12 Works

Beziehungen zwischen Diesseits und Jenseits – Vom Sozialcharakter des Todes in religiös-kulturellen Traditionen und der Moderne

(:Unav)
In den religiösen Traditionen ist der Tod ein Übergangsphänomen: Nicht Leben und Tod stehen sich gegenüber, sondern Geburt und Tod. Das Leben geht auch nach dem Tod weiter. Die verschiedenen Jenseitsvorstellungen machen deutlich, dass Menschen zwar das Schicksal der Sterblichkeit teilen, der Tod aber durchaus nicht alle Menschen gleich macht. Die Art des Weiterlebens ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Auch die sozialen Beziehungen werden durch den Tod nicht zwangsläufig beendet. Diesseits und Jenseits sind nicht...

Polizeiarbeit zwischen Kontrolle und Fürsorge

(:Unav)
Polizeiarbeit steht im Spannungsfeld zwischen dem Ausüben von sozialer Kontrolle und dem sich Kümmern um vulnerable Personen. Hierbei arbeitet die Polizei Hand in Hand mit weiteren Akteuren aus dem privaten und öffentlichen Bereich. Daneben steht die Polizei im Fokus der Öffentlichkeit und ihre Arbeit, z.B. in Form von Personenkontrollen, wird von der Gesellschaft vermehrt kritisch beäugt. Rund um solche Themen wurde am 22. März 2017 eine Tagung an der Universität Fribourg organisiert. Die Referentinnen und...

Liberale Demokratien und der Zwang zum Dienst an der Waffe

(:Unav)
In Bezug auf den Zwangsdienst von (zumeist) Männern im Militär einer liberalen Demokratie existiert eine Konfliktlinie zwischen einerseits der Interpretation, dass der Staat in liberalen Gesellschaften den Bürger und die Bürgerin nicht zu Zwangsdiensten jeglicher Art zwingen könne, weil dies ein unbilliger Eingriff in die Freiheit des Citoyens sei. Andererseits verteidigen die Befürworterinnen und Befürworter des Zwangsdienstes diesen mit Verweis auf die Notwendigkeit der Verteidigung liberaler Gesellschaften. Es gäbe dementsprechend einen individuellen Zwang, der sich...

Editorial: Sterben und Tod

(:Unav)
Editorial zum Schwerpunktheft "Sterben und Tod"

Suizidbeihilfe in der Schweiz

(:Unav)
Direkte aktive Sterbehilfe, auch Euthanasie genannt, bezeichnet die von einem Patienten gewünschte Tötung zur Verkürzung seiner Leidensdauer und ist in den meisten Ländern der Erde gesetzlich verboten, so auch in der Schweiz. Die durch Artikel 115 des Strafgesetzbuchs (StGB) legitimierte Beihilfe zum Suizid ist demgegenüber ein Vorgang, bei dem die sterbewillige Person durch die Bereitstellung einer tödlichen Medikamentendosis, die sie selbständig aufnehmen muss, von Dritten unterstützt wird. Diese Assistenz muss allerdings frei von selbstsüchtigen Beweggründen...

Der Tod ist kein Zufall: Ungleiche Lebenszeitchancen als Herausforderung für die Sozialpolitik

(:Unav)
Menschen sind vor dem Tod ungleich, und zwar nicht nur hinsichtlich sozialem Status, sondern auch im Hinblick auf ihre Lebenszeitchancen. Menschen mit geringen Lebenschancen verfügen über weniger Bildung, Einkommen, Vermögen und sterben früher als Menschen mit grösserer Ressourcenausstattung. Dieser Zusammenhang lässt sich sowohl global als auch innerhalb von reichen Ländern wie etwa der Schweiz nachweisen. Der vorliegende Beitrag gibt zunächst einen Überblick über die Ursachen ungleicher Lebenszeitchancen. Danach folgt ein Überblick über ausgewählte empirische Analysen....

Contested claims to social welfare: Basic income grants in Namibia

(:Unav)
In many parts of the world, income transfers to underprivileged groups have long been part of social welfare programmes. However, the conditionality of such grants has recently been challenged on a global scale, arguing that income grants should serve as a mechanism to redistribute national resources rather than filling the social gap, and be conceded to all members of the population. The only country that tested this kind of social policy is Namibia with its...

Varieties and drivers of social welfare in sub-Saharan Africa: A critical assessment of current research

(:Unav)
How can we conceptually grasp social policies on the macro level in sub-Saharan Africa? Decommodification and defamilialisation, two key concepts of Esping-Andersen’s seminal typology, are not very helpful to distinguish welfare regimes in sub-Saharan Africa. Moreover, typologies that have been developed for the Global South hardly consider social stratification. In conclusion, there is no typology including African states that covers all relevant dimensions of welfare and includes education, agricultural, and housing policies. There is also...

Palliative Care – Hintergründe, Ansätze und Herausforderungen

(:Unav)
Der folgende Beitrag führt im Überblick in die Palliative Care ein und zeigt die zentralen Konzepte der auf die Lebensqualität von schwerkranken und sterbenden Menschen fokussierten Ausrichtung innerhalb des Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesens. Die Ausführungen basieren auf der Vorlesung «Palliative Care – Möglichkeiten und Grenzen» im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Sterben und Tod», die im Frühjahr 2016 im Departement für Sozialwissenschaften an der Universität Fribourg durchgeführt wurde. Die Ausführungen stellen neben den historischen und gesellschaftlichen Hintergründen...

The discourse of dependency and the agrarian roots of welfare doctrines in Africa: The case of Botswana

Jeremy Seekings
Political elites across much of Africa have criticized welfare programmes and the idea of a welfare state for fostering dependency. Anxiety over dependency is not unique to East or Southern Africa, but the discourse of dependency in countries such as Botswana differs in important respects to the discourses of dependency articulated in some industrialised societies (notably the USA). This paper examines African discourses of dependency through a case-study of Botswana. The paper races the genealogy...

Rezension

Christoph Tschanz
Bonvin, Jean-Michel und Stephan Dahmen (Hg.) (2017). Reformieren durch Investieren? Chancen und Grenzen des Sozialinvestitionsstaats in der Schweiz. Investir dans la protection social – atouts et limites pour la Suisse. Zürich: Seismo Verlag. 144 Seiten, SFr. 28 / € 26.

Das türkische Welfare-Regime unter der AKP: vom konservativen südeuropäischen zum muslimischen Typus?

Noemi Trucco
In der Republik Türkei hat sich aufgrund zweier historischer Besonderheiten, einem rigiden Laizismus und sehr starken staatlichen Strukturen, ein stark fragmentierter, hierarchischer und korporatistischer Sozialstaat etabliert, welcher der Familie eine wichtige Rolle innerhalb der sozialen Wohlfahrt zuweist. Mit der verstärkten Einbindung der Türkei in die globale Marktwirtschaft in den 1980er Jahren entstanden neue Formen von Armut und die Finanzierung des Sozialstaats kam immer stärker unter Druck. Die islamisch-konservative AKP (Adalet ve Kalkınma Partisi), die seit...

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