403 Works

From Rumor to Contract: The Complaint of the Hamburg Parliament concerning Portuguese Jews of December 9, 1603

Christian Küker
On December 9, 1603, the Hamburg Parliament lodged a complaint with the Executive Council, that among the Portuguese in the Hansa city Jews were also to be found. The burgesses, to be sure, acknowledged in their complaint the economic utility of the Portuguese merchants for the city, but nonetheless demanded the expulsion of all Portuguese who gave out that they were Christians but who secretly practiced the Jewish religion. In its rejection of Jews in...

Vom Gerücht zum Kontrakt: Die Beschwerde der Bürgerschaft über portugiesische Juden vom 9. Dezember 1603

Christian Küker
Am 9.12.1603 beschwerte sich die Hamburger Bürgerschaft gegenüber dem Rat, dass sich unter den Portugiesen in der Hansestadt auch Juden befänden. Die Bürger erkennen in ihrer Beschwerde zwar den wirtschaftlichen Nutzen der portugiesischen Kaufleute für die Stadt an, verlangen aber die Ausweisung all der Portugiesen, die sich lediglich als Christen ausgeben und insgeheim die jüdische Religion praktizieren. Die Bürgerschaft wurde in ihrer Ablehnung von Juden in der Hansestadt durch die lutherisch-orthodoxe Geistlichkeit unterstützt. Der Rat...

Messianische Hoffnung in Hamburg, 1666

Joshua Teplitsky
Gerade Brüche und Zäsuren stellen einen interessanten Untersuchungsgegenstand dar, da sie Einblick in die von ihnen unterbrochenen soziale Strukturen bieten. Die Nachricht über die Ankunft des Messias in den Jahren 1665–66, die von der Memoirenschreiberin Glikl von Hameln erzählt wurde, stellt solch einen Augenblick in der Geschichte der Hamburger Juden dar. In Buch III ihrer Erinnerungen berichtet Glikl davon, wie die Hochstimmung in Verzagtheit umschlug, als kurze Zeit nachdem die verheißungsvollen Nachrichten über die bevorstehende...

Jewish Martial Arts. Hamburg’s Sports Club “Schild”

Erik Petry
This source is a letter published by the sports club “Schild” run by the Hamburg chapter of the Vaterländischer Bund jüdischer Frontsoldaten e.V. [German-Jewish War Veterans’ Association]. It appeals to all male and female Jewish athletes to join the newly founded sports club “Schild.” Although sports clubs named “Schild” and linked to the Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (RjF), the umbrella organization of the Vaterländischer Bund, had been founded as early as 1925, there was no local...

Ein Preisausschreiben als Versuch zur Wiederbelebung der jüdischen Tradition

Helga Krohn
Die wiedergegebene Ankündigung im „Israelitischen Familienblatt“ Nr. 38, 20.9.1928, Beilage „Aus alter und Neuer Zeit“ Nr. 27 ist mehr als eine Werbung zur Teilnahme am Preisausschreiben unter Hervorhebung wertvoller Gewinne. Sie liefert eine Begründung für die Auswahl der Preise. Als Erfinder und Gestalter des Preisausschreibens firmieren „Verlag und Schriftleitung“. Mit Sicherheit kann davon ausgegangen werden, dass Leo I. Lessmann, der Herausgeber der Zeitung, die ausführlichen Texte zu den Preisausschreiben verfasst hat. Sie entsprachen seinem Interesse,...

Antisemitismus in der Nachkriegszeit. Das Beispiel Friedrich Nieland

Werner Bergmann
Anfang 1957 verschickte der Hamburger Holzhändler Friedrich Nieland die 39-seitige Broschüre „Wieviel Welt (Geld)-Kriege müssen die Völker noch verlieren? Offener Brief an alle Bundesminister und Parlamentarier der Bundesrepublik“. Das Heft erschien in einer Auflage von 2.000 Stück im Verlag des völkischen Verlegers Adolf Ernst Peter Heimberg (Druck: W.- Heimberg) in Stade und wurde an die im Titel genannten Adressaten verschickt. Die Schrift umfasst eine Kompilation von Briefen, die Nieland seit den Wiedergutmachungsverhandlungen zwischen Israel und...

Jitte Glückstadt’s Testament. The Soul’s Care and Salvation in the Early Modern Era

Monika Preuß
Jitte Glückstadt, an unmarried Jewish woman in Altona, had her last will and testament recorded on April 8, 1774. A testament (from the Latin testare, to testify or bear witness to) enables a person to arrange what is to happen to one’s personal property after death, as well as the details of the burial and funeral ritual. Jitte Glückstadt performed this act. Two men came to her sickbed, heard her dictate her last will, and...

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