124 Works

Fast Fashion

Carolin Tewes, Ansgar Buschmann, Gerhard Schewe &
Fast Fashion wird in kürzester Zeit produziert, getragen und wieder entsorgt. Das Ziel der Studie ist die Entwicklung von Käuferclustern im Bekleidungsbereich sowie die Aufklärung und Bildung dieser. Verbraucher sollen wieder zu einem verantwortungsbewussteren Verhalten bei der Beschaffung, bei der Erhaltung und beim Recycling von Bekleidung animiert werden.

Wissenschaftsläden als Informationslotsen im Rahmen der Verbraucherbildung für nachhaltige Entwicklung

Herbert Klemisch & Cornelia Voß
Die Arbeit als Informationslotsen für Bürger/-innen und Verbraucher/-innen gehört zu den Kernaktivitäten von Wissenschaftsläden. Ihnen wird ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und methodischer Expertise beim Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Bürger zugeschrieben. Der Beitrag stellt Erfahrungen dieser Mittlertätigkeit anhand verschiedener Projekte und Methoden dar, die in der Praxis des Wissenschaftsladens Bonn Anwendung finden, um Menschen zum nachhaltigen Handeln zu bewegen.

Gesundheitsmonitoring mit Gesundheits-Apps und Wearables

Remi Maier-Rigaud & Sarah-Lena Böning
Gesundheits-Apps und Wearables erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und ermöglichen, persönliche Gesundheitsdaten zu erfassen und auszuwerten oder allgemeine Gesundheitsinformationen zu erhalten. Im Rahmen des vorliegenden Forschungsprojektes wurden Nutzende und Nicht-Nutzende mittels einer Onlineumfrage sowie problemzentrierten qualitativen Interviews zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Ziel war die Exploration der Einstellungen und Erfahrungen in Bezug auf diese Technologien sowie die Selbstbestimmung der Nutzenden und ihre Solidaritätsbereitschaft innerhalb der Krankenversicherung.

Über Wasserkocher und andere Alltagsentscheidungen

Birger P. Priddat
Konsumentscheidungen haben wenig mit der rationalen Wahl zu tun, die die Ökonomen noch immer modellieren. Es sind heute oft life-style-Konsumakte, eher einem ästhetischen Konsum zuordenbar, als einer schlichten Preis-/Mengen-/Qualitäts-Kalkulation. Allein – wie sollte Qualität kalkuliert werden? Es lohnt sich, an einem Beispiel: dem Wasserkocherkauf, die komplexen Dimensionen des Konsums durchzugehen.

Die Maximalschranke

Yule Von Hertell
Wenn wir schlafen, können wir weder konsumieren noch produzieren. Bei näherer Betrachtung wird jedoch klar, dass in Zeiten von Selbstoptimierung und Wellness-Welle der Schlaf trotzdem auf vielseitigste Weise in eine Ware verwandelt wird. Er ist eine kostbare Ressource: Fortschrittliche Unternehmen fördern Powernaps während der Arbeitszeit, Schlaftracker und Apps wecken in der richtigen Schlafphase und versprechen, dass wir mit weniger Schlaf mehr leisten, besser aussehen und länger leben.

Kunst zum Konsum ?!

Pamela C. Scorzin
Modisch-saisonale Kooperationen von Luxusmarken mit zeitgenössischen Künstler*innen, wie beispielsweise den beiden globalen ‘Superkünstlern’ Jeff Koons und Yayoi Kusama, forcieren heute eine neue Form des ästhetischen Konsums, der sich mit individuellen Inszenierungspraktiken und Sammlungslogiken verbindet. Gleichzeitig bereichern die eingesetzten Narrative ‘Kreativität’ respektive ‘Kunst’ das zeitgenössische Produktdesign, das die Kund*innen nicht nur zum passiven kennerschaftlichen Genuss (ver-)führt, sondern sie über die sensualistische Ansprache auch emotionalisiert und zu aktiven Konsumperformanzen — nicht nur auf Social Media — anregt.

Moderne Konsumästhetik

Günther Rosenberger
Die Biedermeierzeit bereitete den Menschen politische Enttäuschungen und wirtschaftliche Sorgen. Beim Rückzug ins Private suchten sie nach Kompensation und Betäubung. Das verhaltenswissenschaftliche Konzept der Idylle erklärt diese Bescheidung mit einem „Vize-Glück“. Heutige Konsumästhetik dient ebenfalls kompensatorischer Befriedigung bei Versagungserlebnissen: insbesondere fiktive Konsumfigurationen vermitteln Identität und Orientierung. Die Ambivalenz jeglicher Idylle ist unübersehbar: Eine weise Beschränkung kann in kognitive Beschränktheit, Desorientierung und Sucht umschlagen. Wie sieht der Entwurf einer „Konsumkultur“ aus?

Konsumästhetik zwischen Kunst, Kritik und Kennerschaft

Christian Bala & Wolfgang Schuldzinski
Beiträge zur Verbraucherforschung

Der verantwortungsvolle Verbraucher

Christian Bala & Wolfgang Schuldzinski
Im Jahr 2010 identifizierte der Wissenschaftliche Beirat Verbraucher- und Ernährungspolitik beim damaligen Verbraucherschutzministerium (BMELV) eine "kleine, aber wachsende Gruppe" verantwortungsvoller Verbraucher: Diese übernehmen "Verantwortung für sich selbst, für die Umwelt und für andere. Doch wie übernimmt man Verantwortung? Welche Möglichkeiten der Information und Verhaltensänderung gibt es? Welchen Einfluss hat diese Entwicklung auf die Verbraucherpolitik? In diesem Band werden Aspekte des verantwortungsvollen Konsums, von der Transtion-Town-Bewegung über Feldversuche zum Klimaalltag, bis hin zur Labelfrage (Fair Trade,...

\"KlimaHaushalte\" erproben CO2-arme Routinen im Alltag

Immanuel Stieß & Frank Waskow
Private Haushalte können durch klimafreundlicheres Verhalten einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn es gelingt Alltagsroutinen zu verändern. In einem Feldversuch wurden 78 Kölner Haushalte aus unterschiedlichen sozialen Schichten und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen durch gezielte Interventionen zu einer Veränderung ihrer Alltagsroutinen in den Handlungsfeldern Ernährung, Mobilität und Wohnen/Energie motiviert. Dabei wurden sie von geschulten KlimaberaterInnen betreut. In dem Beitrag stellen wir zentrale Ergebnisse des Feldversuchs vor und diskutieren Folgerungen für die Praxis der Verbraucherberatung.

Energielabel – Fluch oder Segen für Verbraucher?

Rainer Stamminger & Jasmin Geppert
Trotz seines positiven Einflusses auf die Effizienz von Haushaltsgeräten wird die Nützlichkeit des EU-Energielabels für Verbraucher kontrovers diskutiert. Hauptkritikpunkt sind die für Konsumenten oftmals intransparenten Vergabegrundlagen der Labels sowie verbraucherferne Testmethoden der Geräte, die zu einer Diskrepanz zwischen gekennzeichneten und realen Verbräuchen führen. Auch birgt eine zu starke Fokussierung auf Effizienzsteigerungen neuer Geräte die Gefahr, andere wichtige Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch, wie das Nutzerverhalten, zu vernachlässigen und so das primäre Ziel der Reduzierung des realen...

Prosuming und Sharing - neuer sozialer Konsum

Christian Bala & Wolfgang Schuldzinski
Sharing Economy und Peer-Produktion gelten als soziale Innovationen, die durch das Social Web und das mobile Internet geprägt wurden. Sie wecken Hoffnungen auf einen nachhaltigen, sozialen und partizipativen Konsum. Allerdings gibt es auch Zweifel: Neben den Vorteilen für Verbraucherinnen und Verbraucher, wird auch die Kommerzialisierung und das Entstehen eines disruptiven Plattform-Kapitalismus beobachtet. Der Band nähert sich der Sharing Economy aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Neben der ökologischen und sozial-innovativen Perspektive, wird der Ausbau des Carsharing und die...

Alternative Konsumformen als Herausforderungen für die Verbraucherpolitik

Jana Rückert-John & Melanie Jaeger-Erben
In den vergangenen Jahren haben sich zunehmend innovative Formen des Konsums entwickelt, bei denen die Nutzung von Produkten und nicht mehr ihr Besitz im Vordergrund stehen. Diese alternativen Konsum- und Eigentumsmodelle besitzen vielfältige Formen und werden von verschiedenen Initiativen und Projekten in Konsumfeldern wie Mobilität, Energie, Wohnen, Ernährung und Freizeit als Nischen- oder Marktlösungen praktiziert. Wissenschaft sowie Politik haben hohe Erwartungen an die mit diesen sozialen Innovationen einhergehenden Potenziale. Es wird erhofft, dass die Potenziale...

Carsharing – ein Beitrag zu nachhaltiger Mobilität

Gabriele Tils, Regine Rehaag & Andreas Glatz
Gefördert vom Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW hat das KATALYSE Institut Anforderungen an die Weiterentwicklung von Carsharing als Element nachhaltiger Mobilität aus Sicht von Konsumentinnen und Konsumenten sowie Anbietern untersucht. Die Motive der Nutzer und Nutzerinnen wurden in Gruppendiskussionen exploriert, die Sicht der Kommunal-, Verbraucher- und Verkehrspolitik sowie der Anbieter in Experteninterviews und einem Stakeholder-Workshop. Auf Basis der Ergebnisse wurden Empfehlungen für Politik und Mobilitätsanbieter entwickelt.

Thesen: Jenseits des Otto Normalverbrauchers

Dieses Thesenpapier fasst die Ergebnisse der Vorträge und der Diskussion im Rahmen des 10. NRW-Workshops Verbraucherforschung aus Sicht der Veranstalter zusammen. Der Workshop fand am Montag, den 10. Juli 2017 im Heinrich- Heine-Institut in Düsseldorf statt. Die Dokumentation des Workshops ist auf unserer Webseite unter der Rubrik „Vernetzen > NRW-Workshops) zu finden (www.verbraucherforschung.nrw/vernetzen/).

The 21st Century Consumer Vulnerable, Responsible, Transparent?

Sarah-Lena Böning, Darya Hirsch, Anja Bonfig, Holger Straßheim, Janina Urban, Björn Ahaus, Timo Jakobi, Katharina Witterhold, Miriam Thöne, Lisa Hamelmann, Lisa Bleckmann, Sarah Reddig, &

Vertrauensinfrastrukturen der digitalen Gesellschaft

Markus Uhlmann, Fabian Pittroff & Jörn Lamla
Der Beitrag widmet sich Problemstellungen der Vertrauensbildung bei gegenwärtigen Herausforderungen des Datenschutzes. Wir argumentieren, dass Maßnahmen der Vertrauensbildung, die einseitig auf Verhaltensänderungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern durch Aufklärung oder Entscheidungsarchitekturen setzen, den Herausforderungen des Datenschutzes nicht gerecht werden. Dazu stellen wir alternative Gestaltungsoptionen des Datenschutzes vor und plädieren für die Entwicklung neuer Professionen sowie für die Institutionalisierung von intermediären Organisationen.

Die Bedeutung der Impulsivität auf die Vertrauensbildung in OnlineSettings

Marco Hubert, Marc Linzmajer, René Riedl, Mirja Hubert & Peter Kenning
Ziel des Beitrag ist es, zu zeigen, wie (a) das Persönlichkeitsmerkmal der Impulsivität die textbasierte Vertrauensbildung und -beurteilung von Verbraucherinnen und Verbrauchern in digitalen Kontexten beeinflusst sowie (b), welche neurophysiologischen Prozesse mit diesem Einfluss verbunden sind: Im Ergebnis sind beobachtbare Verhaltensunterschiede auf neurale Ursachen zurückzuführen. Dieser Befund könnte genutzt werden, um durch eine differenzierte Ansprache einen effizienteren Vertrauensaufbau in digitalen Kontexten zu ermöglichen.
Der

Puristen und Bagatellisierer

Heiko Stoff
Anhand der Debatte über die Novelle des westdeutschen Lebensmittelgesetzes in den 1950er-Jahren lässt sich zeigen, wie ein problematischer volksgesundheitlicher Diskurs zum Bestand der Verbraucherpolitik wurde. Dabei hatte sich das sozialmedizinische Konzept der "Volksgesundheit" in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in eine Zivilisationskritik verwandelt, die zwischen gesunden und natürlichen Stoffen einerseits und krankmachenden und künstlichen "Fremdstoffen" andererseits unterschied. Die sogenannte Verbraucherwartung ist seitdem auch an ernährungsreformerische und zivilisationskritische Diskurse gebunden.

Konsumentenvertrauen in der Sharing Economy

Christian Wiencierz, Ulrike Röttger &
Mit einer Online-Panelbefragung und drei Gruppendiskussionen wurden Faktoren analysiert, die das Vertrauen in Austauschbeziehungen der Sharing Economy beein­flussen. Da Vertrauen ein Mechanismus zur Tolerierung wahrgenommener Risiken ist, wurde zunächst untersucht, auf welche Risiken sich das Vertrauen in der Sharing Economy konkret bezieht. Anschließend wurde analysiert, welche Funktionen der Peer-to-Peer-Plattformen zu Vertrauen in Austauschbeziehungen der Sharing Econo­my führen.

(Ver-)Handlungsspielräume gegen genetisch veränderte Lebensmittel

Cornelia Reiher
Am Beispiel der No! GMO-Kampagne und der Stop TPP!-Kampagne in Japan zeigt dieser Aufsatz, dass transnationale Vernetzung, Mobilisierung und Themensetzung dazu beitragen, der Knappheit politischer und finanzieller Ressourcen zivilgesellschaftlicher Organisationen zu begegnen, Druck auf die japanische Regierung aufzubauen und Argumente und Mobilisierung zu stärken. Der Erfolg japanischer Verbraucherschützer hängt aber maßgeblich von political opportunity structures ab. Während zu Beginn der 2000er Jahre auf Druck der No! GMO-Kampagne Grenzwerte für GVO eingeführt wurden, weil in dieser...

Einleitung: Schöne neue Verbraucherwelt?

Christian Bala & Wolfgang Schuldzinski
Mit Big Data wird die Debatte um die Informatisierung des Alltags über die Frage nach dem Datenschutz hinaus geführt. Es geht nicht mehr allein um die Erfassung von Daten. Mit der Fähigkeit große, auch unstrukturierte Datenmengen zu speichern, miteinander zu verknüpfen und zu analysieren, können intelligente System Schlüsse ziehen. Verhaltensweisen werden vorhersagbar und auch manipulierbar, was Unternehmen die Möglichkeit gibt zielgenau zu werben, eine soziale Auslese zu betreiben und ihre Risiken zu minimieren. Verbraucherinnen und...

Sicherheit der Verbraucher in vernetzten Fahrzeugen

Kerstin Lemke-Rust
Dieser Beitrag betrachtet den Stand der Entwicklung bei der Vernetzung von Fahrzeugen aus Sicht der IT-Sicherheit. Etablierte Kommunikationssysteme und Verkehrstelematikanwendungen im Automobil werden ebenso vorgestellt und diskutiert wie auch zukünftige Kommunikationstechnologien Car-2-Car und Car-2-X. IT-Sicherheit im Automobil ist ein schwieriges Feld, da es hier um eine Integration von neuen innovativen Anwendungen in eine hochkomplexe bestehende Fahrzeugarchitektur geht, die zu keinen neuen Gefährdungen für die Fahrzeuginsassen führen darf. Zudem bleibt die Funktionsweise dieser Anwendungen mit ihren...

Smart Grid

Ulrich Greveler
Im November 2015 wurde ein Gesetzesentwurf zur Digitalisierung der Energiewende beschlossen. Erneut ist damit eine Debatte um den Rollout von Smart Metern (digitalen Stromzählern) aufgeflammt. Bisher nutzen private Haushalte elektromechanische Stromzähler, die händisch abgelesen werden und keine flexible Tarifierung erlauben. Die künftigen Zähler sollen den Weg für die Digitalisierung des gesamten Stromnetzes ebnen. Das dabei entstehende Smart Grid kann bei einem regionalen Überangebot an elektrischer Energie durch Nutzung von steuerbaren Geräten einen Ausgleich vornehmen. Stromkunden...

Leitbilder, Erlebnisse und die mentale Dimension des modernen Konsums

Kai-Uwe Hellmann
Die akademische Verbraucherforschung hat in den letzten Jahrzehnten einen beachtlichen Reifungsprozess durchlaufen. Vor diesem Hintergrund wird gefragt, ob sie noch über ein zeitgemäßes Menschenbild verfügt. In Vorbereitung auf eine Antwort wird auf neuere Konsumforschung („experiential consumption“) Bezug genommen, in der nicht zuletzt die mentale Dimension des Konsums erkennbar werden lässt, wie ein solches aktualisiertes Menschenbild ausschauen könnte.

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