30 Works

Rekonstruktive Medienbildungsforschung – Die Analyse von Bildungsprozessen als Habitustransformationen in mediatisierten Lebenswelten

Patrick Bettinger
Der Beitrag widmet sich der Erforschung von Medienbildungsprozessen und diskutiert hierzu ein – im Rahmen einer Dissertation entwickeltes – qualitatives Forschungsdesign. Ausgehend von einem transformatorischen Bildungsverständnis im Anschluss an die Theorien sozialer Praktiken wird gezeigt, wie Medienbildungsprozesse als Habitustransformationen erhoben und mit einer modifizierten Variante der Dokumentarischen Methode rekonstruiert werden können. Neben biografisch-narrativen Interviews werden insbesondere mediale Artefakte als Grundlage der Erschließung von Medienbildungsprozessen herangezogen. Hierbei werden die konkreten methodischen Schritte im Forschungsprozess erläutert und...

Mediale Dispositivanalysen in der erziehungswissenschaftlichen Medienforschung: Von Fallstricken und Auffangnetzen

Valentin Dander
Im Kern der wissenssoziologisch fundierten Dispositivanalyse nach Andrea BÜHRMANN und Werner SCHNEIDER (2008) steht das Ziel, komplexe Anordnungen von Macht und Wissen analytisch zu durchdringen. Sie wird diskurstheoretisch begründet, lässt sich jedoch nicht auf diskursive Elemente oder ein bestimmtes Set von Methoden reduzieren. Herstellungsweisen des Sagbaren und Machbaren sind leitend für die re-konstruktive Methodologie. Die Übertragung dispositivanalytischen Vorgehens auf die erziehungswissenschaftliche Medienforschung wird in diesem Beitrag plausibilisiert und an zwei Medialen Dispositivanalysen illustriert. Gegenstand der...

Visuelle Methoden in der medienpädagogischen Forschung: Ansätze, Potentiale und Herausforderungen

Horst Niesyto
Dieser Grundlagenbeitrag thematisiert Fragen des Einsatzes von Foto und Video in medienpädagogischen Forschungskontexten unter methodischen Aspekten. Nach einem einleitenden Teil zu Forschungsansätzen und Anwendungsbereichen (Kapitel 1) werden zwei Felder genauer betrachtet: aktuelle Innovationen zur visuellen Methodenentwicklung im Zusammenspiel von visuellen und verbalen Formen der Datenerhebung (Kapitel 2) sowie die Analyse und Interpretation medialer Eigenproduktionen von Beforschten und damit verbundene Potentiale und Herausforderungen (Kapitel 3). Bemerkungen zum Selbst-Konzept unter den Bedingungen von Mediatisierung und Digitalisierung, zu...

Praxisforschung – Eine Forschungskonzeption mit Zukunft

Heinz Moser
Erste Formen einer Praxisforschung wurden in den 1970er Jahren des letzten Jahrhunderts unter dem Stichwort der Aktionsforschung diskutiert. Der herrschende sozialwissenschaftliche Diskurs befand solche praxisorientierte Formen der Forschung jedoch rasch als unwissenschaftlich und setzte auf empirisch-analytische Forschung – sowie auf eine stark objektivierende „qualitative“ Forschung. Dennoch sind die Konzepte einer praxisorientierten Forschung nie ganz verschwunden. In diesem Beitrag wird vor allem aufgezeigt, wie in den letzten Jahren das Bedürfnis nach solcher Forschung wieder erwachte und...

Audio-Podcasts zur Untersuchung mathematischer Begriffsbildungsprozesse im bilingualen Kontext

Rebecca Klose
Die Beschreibung mathematischer Phänomene stellt eine besondere sprachliche Anforderung an Grundschulkinder dar. Mit der Erstellung von Audio-Podcasts zu mathematischen Inhalten wird der Fokus auf die Kompetenzen des mündlichen Darstellens und Kommunizierens gerichtet. Da die Verwendung schriftlich-grafischer und deiktischer Mittel bei Audio-Aufnahmen nicht möglich ist, erfordert es neben einer tiefen inhaltlichen Auseinandersetzung eine präzise Sprache und die sachgerechte Verwendung von Fachbegriffen. Die Methode wird im Rahmen eines Dissertationsprojektes für fachdidaktische Forschungszwecke im bilingualen Lernkontext genutzt. In...

Experimentallogische Überprüfung des Erfolgs medienpädagogischer Maßnahmen

Josephine B. Schmitt
Insbesondere durch längsschnittliche experimentelle Designs kann die Konzeption medienpädagogischer Maßnahmen profitieren. Die Vorteile und Besonderheiten dieses Designs werden am Beispiel einer dreiwelligen Panelerhebung veranschaulicht. Diese hatte die Klärung der Fragen zum Ziel, wie Jugendliche durch die Nutzung von Online-Angeboten politisches Wissen gewinnen und welche Rolle die subjektive Beurteilung der rezipierten Angebote sowie medien- und politikbezogene Selbstwirksamkeit spielen. Vor der zweiten Erhebungswelle nahm ein Teil der Stichprobe an einer eigens entwickelten medienpädagogischen Unterrichtseinheit teil. Die Wahl...

Qualitative Inhaltsanalyse in der medienpädagogischen Forschung

Michaela Gläser-Zikuda
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem weit verbreiteten qualitativen Auswertungsverfahren, das auch in die medienpädagogische Forschung Eingang gefunden hat: der Qualitativen Inhaltsanalyse (QIA) nach Philipp MAYRING. Ausgehend von einem kurzen Abriss der Entstehungsgeschichte der (quantitativen) Inhaltsanalyse und deren Bedeutung für die Medienforschung und medienpädagogische Forschung wird die QIA näher vorgestellt. Im Zentrum stehen induktive und deduktive Auswertungslogiken sowie die verschiedenen Auswertungstechniken der QIA, die anhand von Beispielen aus medienpädagogischen Projekten, auch aus dem vorliegenden Band,...

Methodenkombination in einer online-ethnografischen Grounded-Theory-Studie

Christoph Eisemann
In diesem Beitrag werden die Erhebungsmethoden, die in der Studie C Walk auf YouTube – Aneignung und Entwicklung in einer digitalen Jugendkultur kombiniert wurden, skizziert und reflektiert. Es handelt sich bei der hier besprochenen Dissertation des Autors um eine online-ethnografische Arbeit, die im Sinne der Grounded Theory Methodology (GTM) realisiert wurde. Eingesetzt wurden für die Erhebung ein Kurzfragebogen, eine leicht abgewandelte Form des episodischen Interviews nach Uwe FLICK, Beobachtung online und offline, eine kontextorientierte Form...

Dokumentarische Methode und Gruppendiskussionsverfahren in der medienpädagogischen Forschung

Marion Brüggemann & Stefan Welling
Gruppen sind regelmäßiger Gegenstand medienpädagogischer Forschung, deren Angehörige in den meisten Fällen geteilten Milieus angehören. Die Medienpraxen ihrer Mitglieder basieren auf gemeinsamen (berufs-)biografischen Orientierungen. Um diese zu verstehen, bedürfen sie der Rekonstruktion. Darauf zielt die dokumentarische Methode in Verbindung mit dem Gruppendiskussionsverfahren ab. Zusammen adressieren sie die Gemeinsamkeiten der Orientierungen der Beforschten auf der Basis kollektiver Interaktionen von Beginn an methodisch-methodologisch konsequent. Ausgehend von ihrer theoretischen Begründung diskutiert der Beitrag den methodisch-methodologischen Hintergrund der Methode...

Medienbildung und die Kultur der Schule – Praxistheoretische Zugänge zur Erforschung von Schule in einer mediatisierten Gesellschaft

Stephan Münte-Goussar & Nina Grünberger
Gegenwärtig wird einerseits ein Umbruch sozio-kultureller Bedingungen diagnostiziert und andererseits – sowie damit verbunden – eine grundlegende mediale Präfigurierung aller Lebensbereiche unter dem Schlagwort Mediatisierung diskutiert. Von diesen Umwälzungen bleibt auch Schule nicht unberührt. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt MediaMatters! versucht Transformationsprozesse von Schule hinsichtlich der Mediatisierung zu begleiten und die Veränderungen auf Ebene der Schul- und Lernkultur nachzuzeichnen. Dabei fußt das Projekt auf den kulturtheoretischen Ansätzen der Medienbildung und Schulkultur. Zur Beforschung ausgewählter Schulen wird...

Gestaltungs- und entwicklungsorientierte Forschung als Forschungsrichtung für die Medienpädagogik

Gerhard Tulodziecki, Silke Grafe & Bardo Herzig
In diesem Beitrag wird die gestaltungs- und entwicklungsorientierte Forschung als eine Konzeption vorgestellt, die sowohl in der Erziehungswissenschaft insgesamt als auch in der Medienpädagogik als Teildisziplin Bedeutung erlangte und neben bisherige Forschungskonzeptionen getreten ist. Als partielle Ausprägungen der gestaltungs- und entwicklungsorientierten Forschung können unter anderem die Aktionsforschung, die praxis- und theorieorientierte Entwicklung und Evaluation von Konzepten für pädagogisches Handeln, der Design-Based Research-Ansatz und die entwicklungsorientierte Bildungsforschung gelten. Im Anschluss an eine Skizze dieser Ansätze geht...

Biografieforschung

Ralf Vollbrecht
Der Artikel skizziert die Wiederentdeckung der Biografieforschung als Ansatz rekonstruktiver Sozialforschung in der sogenannten qualitativen Wende und ihre Entwicklung zu einer anerkannten Methode in den Erziehungswissenschaften und der Medienpädagogik. Ausgehend von einer Auseinandersetzung mit dem Konzept Biografie wird kurz die Geschichte der Biografieforschung skizziert, um anschließend zentrale Fragen, Probleme und Kontroversen der Biografieforschung zu diskutieren. Dies leitet über zur Speziali-sierung eines medienbiografischen Ansatzes. Den Abschluss bildet ein kleiner didaktischer Ausblick auf die Verbindung von Forschung...

Kreative medienbiografische Forschung

Caroline Baetge
Der vorliegende Beitrag diskutiert die Relevanz medienbiografischer Forschung in der Medienpädagogik und ermöglicht neue methodische Ansätze. Neben den „Standardmethoden“ Biographisches Interview, Medientagebuch und Zeitstrahl werden innovative methodische Zugänge vorgestellt. Visuelle Darstellungsformen wie beispielsweise der Visiograph und haptische wie der Medien(karten)koffer regen das Erzählen von biographischen Erfahrungen ganzheitlich an, sodass Erinnerungen im Sinne Fritz SCHÜTZEs umfassender und unmittelbarer reproduziert werden können. Ziel des vorliegenden Beitrages ist es, drei neue methodische Zugänge vorzustellen sowie ihr Potenzial und...

Dokumentarische Medienanalyse und das Verhältnis von Produkt und Rezeption

Ralf Bohnsack & Alexander Geimer
Nach einem kurzen Einblick in die Geschichte der Dokumentarischen Methode geben wir zunächst einen Überblick über ihre allgemeinen Charakteristika, um dann den Beitrag der Dokumentarischen Methode für die empirische Medienanalyse darzustellen, und zwar mit Bezug auf die für sie zentrale Problematik der Relation von Produkt- und Rezeptionsanalyse, wobei diese Darstellung vor dem Vergleichshorizont anderer theoretisch-methodologischer Zugänge (vor allem der Cultural Studies) konturiert wird. Wir werden dann über einschlägige empirische Studien auf der Grundlage unseres methodischen...

Medienpädagogische Deutungsmuster von Lehrerinnen und Lehrern – Problemzentriertes Interview im Rahmen eines Grounded-Theory-Ansatzes

Christine Dallmann
Lehrerinnen und Lehrer sind die zentralen Akteurinnen und Akteure schulischer Medienpädagogik. Vor diesem Hintergrund fragt das hier in Ausschnitten vorgestellte Forschungsvorhaben nach medienpädagogischen Deutungsmustern von Lehrerinnen und Lehrern, welche als ausschlaggebend für deren medienpädagogisches Handeln angenommen werden können und über als nötig erachtete (und verhältnismäßig häufig thematisierte) Qualifizierungen hinausgehen. Dem Forschungsvorhaben liegt ein Grounded-Theory-Ansatz mit seinen methodologischen Prämissen zu Grunde. Der Beitrag stellt den theoretischen Kontext und die Ziele des Forschungsvorhabens sowie die Methodologie der...

Praxis- und theorieorientierte Entwicklung und Evaluation von Konzepten für pädagogisches Handeln – dargestellt am Beispiel einer Untersuchung zum fall- und problemorientierten Lernen in hybriden Lernarrangements

Gerhard Tulodziecki
In dem Beitrag wird das Forschungsverfahren einer praxis- und theorieorientierten Entwicklung und Evaluation von Konzepten für pädagogisches Handeln am Beispiel einer Studie zum fall- und problemorientierten Lernen in hybriden Lernarrangements dargestellt. Das Verfahren umfasst die folgenden Phasen: Aufgreifen einer praxis- und theorierelevanten Fragestellung, Entwicklung eines Konzepts, Entwurf von konzeptbezogenen Einheiten, Konzeption und Durchführung einer empirischen Untersuchung, Diskussion der Untersuchungsergebnisse. Es wird eine Ausdifferenzierung in einzelne Vorgehensschritte sowie eine Einordnung des Verfahrens in Orientierung an Prozessstandards...

Kindern eine Stimme geben!? Methodischer Diskurs zu (Un)Möglichkeiten von Puppet Interviews mit Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren

Marion Weise
Der Beitrag knüpft an eine multimethodologische Untersuchung zum medialen Erleben und der medialen Praxis von Kindern im vorschulischen Alter an. Theoretischer Ausgangspunkt sind (noch) marginale empirische Befunde um mediale Lebenswelten der Kinder von vier bis sechs Jahren, welche explizit die Sichtweise der kindlichen Akteurinnen und Akteure einbindet und nicht über, sondern mit Kindern forscht. Aufgrund des erschwerten methodischen Zugriffs bei dieser Altersgruppe setzte die Studie mit den Puppet Interviews eine spezifisch kindgerechte Methode ein, die...

Introspektive Empirie in medienpädagogischer Forschung – Einsatzmöglichkeiten, Kritik und ein Beispiel

Katrin Valentin
Introspektive Empirie kann für medienpädagogische Forschung sehr weiterführend sein. Um hierfür zu argumentieren, werden drei Gründe aufgezeigt, Einblick in die philosophischen Grundlagen von Introspektionen gegeben und die Kritik, die an der Erhebung von First-Person-Daten geübt wird, kurz besprochen. Am Beispiel eines studentischen Forschungsseminares, bei welchem es um die Erforschung der Rezeption von Video-Tutorials im World Wide Web ging, werden sowohl Chancen als auch Herausforderungen einer introspektiven Vorgehensweise reflektiert. Studierende übten sich hierbei in der Durchführung...

Die MediaMap – Eine explorative Forschungsmethode zur Entwicklung einer kontextualisierten Mediennutzungsperspektive

Michael Waltinger
Die MediaMap ist eine Methodenexploration, die im Zuge von Feldforschungen zur Medi-enaneignung in Nairobi (Kenia) entstand. Impulse zur Methodenentwicklung gingen vor allem von forschungspraktischen Herausforderungen aus. Ziel der MediaMap ist es, mit Medienfiguren – ähnlich den Figuren eines Brettspiels – eine Landkarte der von einer Person genutzten Medien anzulegen, zeichnerisch zu ergänzen und über diese zu sprechen. Damit ist die MediaMap eine semi-strukturierte, interaktive Kombination aus einer Interview- beziehungsweise Gesprächsmethode und einer Mappingmethode. Durch haptisch-visuelle...

Einleitung | Introduction: Ausgangslagen, Begründungen und Ziele eines Publikationsprojektes

Thomas Knaus
Gibt es medienpädagogische Forschung? Ohne hierauf eine eindeutige Antwort geben zu wollen, zeichnet das Publikationsprojekt Forschungswerkstatt Medienpädagogik ein facettenreiches Standbild aktueller Forschungsansätze und -methoden, die medienpädagogisches Wissen mehren, medienpädagogische Praxis reflektieren oder evaluieren und konkrete Antworten auf aktuelle Fragen der Community geben können. Der Herausgeber der Forschungswerkstatt Medienpädagogik stellt in seinem Editorial die Ausgangslagen, Begründungen und Ziele des Publikationsprojektes ausführlich vor.

Prädiktoren der Intention zum didaktischen Einsatz von digitalen Medien im Unterricht – Überführung der Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT) in ein schulisches Untersuchungssetting

Eik-Henning Tappe
Auch wenn schulische Lehrpersonen nachgewiesenermaßen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen überdurchschnittlich gut mit digitalen Medien ausgestattet sind und diese ausgiebig für die berufliche Kommunikation und Arbeitsprozesse nutzen, scheint der mediendidaktische Einsatz im schulischen Unterricht noch ein Novum zu sein. Im Folgenden wird die Vorarbeit zur Studie Lernen durch Mediengestaltung – Entwicklung eines Konzeptes zur Unterstützung mediendidaktischer Lehre im Schulalltag (Tappe 2018) vorgestellt, in der Faktoren eruiert werden, die einen didaktischen Einsatz von digitalen Medien im...

Der Junge und das Reh oder: Was uns Fotografien auf sozialen Netzwerkseiten über Identitätskonstruktion verraten – Ein objektiv-hermeneutischer Ansatz zur Bildinterpretation

Felix Fischer
Mit dem „linguistic turn” vollzog die empirische Sozialwissenschaft einen großen Sprung in Richtung Objektivierung. Damit ging jedoch eine Marginalisierung des Bildes einher, das erst mit dem „pictorial turn” (MITCHELL 1994) wieder langsam an Bedeutung gewann. Gerade in einer visuell durchdrungenen Gesellschaft wie der unseren, in der Bilder weitgehende Bereiche unseres Lebens bestimmen, sollte sich vor allem auch die Medienpädagogik mit diesem Wandel hin zu einer visuellen Kommunikation adäquat auseinandersetzen. Die Objektive Hermeneutik vermag zur Beschreibung...

Lernen mit digitalen Medien – Rekonstruktion empirisch emergierter und abduktiv generierter berufsbiografischer Lernmuster

Anna-Maria Kamin
In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie die Methodologie der Grounded Theory (Strauss/Corbin 1996) und das interpretative Paradigma der Dokumentarischen Methode (Bohnsack 2003) systematisch miteinander kombiniert werden können. Ziel der Studie ist es, berufsspezifische, charakteristische Lern- und Mediennutzungsmuster beruflich Pflegendender zu rekonstruieren, um anschließend Hinweise für pädagogische Implikationen abzuleiten. Das Forschungsparadigma der Grounded Theory dient als übergeordneter Forschungsstil, die Auswertung der Rohdaten erfolgt mit Hilfe des vierstufigen Auswertungsverfahrens der Dokumentarischen Methode. Zusammengeführt werden beide Ansätze in...

Subjektorientierte medienpädagogische Forschung mit Familien in belasteten Lebenslagen – Chancen und Herausforderungen visueller Forschungsmethoden

Katrin Schlör
Auf Basis der familienethnografisch orientierten Studie „Medienkulturen in Familien in belasteten Lebenslagen“ befasst sich dieser Beitrag mit der Prämisse der Subjektorientierung innerhalb medienpädagogischer Forschung. Neben einer Schärfung des bestehenden Konzepts zeigt er auf, wie dieses in ein Forschungsdesign implementiert werden kann. Anhand einer Vorstellung der entwickelten Forschungsmethoden des Mediengrundrisses, der Medientagebücher sowie der Soziometrischen Photo-Elicitation werden Vorteile und Herausforderungen von visuellen Methoden für ein subjektorientiertes Forschungsvorgehen diskutiert. Abschließend setzt sich der Beitrag sowohl selbstreflexiv als...

Gemeinsames Forschen von Menschen mit und ohne Behinderung – Überlegungen zu Formen Partizipativer Forschung in der Medienpädagogik

Jan-René Schluchter & Joachim Betz
Den Entwicklungs- und Traditionslinien von Aktions- und Handlungsforschung folgend haben sich Formen Partizipativer Forschung in den letzten Dekaden als Ankerpunkt des gemeinsamen Forschens von Menschen mit und ohne Behinderung etabliert. Ziel dieses Forschungsstils ist es, soziale Wirklichkeit in dialogischer Weise zu erarbeiten, zu verstehen und zu verändern. Partizipative Forschung zielt auf Wissensgenerierung und Interventionen im sozialen Feld der Forschung. Da Formen Partizipativer Forschung von Menschen mit und ohne Behinderung innerhalb der Medienpädagogik bislang nicht entwickelt...

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  • 2018
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