen lassen. Wissenschaftsverlage gehörten, nach einer Phase des Umbaus in ihrem Marktsegment, erst zu den Gewinnern als Organisatoren der neuen Wissensgesellschaften, werden heute aber längst selbst durch neue Akteure aus der Internet-Ökonomie bedrängt. Auf der Basis von...

Preisgestaltung von eBook-Angeboten für Bibliotheken: Die Perspektive eines Publikumsverlags

Jonathan Beck
Am Beispiel des Publikumsverlags C.H.Beck zeigt dieser Beitrag, wie und unter welchen Rahmenbedingungen digitale Bibliotheksangebote entstehen in Verlagen, deren Veröffentlichungen sich nicht primär an akademisch arbeitende Leser richten. Nach einer Vorbemerkung zu den Zielgruppen der verschieden Verlagsbereiche von C.H.Beck und die sich daraus ergebende historische Entwicklung digitaler Angebote legt der Beitrag dar, wie es zur Entwicklung des spezifischen Bibliotheksangebots „C.H.Beck eLibrary“ kam und welche Erwägungen bei der Preisfindung für dieses Angebot eine Rolle gespielt haben....

Ideen-Jäger und -Sammler für Hamburgs Bibliothekssystem

Sina Schröder
DOI: 10.12685/027.7-3-3-73Die Bücherhallen Hamburg betreiben seit 2013 ein systematisches Ideen- und Innovationsmanagement. Zu diesem Zweck wurde ein Innovationszirkel gegründet, der sich aus Mitgliedern unterschiedlicher Unternehmensbereiche zusammensetzt. Das Gremium bewertet in monatlich stattfindenden Sitzungen Ideen und Vorschläge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Arbeitsauftrag lautet, innovative Ideen aus dem gesamten System an einer zentralen Stelle zu sammeln, zu besprechen und zu kanalisieren.Since 2013, a systematic idea and innovation management has been operated at the public library system...

Die Entwicklung des Innovationsmanagements an der Universitätsbibliothek Bern

Petra Redmond
DOI: 10.12685/027.7-3-3-71Das Innovationsmanagement dient der aktiven Gestaltung von Wandlungsprozessen, welche es der Bibliothek ermöglichen, rasch auf das sich schnell verändernde Bibliotheksumfeld zu reagieren. Innovativ sein heisst folglich auch, sich ständig zu verändern. Somit sollen sich auch im Innovationsmanagement Prozesse, Strukturen und Schwerpunkte stetig wandeln können und daher sollten sie laufend evaluiert werden. Aus diesem Grund wurde zu Beginn des Innovationsmanagements an der Universitätsbibliothek Bern beschlossen, nach zwei Jahren eine erste Evaluation durchzuführen, um die Prozesse...

Die Bedeutung der Unternehmenskultur für die innerbetriebliche Innovationsfähigkeit. Ein Kochbuch zur Analyse der eigenen Kultur wie es an der UB Basel angewandt wurde

Kira Von Rickenbach
DOI: 10.12685/027.7-3-3-70Neben betrieblichen Strukturen sind auch weiche Faktoren, die zu einer innovationsfreudigen Atmosphäre führen, ein wichtiger Bestandteil, den es im Innovationsmanagement zu berücksichtigen gilt. Die Schwierigkeit dabei liegt darin, diese weichen Faktoren als Begriff zu fassen und in ein Konzept zu verpacken, sodass sie handlungsbezogen eingesetzt werden können und damit den Innovationsprozess positiv beeinflussen. Der Artikel geht der Frage nach, was eine innerbetriebliche Innovationskultur ausmacht, wie sie erhoben und wie sie weiterentwickelt werden kann.Besides operational...

Open Innovation neu denken und steuern: Ein Beitrag aus der Perspektive des Innovationsmanagements an der ETH-Bibliothek

Franziska Regner
DOI: 10.12685/027.7-3-3-69Der Artikel nennt und erläutert Grundlagen und exemplarische Felder, die sich aus Sicht des Innovationsmanagements an der ETH-Bibliothek anbieten, um Open Innovation zu implementieren und etablierte Methoden des Innovationsmanagements zu erweitern.The article outlines basic principles and exemplary fields concerning the implementation of Open Innovation in order to expand established methods in innovation management. The article is based on the perspective of innovation management at ETH-Bibliothek.Cet article esquisse les principes de base ainsi que des...

Wie das Neue in eine Brandenburgische Hochschulbibliothek kommt und nicht versiegen mag – Ein persönlicher Rückblick

Frank Seeliger
DOI: 10.12685/027.7-3-3-72Das Mantra der Kundenorientierung, Serviceentwicklung und die Verpflichtung zur Effektivität wie Effizienz bei der Bewältigung aller Geschäftsgänge sind mittlerweile Allgemeinplätze. Es verpflichtet Informationseinrichtungen, den aktuellen Entwicklungen und der Zeit auf den Fersen zu bleiben. Was bedeutet dies auf der alltäglich pragmatischen Ebene für eine überschaubare Fachhochschulbibliothek? Eine, die mit wenigen Ressourcen ausgestattet als Showcase, repräsentativer Raum, Boutique sich gut „verkaufen“ muss, um en vogue oder einfach nur relevant und interessant für Stakeholder, Nutzer sowie...

Editorial: Innovation und Innovationsmanagement

David Tréfás, Bernhard Herrlich, Andreas Ledl & Kira Von Rickenbach

RDA – Eine Option für Archivalien?

Beat Mattmann
DOI: 10.12685/027.7-3-2-62Der neue Standard RDA hat sich zum Ziel gesetzt, die Erschliessung in Bibliotheken und anderen Gedächtsinstitutionen in das neue Jahrhundert zu führen. Aus Sicht der nicht-bibliothekarischen Institutionen muss aber zuerst geklärt werden, ob RDA den eigenen Bedürfnissen überhaupt entsprechen kann. Anhand ausgewählter Medientypen wird gezeigt, dass der Standard den Erschliessungsanforderungen aus historischem Blickwinkel durchaus gerecht werden kann. Knackpunkte sind jedoch die Beschreibung von Dossiers und die Abbildung von Bestandsgliederungen. Letztlich dürfte, trotz der vorhandenen...

Die Übersetzung von RDA ins Deutsche

Susanne Oehlschläger
DOI: 10.12685/027.7-3-2-63Deutsch soll weiterhin die Ansetzungs- und Arbeitssprache bei der Erschliessung in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz bleiben. Dieser Beschluss des Standardisierungsausschusses ist eine der Grundlagen für die Übersetzung des Standards Resource Description and Access (RDA) ins Deutsche. Im folgenden Beitrag werden die Hintergründe, die Herangehensweise und verschiedene Aspekte erläutert, die zur Vorbereitung und Umsetzung der Übersetzung notwendig waren. Dabei werden auch Schwierigkeiten benannt, die während dieses Prozesses aufgetreten sind.German shall remain the working...

Sacherschliessung nach RDA

Hans Schürmann
DOI: 10.12685/027.7-3-2-64Die Resource Description and Access (RDA) wird für den deutschsprachigen Raum das neue Regelwerk für die bibliothekarische Erschliessung der Bestände. In diesem Regelwerk wird auch die Sacherschliessung neu geregelt. Zurzeit sind diese Seiten noch leer. Doch wie soll ein Regelwerk für die Sacherschliessung aussehen? Kriterien für eine Regelung fehlen, zu stark hat sich das Umfeld der Inhaltserschliessung in den letzten Jahren geändert. Auch von der Schlagworttheorie her sind noch keine Hinweise in Sicht. Deshalb...

Ein Regelwerk für alle? RDA im Archiv des Deutschen Literaturarchivs Marbach

Silke Becker
DOI: 10.12685/027.7-3-2-61Resource Description and Access (RDA) gilt als Standard nicht nur für Bibliotheken, sondern für alle sammelnden Kultureinrichtungen wie Archive und Museen. Es ist aber fraglich, ob ein einziges Regelwerk die Anforderungen an die Erschliessung einer Materialvielfalt, wie sie drei so verschiedene Institutionstypen mit sich bringt, abdecken kann. Zwar gibt es derzeit keine Planungen, RDA künftig auch für den Bereich unikaler Materialien einzusetzen, dennoch ist es notwendig, eine Anpassung bestehender Regelwerke vorzunehmen, um in Zukunft...

Editorial: RDA?

David Tréfás, Bernhard Herrlich & Andreas Ledl

Ein Speichermagazin für die Staatsbibliothek zu Berlin – Preussischer Kulturbesitz. Eine betriebliche Perspektive

Daniela Lülfing
DOI: 10.12685/027.7-3-1-56Da die Magazinkapazitäten der beiden Häuser der Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden und Potsdamer Strasse erschöpft sind, wurde im Berliner Ortsteil Friedrichshagen ein Speichermagazin nach dem Entwurf des Münchner Architekten Eberhard Wimmer errichtet. In einem ersten Bauabschnitt ist Magazinkapazität für 6 Millionen Bände entstanden, die von der Staatsbibliothek gemeinsam mit dem Ibero-Amerikanischen Institut und der Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte der SPK genutzt wird. Die Bände stehen weiterhin zur Benutzung zur Verfügung....

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