90 Works

Schuld haben die Politik und die Geschichte

Mamoun Fansa
Warum ist die Zusammenarbeit zwischen den Museen in Deutschland und den arabischen Ländern so schwierig? Die Antwort ist vielschichtig und stutzt sich auf viele historische Fakten. Es herrschen zwischen Europa und den Ländern des Vorderen Orients sowohl auf politischer als auch auf menschlicher Ebene Misstrauen und Ängste, die aus historischen Ereignissen resultieren. Man muss leider, um die Ressentiments der Bevölkerung und der Verantwortlichen im Kulturbereich im Nahen Osten zu verstehen, weit in die Geschichte der...

Angst vor der Postfaktizität? Vergangenheiten als Bricolage

Sophie-Marie Rotermund, Geesche Wilts & Stefan Schreiber
Die Angst vor der Postfaktizität macht sich in den Wissenschaften, so auch in der Archäologie bemerkbar und erfordert eine Auseinandersetzung mit dem Status-Quo und zukünftige Strategien, um zum einen mit der Angst und zum anderen mit ‚Postfaktizität‘ umzugehen. Der Rückzug auf vermeintlich sichere, empiristische Positionen, wie sie bisweilen im Glauben an objektive, naturwissenschaftliche Methoden oder die Faktizität archäologischer Materialität praktiziert wird, greift häufig zu kurz. Denn nicht nur naturwissenschaftliche ‚Fakten‘, sondern auch Thesen der Geistes-...

Nach dem Post-

Stefan Burmeister
Forum Kritische Archäologie

Krieg(s)|spiele(n)

Stefanie Samida
Forum Kritische Archäologie

Archäologie als Kulturwissenschaft

Petra Wodtke
Der Begriff der „Kulturwissenschaften“ kursiert seit einigen Jahrzehnten in der deutschsprachigen Hochschullandschaft. Mit ihm werden je nach Fach und Ausrichtung ganz verschiedene Inhalte und Formalia verbunden. Außerdem hat er die geisteswissenschaftlichen Disziplinen in unterschiedlicher Intensität durchdrungen. Der vorliegende Beitrag möchte das Potenzial einer Zuordnung der Archäologien zu den „Kulturwissenschaften“ aufzeigen. Zu diesem Zweck werden fünf Punkte vorgeschlagen. Diese verstehen sich gezielt als ein Angebot an die Archäologien innerhalb des deutschsprachigen Diskurses, ohne jedoch die anglophonen...

In Defense of „the New“: a Response to Dawid Kobiałka

Reinhard Bernbeck
On a first reading of Dawid Kobiałka’s reflections, I found a lot to agree with. A second reading, however, led me to take a rather different perspective on three grounds: (1) his claims to the global reach of theoretical discourse are mistaken; (2) he adroitly but inappropriately mixes different forms of the “new”; and (3) he tends to dismiss the endeavor of critique as wrongheaded.

Kritische Archäologie in der Praxis

Raphael Greenberg
Forum Kritische Archäologie

Ursachen, Formen und Konsequenzen des Erzählens in der Prähistorischen Archäologie: eine Synthese der deutschsprachigen Theoriedebatte

Jan Johannes Miera
Im Fokus des Artikels steht das Erzählen von Vergangenheiten in der deutschsprachigen Prähistorischen Archäologie. Ausgehend von theoretischen Überlegungen über das Aussagepotenzial prähistorischer Quellen werden vier Thesen zu den erkenntnistheoretischen Grundlagen des Faches formuliert: (i) archäologische Quellen sind nicht selbstevident, (ii) archäologische Quellen sind fragmentarisch, (iii) eine Rekonstruktion prähistorischer Lebenswirklichkeiten ist nicht möglich, da prähistorische Gesellschaften nur aus einer etischen Perspektive betrachtet werden können, (iv) Vergangenheit ist ein Teil der Gegenwart und kann nicht losgelöst von...

Niemand hat die Absicht, einen Aufsatz zu zensieren

Stefan Maneval
Am Beispiel der Berliner Ausstellung „Roads of Arabia. Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien“ (Musuem für Islamische Kunst, Frühjahr 2012) diskutiert dieser Essay die Verbindung von archäologischer Wissensvermittlung mit politischen Zielen. Ausgehend von der Zensur eines Aufsatzes für den Ausstellungskatalog durch die saudische Generalbehörde für Tourismus und Altertümer erörtere ich, inwiefern die Ausstellung einen Beitrag zum Machterhalt des saudischen Königshauses lieferte. Der Essay nimmt Bezug auf öffentliche Debatten über die Zusammenarbeit deutscher Kulturinstitutionen mit autoritären Staaten und...

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