55 Works

Der ganze Krieg als Abenteuer. Der Schriftsteller und „Historiker“ Franz Kurowski

Roman Töppel
Franz Kurowski hat das populäre Bild der Wehrmacht stark geprägt. Im Ausland wird er als vermeintlich glaubwürdiger „deutscher Historiker“ bis heute immer wieder zitiert. Dabei sind seine Arbeiten nicht nur tendenziös, sondern beruhen mitunter auf gefälschten Quellen.

Coming Home: Demobilization, Trauma and Postwar Readjustment in Late Stalinist Leningrad

Robert Dale
In the summer of 1945 millions of demobilized Red Army soldiers began returning home after four long years of industrialized warfare. In the next three years over 300.000 veterans would return to Leningrad, a war-ravaged city with a particularly traumatic wartime experience. This paper explores an extreme case of the difficulties of demobilization, and the challenges of adapting to civilian life experienced by returning veterans. Despite the disorientating and destabilizing process of adjusting to peace,...

Die Mechanismen der Geschichte im Spiel

Christian Götter & Christoph Selge
Computerspiele transportieren Geschichtsbilder und regen zur Diskussion über Geschichte an – allerdings nur dann, wenn Geschichte Teil der Spielmechaniken ist, und nicht allein die Kulisse, vor der die Handlung spielt.

Cold War Games™. Der Kalte-Krieg-Diskurs im digitalen Spiel

Eugen Pfister
Der Kalte Krieg wurde vom allesbestimmenden und allesumgreifenden globalen Konflikt zu einer Marke mit Wiederkennungswert. Sie funktionierte vor allem aufgrund kollektiver Ängste, die auch nach dem Kalten Krieg noch präsent blieben. Computerspiele greifen die Schwarz-Weiß-Unterscheidungen dieses Konflikts auf und schreiben sie fort.

Verdun 1916. Ein neuer Streit um das deutsche Motiv für den Angriff auf Verdun im Februar 1916

Gerd Krumeich, Holger Afflerbach & Christian Stachelbeck
Portal Militärgeschichte

Habent sua fata libelli. Zur Auseinandersetzung um das Buch „German Atrocities 1914“

Markus Pöhlmann
Die Geschichte der im Verlauf des deutschen Einmarsches in Belgien verübten Verletzungen des Kriegsvölkerrechts im Sommer 1914 zählte politisch wie historiografisch zu den scheinbar abgearbeiteten Altlasten des Ersten Weltkrieges. Doch im vierten Jahr des Zentenariums ist das toxische Thema in der Fachwissenschaft plötzlich wieder auf der Tagesordnung.

Interview mit Prof. Sönke Neitzel

Sönke Neitzel
Sönke Neitzel tritt zum Wintersemester 2015/16 die Professur für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam an. Anlässlich seines Wechsels von der Themse an die Havel hat das Portal Militärgeschichte in einem Interview nachgefragt. Was sind die Pläne in Potsdam? Wird die Potsdamer Militärgeschichte jetzt britischer? Lassen sich Militär- und Gewaltgeschichte unter einem Dach vereinigen?

Krank durch den Krieg? Der Umgang mit psychisch kranken Veteranen in Deutschland in der Zeit der Weltkriege

Philipp Rauh & Livia Pruell
Die Frage, ob es die brutalen und beängstigenden Erlebnisse während des Kriegsdienstes sind, die für den Ausbruch psychischer Erkrankungen bei Soldaten verantwortlich zeichnen, erscheint auf den ersten Blick leicht zu beantworten. Ein psychiatriehistorischer Blick auf den Umgang mit seelisch kranken Kriegsveteranen seit dem Ersten Weltkrieg zeigt jedoch, dass es um diese Frage stets heftige Diskussionen und Kontroversen gab.

War Crimes in Belgium 1914: An Interview with Gerd Krumeich

Gerd Krumeich
The First World War centenary has offered, with the exception of Christopher Clark’s The Sleepwalkers, few surprises. Pretty much everything has been said and there is clearly agreement on many subjects. Last year, however, the question of German war crimes during the march into Belgium and France in the summer of 1914 re-emerged – albeit well after its hundredth anniversary, although with much greater intensity than many of the other debates.

"For the most pitiable victims of war". Retracing the history of an association dedicated to nervously disabled veterans of the Great War

Marie Derrien
For some years now, research about the psychological effects of the First World War has multiplied. In France, interest in this subject is more recent than in the other countries involved in the war but fresh works have started filling this historiographic void. Nevertheless, we still know very little about what became of mentally ill soldiers once they were discharged or after the armistice was signed. In an attempt to give some answers to this...

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