68 Works

Politische Online-Pluriversen: Aggregatanalyse der Twitter-Kommunikation zur Salzburger Landtagswahl 2013

Jürgen Grimm & Christiane Grill
Methodische Herausforderungen der Twitterforschung betreffen unter anderem den Datenumfang, die Subjektivität der Tweet-Auswahl, die Datenreduktion und das Einbettungsproblem bezüglich ausgegrenzter Kommunikationszusammenhänge. In diesem Aufsatz wird ein Verfahren der Twitter-Aggregatanalyse (TAA) vorgeschlagen, das die Willkür des Vorgehens reduziert, auf kommunikative Einbettungen fokussiert und an den Agenda-Setting-Approach bei der Analyse politischer Online- und Offline-Kommunikation anschlussfähig ist. Die neu entwickelte TAA-Methode kombiniert automatisierte Selektion mit manueller Reduktion und konventioneller Inhaltsanalyse und generiert auf dieser Grundlage Tweet-Aggregate, so genannte...

Kommunikationspolitik und Medienregulierung im digitalen Wandel

Martin Emmer & Christian Strippel
Kommunikationspolitik für die digitale Gesellschaft

Einführung Politische Online-Kommunikation: Voraussetzungen und Folgen des strukturellen Wandels der politischen Kommunikation

Philipp Henn & Dennis Frieß
Politische Online-Kommunikation: Voraussetzungen und Folgen des strukturellen Wandels der politischen Kommunikation

Stimmungsbarometer Facebook: Über das Verhältnis von Strategie und Beteiligung während des Bundestagswahlkampfs 2013

Tanja Evers
In Zeiten marktwirtschaftlicher Überformung demokratischer Entscheidungsverfahren und wachsender politischer Apathie eröffnen Soziale Netzwerke die Chance, die hierarchischen Strukturen des Top-Down-Wahlkampfs zu durchbrechen. In einem weiten Verständnis politischer Partizipation wird die Artikulation von Aufmerksamkeit zur digitalen Währung politischer Beteiligung und dient den Parteistrateginnen und -strategen gleichermaßen als Gradmesser für den Erfolg ihrer Kampagne. Der Beitrag untersucht dazu die strategischen Bausteine der Facebook-Kampagne deutscher Parteien zur Bundestagswahl 2013 mittels inhaltsanalytischer Daten zu 3.076 Postings und bringt diese...

Licht in die Black Box?! Experimente zum Einfluss von Social Signals auf das organische Ranking von Google

Christin Hildebrandt, Christina Schumann & Jens Wolling
Der Beitrag stellt methodisches Vorgehen und Ergebnisse zweier Experimente mit der Suchmaschine Google vor. Untersucht wurde, ob sogenannte Social Signals einen Einfluss darauf haben, an welcher Stelle der Trefferliste von Google eine Webseite bei einer Suchanfrage positioniert wird. Social Signals sind Links, die durch Empfehlungen (Shares, Likes oder Kommentierungen) in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook entstehen. In den Experimenten wurden Testwebseiten angelegt, deren URLs gezielt in den sozialen Netzwerken Facebook, Google+ und Twitter geteilt...

Kommunikationspolitik für die digitale Gesellschaft

Martin Emmer & Christian Strippel
Die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft stellt die nationale und internationale Kommunikationspolitik und Medienregulierung vor eine Fülle neuer Herausforderungen: Themen wie Internetkriminalität, Daten- und Jugendschutz oder Urheber- und Leistungsschutzrecht stehen insbesondere in Europa und den USA weit oben auf der politischen und medialen Agenda. In diesem Sammelband werden die bisherigen und aktuellen Entwicklungen in diesem Politikfeld mit empirischen und theoretischen Analysen konfrontiert und der netzpolitische Diskurs so um kommunikations- und politikwissenschaftliche Perspektiven ergänzt. Im Fokus der...

Digitale Methoden in der Kommunikationswissenschaft

Axel Maireder, Julian Ausserhofer, Christina Schumann & Monika Taddicken
What do big data investigations mean for the development of theories and research ethics? How can public traces of digital communication be captured, analyzed, and interpreted? How can metrics of social media platforms be translated into empirically grounded research? What strategies allow us to look into algorithmic black boxes like search engines and newsfeeds? This volume deals with these and many similar questions arising in connection with communication research in the digital age. The book...

Typologie von Medienregulierungsstilen in Europa

Dirk Arnold
Angesichts des Übergangs zur digitalen Produktion, Nutzung und internetbasierten Distribution stehen medienpolitische Akteure vor der Aufgabe, etablierte Regulierungsmodelle an die veränderten Bedingungen anzupassen. Zudem sind die EU-Mitgliedstaaten bei ihren Entscheidungen gezwungen, Vorgaben der EU umzusetzen. Länderübergreifende Prozesse wie die technische Konvergenz und Europäisierung führen zu Veränderungen nationaler Medienregulierungsregime. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, mit welchen Instrumenten und Formen EU-Mitgliedstaaten auf ihre publizistischen Medien einwirken. Die Medienregulierungsmaßnahmen wurden deskriptiv in Form eines synchronen Ländervergleichs mittels einer...

Online-Kommunikation im Lichte deliberativer Theorie: ein forschungsleitendes Modell zur Analyse von Online-Diskussionen

Dennis Frieß
Der Beitrag entwickelt ein Modell zur empirischen Analyse von Online-Kommunikation. Auf der Basis der geteilten Annahmen deliberativer Theorien werden die Zusammenhänge zwischen den idealisierten Voraussetzungen der Öffentlichkeit (institutionelle Inputs), dem voraussetzungsreichen Deliberationsprozess (kommunikativer Throughput) und den daraus resultierenden Ergebnissen (produktive Outcomes) theoretisch abgeleitet, für Onlinekontexte angepasst und um Erkenntnisse der empirischen Deliberationsforschung ergänzt. Eine erste Erprobung des Modells bestätigt dessen praktische Anwendbarkeit. Die inhaltsanalytische Auswertung von 435 Kommentaren einer Online-Debatte zur Neufassung einer Promotionsordnung sowie...

Regierungen auf Facebook - distributiv, dialogisch oder reaktiv? Eine Bestandsaufnahme

Isabelle Borucki
Politische Kommunikation in sozialen Netzwerken wird wesentlich in Wahlkämpfen untersucht, vergleichende Analysen zwischen Wahlkampf und Alltag sind rar. Daher erfasst der Beitrag das dialogische Engagement von Regierungen vergleichend in Alltag und Wahlkampf im beliebtesten sozialen Netzwerk Facebook. Die Kommunikationsorientierung ist entweder distributiv, dialogisch oder reaktiv. Theoretisch basiert die Studie auf einem Modell der SNS-Kommunikation, das es ermöglicht, distributive, dialogische oder reaktive Kommunikationsorientierung voneinander abzugrenzen. Empirisch werden die Facebook-Auftritte dreier Regierungen (Deutschland, Österreich, Großbritannien) untersucht. Und...

Digitale Methoden in der Kommunikationswissenschaft: Ansätze zur Analyse öffentlicher Kommunikation im Internet

Christina Schumann, Julian Ausserhofer, Axel Maireder & Monika Taddicken

Wie gefährlich ist der Hass im Netz? Wirkungen von Hasskommentaren gegen Geflüchtete auf das prosoziale Verhalten von Rezipierenden

Christina Köhler, Marc Ziegele & Mathias Weber
Inzivilität in Nutzerkommentaren kann sich negativ auf die Einstellungen von Rezipierenden auswirken. Inwieweit solche Kommentare auch das reale Verhalten der Lesenden beeinflussen, ist bislang weitgehend ungeklärt. Die vorliegende Studie untersucht deshalb die Auswirkungen von Hasskommentaren unter journalistischen Artikeln über Geflüchtete auf das prosoziale Verhalten von Rezipierenden. Basierend auf der Theory of Planned Behavior und auf Forschung zu sozialen Gruppenidentitäten wird mit einem Online-Experiment gezeigt, dass Hasskommentare gegen Geflüchtete – vermittelt über die Einstellungen der Rezipierenden...

Mobil, vernetzt, geräteübergreifend: Die Komplexität alltäglicher Smartphone-Nutzung als methodische Herausforderung

Katja Kaufmann
Der Beitrag setzt sich mit der Komplexität der alltäglichen Nutzung von Smartphones auseinander. Dazu wird die Nutzung anhand unterschiedlicher Ansätze wie Hybrid Spaces, Kontextmobilität und Cross-Media entfaltet und das Smartphone als kontinuierlich personalisierbares Universalgerät konzeptualisiert. In einem zweiten Schritt wird dargestellt, dass das Smartphone nicht nur zur Komplexität beiträgt, sondern durch seine technischen Möglichkeiten auch Potential zur methodischen Entgegnung besitzt, insbesondere über eine Kombination von auf dem Gerät automatisch aufgezeichneten Nutzungsdaten und qualitativen Verfahren, wie...

Traditionelle, partizipative und technische Selektion - welche Informationen bekommt man auf welchem Weg? Das Beispiel des 'Euromaidan'

Kai Sachse & Uli Bernhard
Bekommen Rezipientinnen und Rezipienten, die sich vorwiegend über Online-Medien informieren, ein anderes Bild von politischen Ereignissen vermittelt als solche, die vorwiegend traditionelle Informationskanäle nutzen? Diese Frage soll exemplarisch beantwortet werden anhand der Berichterstattung über die ‚Euromaidan‘-Bewegung in der Ukraine. Dafür wurden idealtypisch drei Nutzungstypen simuliert, die jeweils unterschiedliche Wege der Informationsrecherche beschreiten. Die so recherchierten Inhalte wurden mit einer standardisierten Inhaltsanalyse untersucht. Über die drei verschiedenen Wege werden unterschiedliche Inhalte mit unterschiedlichen Sprechern, Akteuren und...

Dimensionen digitaler Mündigkeit und politische Beteiligung im Netz

Christian Pieter Hoffmann, Jasmin Weber, Robert Zepic, Vanessa Greger & Helmut Krcmar
Die Forschung zur digitalen Spaltung (Digital Divide) oder auch Beteiligungsspaltung (Participation Divide) hat diverse Voraussetzungen einer partizipativen Internetnutzung untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei eine immer größere Vielzahl förderlicher „Literacies“ oder Kompetenzen. Um einer zunehmenden Unübersichtlichkeit dieses Forschungsfelds entgegenzutreten, haben erste konzeptionelle Studien das umfassendere Konzept der „digitalen Mündigkeit“ vorgeschlagen. Basierend auf einer interdisziplinären Literaturanalyse erarbeitet der vorliegende Beitrag eine Definition der „digitalen Mündigkeit“, und führt das Konzept durch eine entsprechende Operationalisierung erstmals einer empirischen Analyse...

Politische Partizipation im Medienwandel

Ines Engelmann, Marie Legrand & Hanna Marzinkowski
Politische Partizipation und Medienwandel hängen im Internetzeitalter eng miteinander zusammen. Der Medienwandel kann einerseits Veränderungen in der politischen Beteiligung bedingen, andererseits kann die Ausgestaltung politischer Beteiligung wiederum den Medienwandel vorantreiben. Dabei sind mannigfaltige Ausdrucksformen der politischen Partizipation im und jenseits des Internets denkbar, wobei es von der jeweiligen Wissenschaftsdisziplin abhängt, wo man die Trennlinie zwischen politischer Partizipation oder Nicht-Partizipation zieht. Dieser Band beschäftigt sich mit aktuellen normativen sowie empirischen Fragen zur politischen Partizipation an der...

Anatomie eines Trending Topics: Methodische Ansätze zur Visualisierung von Retweet-Ketten

Axel Bruns & Theresa Sauter
Social Media dienen immer häufiger als Disseminationsmechanismen für Medieninhalte. Auf Twitter ermöglicht besonders die Retweet-Funktion den schnellen und weitläufigen Transfer von Nachrichten. In diesem Beitrag etablieren neue methodische Ansätze zur Erfassung, Visualisierung und Analyse von Retweet-Ketten. Insbesondere heben wir hervor, wie bestehende Netzwerkanalysemethoden ergänzt werden können, um den Ablauf der Weiterleitung sowohl temporal als auch spatial zu erfassen. Unsere Fallstudie demonstriert die Verbreitung des Videoclips einer am 9. Oktober 2012 spontan gehaltenen Wutrede der australischen...

Organisations-Umwelt-Dynamiken als Bedingung der Online-Kommunikation politischer Interessenorganisationen

Paula Nitschke & Patrick Donges
Der Beitrag fragt, unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen politische Interessenorganisationen Online-Medien verwenden und untersucht Organisations-Umwelt-Dynamiken als Kontextbedingungen. Die empirische Grundlage bilden Interviews mit Vertretern von Interessenorganisationen aus der Gesundheits- und Umweltpolitik, die in Deutschland angesiedelt sind. Die Befunde zeigen, dass die Online-Kommunikation nicht allein aufgrund strategischer Erwägungen und Kosten-Nutzen-Kalküle aus der Organisation heraus erklärt werden kann. Die Verwendung von Online-Medien ist auch durch wahrgenommene Ansprüche und Druck aus der Organisationsumwelt zu erklären, rationale Verwendungsmotive werden...

Warum so garstig? Zum Einfluss von realweltlichen, medien- und diskussionsimmanenten sowie situativen Faktoren auf die (In)Zivilität von Onlinediskussionen

Pablo Jost & Christina Köhler
Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Faktoren das Ausmaß von Inzivilität und argumentativer Qualität in Nutzerkommentaren beeinflussen. Kognitives und affektives Involvement werden als zentrale Triebfedern für das Verfassen von Nutzerkommentaren identifiziert. Wir vermuten, dass realweltliche, medien- und diskussionsimmanenten sowie situative Faktoren das Ausmaß kognitiven sowie affektiven Involvements und darüber vermittelt auch das Kommentierverhalten beeinflussen. In einer Inhaltsanalyse von Nutzerkommentaren unter Onlineartikeln zu Tarifkonflikten auf bild.de und spiegel.de aus dem Jahr 2015 untersuchen...

Mobilkommunikation in Werbebildern: Kommunikations- und Mediengeschichte zwischen Komplexität und Vereinfachung

Peter Gentzel
Der Beitrag rekonstruiert die Geschichte der Mobilkommunikation anhand von Werbeanzeigen für Mobiltelefone zwischen 1990 und 2012. Basierend auf praxistheoretischen Überlegungen werden die werblichen Abbilder (Denotationen) der Zusammenspiele kommunikativer Praktiken und materieller Arrangements analysiert und deren musterhafte Veränderungen beschrieben. Mit diesen gehen spezifische Sinnbilder (Konnotationen) einher, welche die immer komplexeren Kommunikationspraktiken und sich in Funktionalität und Design ausdifferenzierenden Mobiltelefone mit dem Topos der Vereinfachung verknüpfen. Auf Grundlage einer ausführlichen Quellenkritik, die Werbetexte als Momente des Kulturkreislaufs...

Online Reader Comments as Indicator for Perceived Public Opinion

Thomas N. Friemel & Mareike Dötsch
The emergence of online reader comments over the past years has made opinions of readers more visible to journalists and users of news websites. This article discusses whether online reader comments provide a representative picture of the opinion of news site users and how this affects the perceived public opinion. Findings of an online survey among the users of eight Swiss newspapers indicate that comments are not representative since people who write comments tend to...

Online-Partizipation jenseits klassischer Deliberation: Eine Analyse zum Verhältnis unterschiedlicher Deliberationskonzepte in Nutzerkommentaren auf Facebook-Nachrichtenseiten und Beteiligungsplattformen

Katharina Esau, Dennis Frieß & Christiane Eilders
Deliberation setzt klassischerweise voraus, dass Positionen argumentativ und in respektvoller Weise aufeinander bezogen und verteidigt werden. Andere Konzepte von Deliberation schließen außerdem Narrationen, Emotionen und Humor ein. Während beide, klassische und inklusive Konzepte, gute Argumente für ihre Sichtweise vorgestellt haben, bleiben die Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Deliberationsmerkmalen unklar. Der Beitrag untersucht, inwieweit sich einzelne Merkmale klassischer und inklusiver Deliberationskonzepte gegenseitig ausschließen oder ergänzen. Eine quantitative Inhaltsanalyse von Nutzerkommentaren auf Facebook und Beteiligungsplattformen zeigt, dass Humor...

"Die Methode liegt im Code": Routinen und digitale Methoden im Datenjournalismus

Julian Ausserhofer
Digitale Methoden haben in den letzten Jahren nicht nur in die Sozial- und Geisteswissenschaften Einzug gehalten. Auch der Journalismus hat seine Verfahren digitalisiert und seine Recherchepraktiken sowie seine Darstellungsformen entsprechend angepasst. Immer öfter bedienen sich JournalistInnen für ihre Berichterstattung des Werkzeugkastens der digitalen Methoden. Am deutlichsten zeigt sich das am Datenjournalismus, der seit einem Jahrzehnt einen enormen Aufschwung erfahren hat. Dieser Beitrag beleuchtet digitale Methoden im Datenjournalismus. Zu diesem Zweck werden hier zunächst aus den...

Vorwort der Reihenherausgeber/innen zum ersten Band

Christina Schumann, Monika Taddicken, Martin Emmer, Martin Welker & Jens Wolling
Kommunikationspolitik für die digitale Gesellschaft

Utilisation of Audio Mining Technologies for Researching Public Communication on Multimedia Platforms

Michael Eble & Daniel Stein
Korpora gesprochener Sprache, die für Forschungszwecke genutzt werden können, wachsen kontinuierlich in Anzahl und Umfang. Durch die zunehmende Erstellung und Nutzung von audio-visuellen Inhalten durch publizistische Online-Medien und auf Social-Web-Plattformen wachsen diese weiter an. Sie sind Gegenstand von Online-Inhaltsanalysen über öffentliche Kommunikation im Internet. Gegenwärtig ist dazu vielfach ein manuelles Transkribieren der gesprochenen Medieninhalte erforderlich, um diese für die anschließende Codierung zugänglich zu machen. Dieser Arbeitsschritt kann durch automatische Verfahren der Sprachanalyse (Audio Mining) unterstützt...

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