100 Works

Niemand hat die Absicht, einen Aufsatz zu zensieren

Stefan Maneval
Am Beispiel der Berliner Ausstellung „Roads of Arabia. Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien“ (Musuem für Islamische Kunst, Frühjahr 2012) diskutiert dieser Essay die Verbindung von archäologischer Wissensvermittlung mit politischen Zielen. Ausgehend von der Zensur eines Aufsatzes für den Ausstellungskatalog durch die saudische Generalbehörde für Tourismus und Altertümer erörtere ich, inwiefern die Ausstellung einen Beitrag zum Machterhalt des saudischen Königshauses lieferte. Der Essay nimmt Bezug auf öffentliche Debatten über die Zusammenarbeit deutscher Kulturinstitutionen mit autoritären Staaten und...

ZeitSpurenSuchen. Eine Einleitung

Kerstin P. Hofmann & Sabine Reinhold
Forum Kritische Archäologie

Dis-entangling entanglement: a response to my critics

Ian Hodder
Forum Kritische Archäologie

Krieg(s)|spiele(n)

Stefanie Samida
Forum Kritische Archäologie

Eine Replik auf Bertram Haudes Essay „Krieg als Hobby?“

Wolfgang Hochbruck
Forum Kritische Archäologie

Tagungsbericht: \"Verborgen, unsichtbar, unlesbar\" – zur Problematik restringierter Schriftpräsenz

Wilfried E. Keil & Tobias Frese
MTC-Blog

Ursachen, Formen und Konsequenzen des Erzählens in der Prähistorischen Archäologie: eine Synthese der deutschsprachigen Theoriedebatte

Jan Johannes Miera
Im Fokus des Artikels steht das Erzählen von Vergangenheiten in der deutschsprachigen Prähistorischen Archäologie. Ausgehend von theoretischen Überlegungen über das Aussagepotenzial prähistorischer Quellen werden vier Thesen zu den erkenntnistheoretischen Grundlagen des Faches formuliert: (i) archäologische Quellen sind nicht selbstevident, (ii) archäologische Quellen sind fragmentarisch, (iii) eine Rekonstruktion prähistorischer Lebenswirklichkeiten ist nicht möglich, da prähistorische Gesellschaften nur aus einer etischen Perspektive betrachtet werden können, (iv) Vergangenheit ist ein Teil der Gegenwart und kann nicht losgelöst von...

Subalterne Räume: Versuch einer Übersicht

Reinhard Bernbeck & Vera Egbers

Zeit, Erinnerung und Geschichte

Ulrike Sommer
Zeitmessung beruht auf kosmischen Ereignissen, Zeitwahrnehmung kann auch über biologische Veränderungen erfolgen. Die Kontrolle der Zeitmessung ist mit politischer und wirtschaftlicher Macht verbunden. Ob und inwieweit Zeitwahrnehmung gesellschaftlich bedingt ist (lineare vs. zyklische Zeit), ist umstritten. Zeitmessung und Zeitverlaufsvorstellungen sollten hier auseinandergehalten werden. In bestimmten Gesellschaften wird die Erinnerung an die Vergangenheit organisiert und institutionalisiert, zum Beispiel als Geschichtsschreibung. Im zweiten Teil des Artikels diskutiere ich die Verbindung von Artefakten/Monumenten, kollektiver Erinnerung und Geschichtsbewußtsein, sowie...

Archäologie als Zeitmaschine: Zur Temporalisierung von Dingen

Undine Stabrey
Wissenschaftlich Neues und gesellschaftlicher Wandel wechselwirken. Die Gegenwart um 1800 verändert Temporalstrukturen ebenso spezifisch wie sie als neue Zeitstruktur selbst die Bildung wissenschaftlicher Erkenntnis erst hervorbringt. Die Zeitgestaltung der sich industrialisierenden Jahrzehnte um 1800 verzeitlicht alle Daseinsbereiche auf neue Weise. Gerade mehr Materialität, die Vervielfältigung und Beschleunigung von Dingen, bringt dabei neue Zeitstrukturen hervor. Das hat auch Auswirkungen auf die archäologische Forschung: Denn in diesen temporalen Konstellationen bildet die Archäologie methodologische Grundmuster, mit denen sie...

Rival Styles of Writing, Rival Styles of Practical Reasoning

Richard Fox
MTC-Blog

Gedanken zu materialer Textkultur in der Street Art

Annika Greuter
MTC-Blog

Warum Dinge zeigen? Zum Verhältnis von Grundlagenforschung und musealer Praxis.

Markus Hilgert
MTC-Blog

Obrigkeit und Untertan im denkmalpflegerischen Diskurs. Standesdenken als Barriere für eine Citizen Science?

Raimund Karl
Die primäre Aufgabe der archäologischen Denkmalpflege ist die Wahrung des „öffentlichen Interesses“ an der Archäologie. Wie sich dieses konstituiert oder wie es bestimmt werden sollte, hat sich jedoch über die letzten 200 Jahre hinweg maßgeblich geändert. In den weit stärker hierarchischen Gesellschaften Österreichs und Deutschlands vor 200 Jahren war selbstverständlich, dass „öffentliches Interesse“ von oben herab vorgeschrieben wurde: es erging entweder vom Kaiser selbst an dessen Volk (oder Völker), oder aber von der mit „besonderem...

Archäologie der Aneignung

Stefan Schreiber
Archäologie wird oft als Wissenschaft vergangener materieller Kultur verstanden. Je mehr wir aber versuchen, diese Welt der Dinge zu begreifen, desto komplizierter erscheint sie uns. Die Dinge wehren sich – sie sträuben sich gegen unsere Versuche, sie zu zähmen. Früher waren sie einfach Artefakte. Wir stellten sie her und zerbrachen sie wieder. Sie gehörten uns, waren unsere verlängerten Arme, unsere Werkzeuge, unser materialisierter Wille. Je genauer wir aber hinschauen, desto mehr verschwimmen derartige Vorstellungen. Stattdessen...

Uncomfortable, irregular, anarchist: an archaeology of repetition

Leila Papoli Yazdi, Maryam Dezhamkhooy, Omran Garazhian, Mariam Naimi & Arman Masoudi
Do historical processes have the potential of being repeated? This article presents such a possibility by studying two cases in Iran, one from the 1970s and the other from 2009. The political circumstances of contemporary Iran have posed this question: why have the political protests never truly changed the political structure? Why are we repeatedly experiencing dictatorship despite two great political movements over the last century? This article tries to reconsider this issue by interpreting...

Archäologie und die Fähigkeit des Bestrebens

Carolyn Nakamura
Forum Kritische Archäologie

Registration Year

  • 2020
    10
  • 2019
    5
  • 2018
    2
  • 2017
    2
  • 2016
    9
  • 2015
    33
  • 2014
    14
  • 2013
    3
  • 2012
    22

Resource Types

  • Text
    100