37 Works

Von der Diakonie zum Sozialunternehmen

Christoph Weber-Berg stellt in seinem Beitrag «Von der Diakonie zum Sozialunternehmen» den Werdegang der verschiedenen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegründeten diakonischen Werke vor. Diesen Werken ist gemein, «dass sie im Geist christlicher Liebestätigkeit gegründet und während vielen Jahren betrieben wurden, heute aber höchstens noch lose Verbindungen zur Kirche haben. Immer wieder hat sich die Kirche als Geburtshelferin oder Patin diakonischer Werke hervorgetan, die in einer späteren Phase ihrer Existenz auf eigenen Füssen...

CAS Diakonie-Entwicklung - ein Weiterbildungsangebot zur Stärkung einer diakonischen Kirche

Gregor Scherzinger
Gregor Scherzinger schickt in seinem Beitrag «CAS Diakonie-Entwicklung – ein Weiterbildungsangebot zur Stärkung der diakonischen Kirche» eine diakoniewissenschaftliche Reflexion voraus, in welcher er vom «Relevanzverlust kirchlicher Verkündigung» ausgeht und postuliert, dass insbesondere das diakonische Wirken geeignet und in der Lage ist, «kirchliche Glaubwürdigkeit in einer säkularen Gesellschaft» zu bewahren und durch die Öffnung der Kirche zu dem Menschen «dem kirchlichen Leben Impulse zu ermöglichen». D.h. durch die «zentrifugale Bewegung» soll die Kirche als Institution neu...

\"Der letzte Herbst ist da!\"

Christoph Sigrist
Christoph Sigrist legt in seinem Beitrag «Der letzte Herbst ist da!» als Rahmengeschichte eine eigene Seelsorgeerfahrung in der Begleitung einer schwer kranken Person zugrunde. Darauf aufbauend entwickelt er ein Modell von Kirchgemeinden als «sorgenden Gemeinschaften», das auf der soziologischen Beobachtung von sogenannten «Unschärferelationen» bzw. «offenen Sphären» basiert. Diese Unschärfen existieren dadurch, dass «die Kirchgemeinde als geografische Grösse und die Gemeinde als theologische Bestimmung […] angesichts der plural gewordenen Gesellschaft unscharf geworden» sind und Kirchgemeinden entsprechend...

Das dritte Mandat der Sozialen Arbeit («Menschenrechtsprofession»): Humanistische und theologische Begründungen, Übereinstimmungen und Spannungsfelder in der Praxis

Paul Kleiner
Paul Kleiner wehrt sich in seinem Beitrag «Das dritte Mandat der Sozialen Arbeit (‹Menschenrechtsprofession›): Humanistische und theologische Begründungen, Übereinstimmungen und Spannungsfelder in der Praxis» gegen die häufige Tendenz zur «Verobjektivierung» der Menschenrechte als «ständiger und letzter Bezugspunkt für Werte und Orientierung, Ethik und Handeln in der Sozialen Arbeit», deren Beachtung sozialen Handeln erst professionell mache. Vielmehr gelte es zu bedenken, dass eine Universalität der Menschenrechte «nicht einfach vorausgesetzt werden» könne, diese seien stets «eingebettet in...

Social et protestant? Une alliance de valeurs et de compétences face à de nouveaux défis

Hélène Küng
Hélène Küng führt in ihrem Beitrag «Social et protestant? Une alliance de valeurs et de compétences face à de nouveaux défis» aus, welche doppelte Erfahrung sie als Direktorin eines Centre Social Protestant (CSP) gemacht hatte: Zum Einen seien die CSP aufgrund ihrer Arbeit und Expertise anerkannt und geschätzt, zum Anderen habe jedoch die Verbindung von «social» und «protestant» Fragen ausgelöst oder gar Verwirrung gestiftet: Wenn sich auch die kirchliche soziale Arbeit als eine auf der...

7. Deutsch-Japanische Kirchenkonsultation: Tokio, 22.-29. April 2016

Christoph Weber-Berg
Christoph Weber-Berg berichtet in seinem Beitrag von seinen Erfahrungen aus der Deutsch-Japanischen Kirchenkonsultation, die vom 22. bis 29. April 2016 in Tokio und Umgebung stattfand. Die Konsultation findet alle drei bis sechs Jahre statt, diesmal erstmals mit Schweizer Beteiligung. Sie stand unter dem Titel «Diakonie und Reformation».Der Austausch zwischen den der deutsch/schweizerischen Delegation mit den Gastgeberinnen und Gastgebern aus den protestantischen Kirchen Japans fand anhand von Empfängen, Konferenzen, Exkursionen und Gemeindebesuchen statt, über welche Weber-Berg...

Urbane Diakonie

Christoph Sigrist
Christoph Sigrist stellt in seinem Beitrag «Urbane Diakonie» die Eckwerte eines neuen diakoniewissenschaftlichen Projekts dar: Ausgehend von der Beobachtung, wonach «in städtischen Quartieren aufgrund der je eigenen Bevölkerungsstruktur, der Gentrifizierung und einer voranschreitenden nachbarschaftlichen Distanzierung zunehmend menschliche Nöte und Bedürfnisse bestehen, die bislang noch nicht ausreichend in den Fokus der Öffentlichkeit geraten sind», soll das Projekt «Urbane Diakonie» in «Stadtquartieren soziale Prozesse initiieren, begleiten und unterstützen, in denen Bewohnerinnen und Bewohner ermutigt werden, sich […]...

Der alte Mensch zwischen Würdeanspruch und latenter Entwürdigung

Heinz Rüegger
Heinz Rüegger konstatiert in seinem Beitrag «Der alte Mensch zwischen Würdeanspruch und latenter Entwürdigung»: «Mit dem Altern haben wir ein Problem.» Er verweist damit auf die widersprüchliche Haltung in Teilen der Gesellschaft, wonach eine Verlängerung der persönlichen Lebensspanne gewünscht und gefordert, zugleich aber ein «Kampf gegen das Altwerden im biologischen Sinne körperlicher und geistiger Veränderungen» geführt werde.Rüegger verbindet diesen beobachteten Kampf gegen bzw. die Angst vor dem Älterwerden mit einem veränderten Würdeverständnis: Während eine klassische...

De la crise de la diaconie à la diaconie de la crise : quelques pistes pour l'avenir

Pierre De Salis
Pierre de Salis stellt sich in seinem Beitrag «De la crise de la diaconie à la diaconie de la crise» der Aufgabe einer generellen Positionsbestimmung der Diakonie in den Kirchen. Aus einer persönlichen Doppelperspektive – zum Einen als Verantwortlicher für die Diacre-Ausbildung in der Romandie sowie zum Anderen als theologischer Wissenschaftler und Doktorand – geht er aus von der bekannten Rede, die Kirche sei in der Krise und müsse sich neu erfinden («l'Église doit se...

Streiflichter Urbaner Diakonie

Christoph Sigrist
Christoph Sigrist hat im Herbst 2016 anlässlich eines mehrmonatigen Studienurlaubs zahlreiche diakonische Gemeinden und Projekte in verschiedenen urbanen Kontexten auf drei Kontinenten besucht. Anreiz für seine Forschungen in den Städten und Grossstädten bildete die in der Wissenschaft gemachte Beobachtung, wonach die stattfindende Urbanisierung – verstanden als «eine umfassende Transformation der Gesellschaft» bzw. eine «industrielle Organisation der Gesellschaft» – eine spezifisch auf urbane Räume ausgerichtete Diakonie notwendig mache, in der «gemeinsam und füreinander Wege zu einer...

Einleitung

Einleitung

Offen für alle – Offenheit für alle? Das Beispiel der Vesperkirchen-Bewegung als Herausforderung diversitätssensibler Gemeinde- und Kirchenentwicklung

Thomas Schlag erörtert in seinem Beitrag «Offen für alle – Offenheit für alle? Das Beispiel der Vesperkirchen-Bewegung als Herausforderung diversitätssensibler Gemeinde- und Kirchenentwicklung» die Frage, inwiefern die Bewegung der Vesperkirchen als «programmatisch-kreativer Ansatz einer kirchlichen Diversitätskultur angesehen» werden kann.Die Frage nach der «Zugänglichkeit von bzw. zur Kirche durch Personen unterschiedlichster Herkunft und Milieus» ist gemäss Schlag in den vergangenen Jahren – insbesondere durch verschiedene Mitgliedschafts- und Milieustudien – zwar intensiv bearbeitet worden, jedoch wurden diese...

Diakonie und christliche Unternehmer – Europa früher und China heute

Christoph Stückelberger zeichnet in seinem Beitrag «Diakonie und christliche Unternehmer – Europa früher und China heute» nach, wie im christlichen Unternehmertum seit der Zeit der Industrialisierung in Europa «Glaube und Arbeit sowie Glaube und soziale Verantwortung» verbunden wurden. Er unterscheidet ab dem Ende des 19. Jahrhunderts vier Entwicklungsschritte und beschreibt diese wie folgt: Die Phase einer ersten Generation um die Jahrhundertwende bis zur Jahrhundertmitte bestand in der Gründung von regionalen oder nationalen Unternehmerverbänden, wobei die...

Kirchen für Menschen

Matthias Krieg
Matthias Krieg entwirft in seinem Beitrag mit dem programmatischen Titel «Kirchen für Menschen» anhand von zehn Thesen eine Kriteriologie für die Nutzung von reformierten Kirchenbauten. In Zentrum seiner Überlegungen steht die Überzeugung, dass die Kirchenbauten zu keinem Zeitpunkt ein «artifizieller Selbstzweck» – im Sinne einer «art pour l'art» – sein können, sondern stets ausgerichtet sein müssen auf die Anforderungen der konkret vorfindlichen Lebensgemeinschaft, der Gemeinde. Anhand verschiedener historischer Streiflichter, die bis in die römische Antike...

Zukunftsfähige Konfirmationsarbeit? Nur mit diakonischer Praxis!

Thomas Schlag
Thomas Schlag fragt in seinem Beitrag «Zukunftsfähige Konfirmandenarbeit? Nur mit diakonischer Praxis!», wie das Verhältnis von Konfirmandenarbeit und Kirche theologisch und pädagogisch verantwortet bestimmt werden kann. Aus europaweiten Studien ist ihm bekannt, dass Konfirmandenarbeit in ihren unterschiedlichen Ausprägungen je durch unterschiedliche (theologische, pädagogische, rituelle, personal-existentielle und gesellschaftspolitische) Dimensionen geprägt sind; diese unterschiedlichen Dimensionen führen gemäss Schlag «nicht nur zu unterschiedlichen Profilen der Konfirmationsarbeit, sondern auch zu, […] unterschiedlichen Typen der Verhältnisbestimmung von Konfirmandenunterricht und der...

Einblicke in den europäischen Diakonie-Dachverband Eurodiaconia

Roland Luzi
Roland Luzi pflegt seit mehreren Jahren Beziehungen zum europäischen Diakonie-Dachverband Eurodiaconia und berichtet in seinem Beitrag «Einblicke in den europäischen Diakonie-Dachverband Eurodiaconia» von dessen unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten im Berichtsjahr. Aus dem vielfältigen Wirken, das rund 50 Mitgliedsorganisationen in 32 Ländern des europäischen Kontinents umfasst, hebt er drei Aspekte hervor: - Die jährliche Generalversammlung stand im Zeichen eines angemessenen Umgangs mit «Fake News». Der Dachverband hielt fest, dass mediale Desinformation nicht allein die politischen Institutionen betreffe, sondern...

Umbrüche in der Diakonielandschaft: Von der «Motion Diakonie» zur neuen Konferenz «Diakonie Schweiz»

Simon Hofstetter
Simon Hofstetter beschreibt in seinem Beitrag «Umbrüche in der Diakonielandschaft: Von der ‹Motion Diakonie› zur neuen Konferenz ‹Diakonie Schweiz›» den Restrukturierungsprozess der vergangenen Jahre in der nationalen Diakonielandschaft. Den Ausgangspunkt hierfür bildete die zunehmende Unübersichtlichkeit in der Anzahl und Ausrichtung der nationalen Diakonieorganisationen – selbst für diakonische Leitungspersonen aus Kantonalkirchen war mehr und mehr unklar, welche Organisation in wessen Auftrag welche Aufgaben wahrnimmt. Die reformierten Kantonalkirchen haben deshalb den Kirchenbund im Jahr 2011 beauftragt, eine...

Pflegende Angehörige als neue Herausforderung für die kirchliche Diakonie

Simon Hofstetter
In seinem Beitrag «Pflegende Angehörige als neue Herausforderung für die kirchliche Diakonie» fasst Simon Hofstetter die Ergebnisse seiner Dissertation mit dem Titel «Das Unsichtbare sichtbar machen. Pflegende Angehörige als Herausforderung für den diakonischen Auftrag der Kirchen» zusammen. Er geht darin davon aus, dass pflegende Angehörige von betagten Menschen für die Gesellschaft unersetzbare Dienste leisteten, die jedoch noch viel zu wenig wahrgenommen und wertgeschätzt würden. Weder kommen sie mit ihren Anliegen in öffentlichen Debatten zu Wort,...

Einführung

Simon Hofstetter
Einführung

Keiner stirbt für sich allein - Sorgende Gemeinde im Quartier

Cornelia Coenen-Marx
Cornelia Coenen-Marx stellt in ihrem Beitrag «Keiner stirbt für sich allein – Sorgende Gemeinschaften im Quartier» fest, dass das Sterben in unserer Gesellschaft immer noch als Tabu behandelt wird, dies trotz der 35-jährigen Geschichte der Hospizbewegung und trotz der sich seit 20 Jahren im Aufbau befindlichen Palliativversorgung. Nach wie vor seien Hochbetagte, Demente und Pflegebedürftige «von zunehmender Exklusion betroffen» und bräuchten «Unterstützung, um auch weiterhin Teil der Gemeinschaft zu bleiben». Coenen-Marx beobachtet: «Mit der Entdeckung...

Eine kritische Würdigung des Begriffs «Partnerschaft» im Kontext der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit

Magdalena Daum
Magalena Daum hat im Jahr 2015 eine Masterarbeit zum Thema «Mission und Diakonie im Leben von Marie-Claire Barth» verfasst und darin das Verhältnis von Mission und Diakonie im Kontext der ökumenischen Partnerschaft – insbesondere anhand des Wirkens von Marie-Claire Barth – beleuchtet. Die Thematik bearbeitet sie nun in einem diakoniewissenschaftlichen Promotionsprojekt weiter.Der vorliegende Bericht basiert auf den Ergebnissen der Masterarbeit von Magdalena Daum. Auf der Basis einer historischen Rückblende zur Verwendung des Begriffs «Partnerschaft» im...

Du bist mir nicht egal

Dörte Gebhard
Dörte Gebhard geht in ihrem Beitrag «Du bist mir nicht egal. Kirchgemeinden als Caring communities» von einer bedeutenden «Irritationsqualität» des Begriffs der «Sorge» aus: Der Begriff steht einer zunehmenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche – auch des Helfens – entgegen, die dazu führt, dass auch in der Diakonie zuweilen «an die Stelle theologischer Steuerung […] immer stärker eine managementförmige Steuerung» tritt. Als Gegenhorizont zu einer durchrationalisierten und leistungsorientierten Welt diene der Begriff der Sorge dazu, das Sorgehandeln...

Bedeutung von Selbstbestimmung aus christlicher Sicht – im Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft

In seinem Beitrag «Bedeutung von Selbstbestimmung aus christlicher Sicht – im Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft» legt Paul Kleiner ein anthropologisches Verständnis zugrunde, wonach sich das Selbst «auf zwei unterschiedliche Pole» beziehe: «Das Selbst als Kern des einzelnen Menschen bzw. das Selbst als Produkt der Interaktion des einzelnen Menschen mit seiner materiellen, sozialen und kulturellen Umwelt. In diesem Spannungsfeld erfahren sich Menschen und wird das Selbst verortet».Er unterzieht klassische Grundlagen der Sozialen Arbeit – etwa...

Diakonie und 500 Jahre Reformation in Zürich

Christoph Sigrist fragt in seinem Beitrag «Diakonie und 500 Jahre Reformation in Zürich», wie heute «das reformatorische Erbe mit Blick auf den diakonischen Auftrag von Kirchen und Werken fruchtbar und zukunftsgerichtet, zielführend und nachhaltig zu verstehen ist».Sigrist bezieht sich in seinen reformationsgeschichtlichen Ausführungen vorwiegend auf die Situation Zwinglis in Zürich und schildert die dort erfolgte «Übertragung der sozialen Verantwortung der Wohlfahrt und Bekämpfung der Armut an den Staat und verschiedene gesellschaftliche Akteure» und die damit...

Ein neuer Berufseinstieg in das sozialdiakonische Amt: «Gemeindeanimation HF»

Stephan Schranz
Stephan Schranz berichtet in seinem Beitrag «Ein neuer Berufseinstieg in das sozialdiakonische Amt: ‹Gemeindeanimation HF›» über die Entstehung und die Inhalte des neuen Ausbildungsgangs zur Gemeindeanimatorin HF / zum Gemeindeanimator HF: Nach einer über zehnjährigen Planungs- und Konzeptionierungsphase haben es Vertreterinnen und Vertreter des Landeskirchen gemeinsam mit kirchlichen und sozialen Ausbildungsorganisationen erreicht, dass die Ausbildung zur Gemeindeanimatorin HF / zum Gemeindeanimator HF offiziell anerkannt wurde und nun im Herbst 2016 mit einem ersten Ausbildungsgang starten...

Registration Year

  • 2019
    11
  • 2018
    11
  • 2017
    15

Resource Types

  • Text
    37