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Archäologischer Raum ist politischer Raum. Neue Perspektiven auf die Archäologische Kartographie (1. Beitrag)

Susanne Grunwald
Im folgenden Beitrag sollen die Potentiale einer wissenschaftsgeschichtlichen Perspektive auf die deutsche archäologische Kartographie aufgezeigt werden. Dafür wird der Zusammenhang zwischen zeitgenössischen politischen Raumdiskursen und deren kartographischen Repräsentationen einerseits und den von PrähistorikerInnen rekonstruierten und kartierten prähistorischen Raumordnungen andererseits näher untersucht. Nach einem Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zur archäologischen Kartographie bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wird eine kurze Einführung in die Perspektiven der sog. critical cartography folgen. Am Beispiel einer Karte von Robert...

Entangled Discussions: Talking with Ian Hodder About His Book Entangled Berlin, 14. December 2013

Reinhard Bernbeck, Susan Pollock, Carolin Jauß, Constance Von Rüden, Johannes Greger & Stefan Schreiber
Forum Kritische Archäologie

Archäologie, Volkskunde und die Sepulkralkultur der Neuzeit: eine praxissoziologische Perspektive

Juliane Lippok
Eine Möglichkeit, den dynamischen Wandel in der Neuzeit (1500–1800) zu erfassen, ist die Erforschung der Sepulkralkultur. Forschungsgeschichtlich haben sich zuerst die Europäische Ethnologie und später die Neuzeitarchäologie mit der materiellen Kultur der Neuzeit beschäftigt. Dennoch ist die gegenwärtige Situation durch eine mangelnde Zusammenarbeit beider Disziplinen und die Verzerrung des Forschungsfeldes durch veraltete Forschungsprämissen gekennzeichnet. Der Grund dafür ist in der Geschichte der beiden Fächer zu suchen. Die Frage, die sich heute stellt, ist, wie der...

Archäologie als Zeitmaschine: Zur Temporalisierung von Dingen

Undine Stabrey
Wissenschaftlich Neues und gesellschaftlicher Wandel wechselwirken. Die Gegenwart um 1800 verändert Temporalstrukturen ebenso spezifisch wie sie als neue Zeitstruktur selbst die Bildung wissenschaftlicher Erkenntnis erst hervorbringt. Die Zeitgestaltung der sich industrialisierenden Jahrzehnte um 1800 verzeitlicht alle Daseinsbereiche auf neue Weise. Gerade mehr Materialität, die Vervielfältigung und Beschleunigung von Dingen, bringt dabei neue Zeitstrukturen hervor. Das hat auch Auswirkungen auf die archäologische Forschung: Denn in diesen temporalen Konstellationen bildet die Archäologie methodologische Grundmuster, mit denen sie...

Style, Ethnicity and the Archaeology of the Aramaeans: The Problem of Ethnic Markers in the Art of the Syro-Anatolian Region in the Iron Age

Erhan Tamur
Die Geschichte der Archäologie ist auch eine Geschichte zahlreicher Versuche, bestimmte „Stile“ der materiellen Kultur mit bestimmten „Kollektivitäten“ zu korrelieren, seien es „Rassen“, „Kulturen“, Ethnien oder der sog. „Volksgeist“. Diese Versuche sind größtenteils von zwei Prämissen geprägt: a) einem Verständnis von materieller Kultur als reine Reflektion kollektiv-kognitiver Strukturen sowie einheitlicher Denkweisen; b) der Vorannahme, es gäbe eingrenzbare, homogene „Identitäten“, die durch eindeutig bestimmbare Merkmale artikuliert werden. Der Fokus dieses Beitrags liegt auf den Auswirkungen dieser...

Krieg(s)|spiele(n)

Stefanie Samida
Forum Kritische Archäologie

Jenseits des Affirmativismus. Perspektiven für kritische Archäologien

Editorial Collective (Forum Kritische Archäologie) & Herausgeber_Innen-Kollektiv Des Forum Kritische Archäologie
Forum Kritische Archäologie

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