50 Works

Palliative Care – Hintergründe, Ansätze und Herausforderungen

Elke Steudter
Der folgende Beitrag führt im Überblick in die Palliative Care ein und zeigt die zentralen Konzepte der auf die Lebensqualität von schwerkranken und sterbenden Menschen fokussierten Ausrichtung innerhalb des Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesens. Die Ausführungen basieren auf der Vorlesung «Palliative Care – Möglichkeiten und Grenzen» im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Sterben und Tod», die im Frühjahr 2016 im Departement für Sozialwissenschaften an der Universität Fribourg durchgeführt wurde. Die Ausführungen stellen neben den historischen und gesellschaftlichen Hintergründen...

The Cuban revolution of 1959 – legitimating an ongoing revolutionary process

Nina Jany

Routine Workers in an Increasingly Automated World of Work: Evidence from Switzerland

(:Unav)
This paper explores the distributional consequences of technological change on midskilled routine workers in Switzerland in three steps: (1) The first part studies aggregate trends in the labor market and confirms the pattern of an eroding middle: The disadvantages of technological progress are concentrated on routine workers whose share in the labor force has drastically declined over time. (2) In order to better understand the economic conditions associated with this overall pattern, the second part...

The Pathway to Defection from Extremist Groups – Confronting the Disengagement Process of a Jihadi Foreign Fighter and a Right-Wing Extremist

(:Unav)
The aim of our article is to analyse the disengagement process of a Swiss returnee from Syria and the emergence of dissonances during his involvement with the Islamic State (IS) and to compare this evolution to the pathway of a right-wing extremist willing to leave the violent extremist group Blood & Honour. Although the contexts of these extremist groups are very different, a number of elements – as the ideology based on hate, the groups’...

Big Data-Revolution, Überwachung und soziale Medien: Gefahr für die Demokratie?

Martin Kahl
Unternehmen, Sicherheitsbehörden und politische Organisationen sammeln und verwerten eine Unmenge persönlicher Daten zur Verbesserung von Verhaltensprog-nosen und zur Verhaltenssteuerung. Setzt man diese Entwicklung mit Kernelemen-ten demokratischer Willensbildung wie der autonomen Meinungsbildung, der selbstbestimmten Grenzziehung zwischen Privatheit und Öffentlichkeit und der Vermittlungsaufgabe öffentlicher Medien in Beziehung, so werden an vielen Stellen tiefgreifende Veränderungen und Probleme deutlich. Die gesellschaftlichen und poli-tischen Folgen der massenhaften Erhebung und Auswertung persönlicher Daten sind aus demokratietheoretischer Perspektive jedoch erst in Ansätzen...

Der Weg zur Suffizienz - Eine qualitative Studie über suffizient orientierte Lebensführungen in der Schweiz

Carima Grunder, Tina Reisinger & Ronja Ackermann
Der vorliegende Beitrag stützt sich auf die Ergebnisse einer qualitativen Forschungs-arbeit über suffizient orientierte Lebensführungen in der Schweiz. Diese wurde im Rahmen eines zweijährigen Forschungspraktikums des Studienbereichs Soziologie, Sozialarbeit und Sozialpolitik der Universität Fribourg als Bachelorarbeit geschrie-ben. Die Studie befasst sich mit suffizient orientierten Menschen aus der Deutsch-schweiz. Anhand von 16 halbstrukturierten Leitfadeninterviews wurde den Fragen nachgegangen, wie suffizient orientierte Lebensführungen aussehen, wie diese ent-standen sind, und welche Chancen sowie Herausforderungen suffizient orientierte Lebensführungen mit...

Editorial - Arbeitszeitentwicklungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

(:Unav)
Editorial des Schwerpunktheftes "Arbeitszeitentwicklungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Suizidbeihilfe in der Schweiz

Anita Kovacevic & Christine Bartsch
Direkte aktive Sterbehilfe, auch Euthanasie genannt, bezeichnet die von einem Patienten gewünschte Tötung zur Verkürzung seiner Leidensdauer und ist in den meisten Ländern der Erde gesetzlich verboten, so auch in der Schweiz. Die durch Artikel 115 des Strafgesetzbuchs (StGB) legitimierte Beihilfe zum Suizid ist demgegenüber ein Vorgang, bei dem die sterbewillige Person durch die Bereitstellung einer tödlichen Medikamentendosis, die sie selbständig aufnehmen muss, von Dritten unterstützt wird. Diese Assistenz muss allerdings frei von selbstsüchtigen Beweggründen...

The Politics of Health Care Reforms in Kenya and their Failure

Daniel Künzler
The current literature on the politics of social policy has two major shortcomings: health care reforms are undertheoretized and research on Anglophone Africa tends to neglect health reforms. To tackle this, a case study on Kenya presents (failed) re-forms such as universal or categorical free health care or the introduction of health insurance and the expansion of its coverage. The case study clearly shows that there is no single theoretical explanation of social policy reforms...

The “socialist revolution” in the Seychelles

Daniel Künzler
After the “socialist revolution” in 1977, the Seychelles introduced a universal social pension, free education and free health care. This path of the Seychelles to universal social policies is unique in several regards. On the one hand, the policies were financed by economic growth triggered by a non-dogmatic economic policy that focused on three partly state-led, partly privately driven key sectors. Especially important were services (tourism, finance) that replaced the colonial plantation economy. On the...

Editorial - Erosion of the Middle Class?

(:Unav)
Editorial des Schwerpunktheftes "Erosion of the Middle Class"

Editorial: Vielfalt der Arbeitszeiten

Johannes Gärtner, Sylvia Rabstein, Sebastian Schief, Céline Vetter & Anna Arlinghaus
Editorial zum Schwerpunktheft "Vielfalt der Arbeitszeiten"

Beziehungen zwischen Diesseits und Jenseits – Vom Sozialcharakter des Todes in religiös-kulturellen Traditionen und der Moderne

Birgit Heller
In den religiösen Traditionen ist der Tod ein Übergangsphänomen: Nicht Leben und Tod stehen sich gegenüber, sondern Geburt und Tod. Das Leben geht auch nach dem Tod weiter. Die verschiedenen Jenseitsvorstellungen machen deutlich, dass Menschen zwar das Schicksal der Sterblichkeit teilen, der Tod aber durchaus nicht alle Menschen gleich macht. Die Art des Weiterlebens ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Auch die sozialen Beziehungen werden durch den Tod nicht zwangsläufig beendet. Diesseits und Jenseits sind nicht...

Der Tod ist kein Zufall: Ungleiche Lebenszeitchancen als Herausforderung für die Sozialpolitik

Michael Nollert
Menschen sind vor dem Tod ungleich, und zwar nicht nur hinsichtlich sozialem Status, sondern auch im Hinblick auf ihre Lebenszeitchancen. Menschen mit geringen Lebenschancen verfügen über weniger Bildung, Einkommen, Vermögen und sterben früher als Menschen mit grösserer Ressourcenausstattung. Dieser Zusammenhang lässt sich sowohl global als auch innerhalb von reichen Ländern wie etwa der Schweiz nachweisen. Der vorliegende Beitrag gibt zunächst einen Überblick über die Ursachen ungleicher Lebenszeitchancen. Danach folgt ein Überblick über ausgewählte empirische Analysen....

Contested claims to social welfare: Basic income grants in Namibia

Sabine Klocke-Daffa
In many parts of the world, income transfers to underprivileged groups have long been part of social welfare programmes. However, the conditionality of such grants has recently been challenged on a global scale, arguing that income grants should serve as a mechanism to redistribute national resources rather than filling the social gap, and be conceded to all members of the population. The only country that tested this kind of social policy is Namibia with its...

Household Wellbeing and Health in Two Types of Welfare Regimes - A Comparison of (Lower-) Middle Income Households in Chile and Costa Rica

Monica Budowski & William Daniel Vera
Chile and Costa Rica’s health care systems fare well regarding health indicators. They vary corresponding to their welfare regimes: liberal-informal and social-democratic-informal. We compare how households in precarious prosperity, which are particularly dependent on institutional arrangements, deal with health. We ask: to what extent do health care systems, visible in household strategies, affect wellbeing; do health problems spill over to other life domains? Data consist of qualitative interviews with the same households in 2008, 2009...

Ergonomisch gestaltetes 3-Schichtsystem mit Nachtschichtreduktion für alle Beschäftigten

Corinna Jaeger
Nacht- und Schichtarbeit stellt eine besondere Belastung und Beanspruchung dar. Gemäß arbeitswissenschaftlicher Empfehlungen sollte die Phase des Arbeitens und Ruhens gegen den biologischen Schlaf-Wach-Rhythmus möglichst kurz sein. Präven-tiv hat ein Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie die Nachtschichten für alle betroffenen Mitarbeiter reduziert, das flexible Schichtsystem auf kurz vorwärts rotierend umgestellt und gleicht Mehrbelastung durch Freizeit aus.

Kinderbetreuung im Cono Sur - Die Fälle Chile und Uruguay

Carina De La Barra & William Daniel Vera
Care-Arbeit für betreuungsbedürftige Personen spielt im Prozess der sozialen Reproduktion eine zentrale Rolle. Diese Betreuungsarbeit wird weltweit vor allem von Familien und insbesondere von Frauen geleistet, wobei Lateinamerika keine Ausnahme darstellt. In den letzten Jahren haben jedoch viele Regierungen in der Region politische Massnahmen entwickelt, um diese Bedürfnisse seitens der öffentlichen Politik zu begegnen. Der Artikel vergleicht jüngere Reformen und Politiken im Bereich der Betreuung von Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren der...

Verunsicherung in den Mittelschichten? Konzeptionelle und methodische Erwägungen sowie empirische Befunde zur aktuellen Entwicklung in Deutschland

(:Unav)
Der Beitrag gibt einen Überblick über die Debatte zunehmender Statusverunsiche-rungen in den (deutschen) Mittelschichten. Ein Fokus liegt auf der Präsentation ei-gener quantitativer und qualitativer Befunde und den damit verbundenen methodi-schen Herausforderungen (z.B. der Operationalisierung). Quantitative Befunde zei-gen, dass geäußerte ökonomische Sorgen rückläufig sind. Zugleich weisen qualitative Befunde darauf hin, dass 1) eine als unsicher empfundene Erwerbssituation nicht zwingend damit einhergeht, diese Unsicherheit prinzipiell als Bedrohung zu deuten. Andererseits können 2) Irritationen bestehen, ohne dass Sorgen...

Editorial: Revolution?!

Daniel: Schief Künzler
Editorial zum Schwerpunktheft "Revolution?!"

A social revolution in the name of a religion? The Islamic Revolution of 1978/79 in Iran

Amir Sheikhzadegan
The year 1979 witnessed an event that was to impact the world for decades to come. The Western-friendly monarchic regime of Iran that had pushed through a rapid modernization program by leaning on a repressive security apparatus was toppled by a nationwide protest movement and replaced by an Islamist regime. This study delivers, from a historical sociological perspective, an analysis of the major factors that led to this major transformation of Iranian society. The focus...

Varieties and drivers of social welfare in sub-Saharan Africa: A critical assessment of current research

Daniel Künzler & Michael Nollert
How can we conceptually grasp social policies on the macro level in sub-Saharan Africa? Decommodification and defamilialisation, two key concepts of Esping-Andersen’s seminal typology, are not very helpful to distinguish welfare regimes in sub-Saharan Africa. Moreover, typologies that have been developed for the Global South hardly consider social stratification. In conclusion, there is no typology including African states that covers all relevant dimensions of welfare and includes education, agricultural, and housing policies. There is also...

Teilzeit und Lebensarbeitszeit – Bausteine bedarfsorientierter, flexibler Arbeitszeitmodelle

(:Unav)
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass sich viele Beschäftigte eine Reduzierung ihrer wöchentlichen Arbeitszeit wünschen. Die Sorge vor Einkommensverlusten und Vorbehalte bei den Arbeitgebern sind wesentliche Hürden für die Realisierung dieser Arbeitszeitwünsche. Dieser Beitrag beschreibt diese Hürden und zeigt auf, dass Arbeitgeber häufiger als vermutet ein eigenes wirtschaftliches Interesse an Teilzeitbeschäftigung haben müssten. Dies gilt besonders dann, wenn es darauf ankommt, Arbeitszeiten an einen unregelmäßigen Bedarfsverlauf anzupassen. Schließlich wird dargestellt, dass Teilzeit auch in Schichtpläne integriert und...

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