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Reverse engineering and the archaeology of the modern world

Gabriel Moshenska
Dieser Beitrag erörtert die praktischen und begrifflichen Zusammenhänge zwischen der Archäologie postindustrieller Gesellschaften und dem Prozess des Reverse Engineering. Das Augenmerk hierbei liegt auf den diesen Feldern gemeinsamen Themen, wie dem Verlust technischer Expertise und dem zunehmenden Problem der Obsoleszenz bei der technologischen Infrastruktur und der Aufbewahrung digitaler Daten. Zur Ausleuchtung der Zusammenhänge werden mehrere Fallbeispiele herangezogen, unter anderem die impliziten Anwendungen von Reverse Engineering in der Archäologie – zum Beispiel die chemische Analyse ägyptischer...

Der „Orient“ als Grenzraum: Die koloniale Dimension wissenschaftlicher Narrative zum Nahen Osten

Maria Theresia Starzmann
In the late nineteenth century, the imaginary of a “German Orient” emerged as part of existing colonial discourses. As scholars popularized an image of the Middle East as original German “homeland,” archaeological and historical narratives converged with contemporary political desires. Despite its impact, however, this image remained fraught with tensions and anxieties, which opened up space for the agency of colonized subjects. In offering a critical analysis of scientific knowledge production about the Middle East,...

Zyklische Abläufe als Hilfsmittel zur Deutung von Zeit in der Archäologie

Eva Rosenstock
Natürliche zyklische Vorgänge, d.h. astronomische Zyklen wie der Sonnentag, der Mondmonat oder das Sonnenjahr oder physiologische Zyklen wie der circadiane Rhythmus oder der Menstruationszyklus, werden oft verwendet, um in archäologischen Funden und Befunden eingebettete Zeitinformation aufzudecken. Die Deutung bestimmter prähistorischer Artefakte als Kalendarien stellt hierfür ein wichtiges Beispiel dar. Neben einer Bevorzugung physiologischer Rhythmen als Analogien für das Paläo- und Neolithikum und astronomischer Rhythmen für die Bronzezeit fällt auf, daß in der Archäologie oft nur...

Das Recht der Tiere, wahrgenommen zu werden. Das Potential der Human-Animal Studies in der Westasiatischen Altertumskunde

Daniel Lau & Andre Gamerschlag
Dieser Artikel ergründet das Potential des jungen Forschungsfeldes der Human-Animal Studies, unter veränderten Blickwinkeln neue Fragen an die Westasiatische Altertumskunde zu stellen. Nach einer kurzen Darstellung zum Selbstverständnis der Human-Animal Studies und ihrer Entwicklung im deutschsprachigen Raum werden die Quellen der Westasiatischen Altertumskunde hinsichtlich einer Verwertbarkeit für die Human-Animal Studies vorgestellt. Die beispielhafte Besprechung einer kritischen Domestikationsforschung schließt den Artikel ab.

Vorwort

Editorial Collective (Forum Kritische Archäologie) & Herausgeber_Innen-Kollektiv Des Forum Kritische Archäologie
Forum Kritische Archäologie

Objects that Made History. A Material Microhistory of the Sant Crist de Lepant (Barcelona, 1571–2017)

Stefan Hanß
Dieser Aufsatz umreißt die möglichen Beiträge der Geschichtswissenschaft zur interdisziplinären Theorie und Praxis der Kritischen Archäologie. Insbesondere wird eine „materielle Mikrogeschichte“ am Beispiel eines mit der Seeschlacht von Lepanto (1571) weithin in Verbindung gebrachten und heute in der Kathedrale von Barcelona aufgestellten Kruzifixes dargelegt. MikrohistorikerInnen zeichnet eine reflektierte Sensibilität für die Komplexität der Vergangenheit(en), die Probleme historischen Wissens, die Implikationen geschichtswissenschaftlicher Praktiken (doing history) sowie ein experimenteller Umgang mit Narrativen aus. Gerade dieses Gespür und...

Archäologie und Citizen Science. Eine Erwiderung auf Matthias Jung, Maria Theresia Starzmann, Cornelius Holtorf und Thomas Kersting

Peter Finke
Einleitung: "Matthias Jung hat sich mit seinem Artikel „Citizen Science – eine Programmatik zur Rehabilitierung des Handelns wissenschaftlicher Laiinnen und Laien und ihre Implikationen für die Archäologie“ in der Zeitschrift „Forum Kritische Archäologie“ mit Aspekten meines Buches „Citizen Science: Das unterschätzte Wissen der Laien“ auseinandergesetzt und damit versucht, das aktuelle Thema Citizen Science oder BürgerInnenwissenschaft1 auch für die Archäologie zu öffnen.2 Hierauf haben Maria Theresia Starzmann, Cornelius Holtorf und Thomas Kersting mit ihren Kommentaren geantwortet;3...

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