82 Works

Informationskompetenz neu erfinden: Praxis, Perspektiven, Potenziale

Ulrich Meyer-Doerpinghaus & Inka Tappenbeck
Im Jahr 2012 forderte die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in ihren Empfehlungen „Hochschule im digitalen Zeitalter“ dazu auf, Informationskompetenz neu zu begreifen und die Praxis der Vermittlung von Informationskompetenz an den Hochschulen auf den gesamten Prozess von Lehre und Forschung auszuweiten. Die Rektoren und Präsidenten der deutschen Hochschulen setzten damit das Thema ganz oben auf ihre Agenda. Der vorliegende Beitrag stellt anhand ausgewählter Praxisbeispiele dar, wie die Bibliotheken bisher auf diese Anforderungen reagiert haben und welche praktischen...

Forschungsdatenmanagement als Herausforderung für Hochschulen und Hochschulbibliotheken

Ulrich Meyer-Doerpinghaus & Beate Tröger
Eines der wichtigsten neuen Handlungsfelder der Forschung, das im Zuge der Digitalisierung von Information entstanden ist, ist das Management von Forschungsdaten. Die Hochschulen müssen sich darauf einstellen, ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die notwendigen Strukturen und Services zur Verfügung zu stellen. Die in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) organisierten Leitungen der deutschen Hochschulen sehen darin eine zentrale Aufgabe. Die Universität Münster geht mit gutem Beispiel voran: In enger Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung hat die Universitäts- und Landesbibliothek damit...

Automatisierung der Sacherschließung mit Semantic-Web-Technologie

Ralph Hafner & Bernd Schelling
Der vorliegende Artikel möchte einen Ansatz vorstellen, der aufzeigt, wie die Bibliothek der Universität Konstanz – und andere Bibliotheken mit einer Haussystematik – bei ihrer eigenen Systematik bleiben und trotzdem von der Sacherschließungsarbeit anderer Bibliotheken profitieren können. Vorgestellt wird ein Konzept, das zeigt, wie mithilfe von Semantic-Web-Technologie Ähnlichkeitsrelationen zwischen verbaler Sacherschließung, RVK, DDC und hauseigenen Systematiken erstellt werden können, die das Übersetzen von Sacherschließungsinformationen in andere Ordnungssysteme erlauben und damit Automatisierung in der Sacherschließung möglich...

Veränderungsmanagement bei der Implementation einer Social Media Strategie

Markus Trapp
In diesem Vortrag wird gezeigt, dass der Einstieg in Social Media nicht nur eine externe, sondern auch eine interne Veränderung der Bibliothek darstellt. Des Weiteren wird die Frage untersucht, ob der Rückgriff auf Fachliteratur zum Veränderungsmanagement bei der Entwicklung und der Umsetzung einer Social-Media-Strategie sinnvoll ist. Exemplarisch geschieht dies durch die Vorstellung des Acht-Stufen-Modells des Change Management nach Kotter; dessen Schritt für Schritt gezeigte Anwendung wird auf die Einführung von einem Social-Media-Konzept übertragen. Abschließend wird...

Bibliothekspolitik im föderalen Staat. Der lange Abschied vom nationalen ‚Planungs- und Einheitlichkeitsparadigma‘.

Harald Herbert Pilzer
Für die häufig diagnostizierte Durchsetzungsschwäche der deutschen Bibliothekspolitik respektive ihrer Institutionenverbände und berufsständischen Organisationen von ihrer Neu- oder Wiederbegründung in der entstehenden Bundesrepublik an bis heute wird häufig das Fehlen einer bundesstaatlichen Zentralinstanz, also das Fehlen eines politischen Ansprechpartners auf Bundesebene oder einer mit zentralstaatlichen Kompetenzen ausgestatteten Institution verantwortlich gemacht. In diesem Beitrag soll in knapper Form in historischer Perspektive darüber reflektiert werden, welche Anstrengungen, fachpolitischen Projekte und Planungen verfolgt wurden, die einer zentralstaatlichen Perspektive...

Haben wissenschaftliche Bibliotheken noch einen Sammelauftrag?

Michael Knoche
Heute betrachten es die Unterhaltsträger von Bibliotheken als problematisch, dass die Bibliotheken quasi auf Vorrat sammeln – für einen ungewissen Bedarfsfall in der Zukunft. Bibliotheken sollen nur noch die Informationen und Texte in elektronischer Form besorgen, die von ihren Nutzern aktuell gebraucht werden. Aber: Befriedigen Bibliotheken mit einer E-Only-Strategie den Bedarf tatsächlich, insbesondere in den Geistes- und Sozialwissenschaften? Was sind die Kernaufgaben der wissenschaftlichen Bibliotheken im digitalen Zeitalter? Today, library funding bodies consider it problematic...

Verhandlung von FID-Lizenzen durch das Kompetenzzentrum für Lizenzierung – Statusbericht

Ursula Stanek & Kristine Hillenkötter
Seit Januar 2014 steht das DFG-geförderte Kompetenzzentrum für Lizenzierung als Dienstleister für Fachinformationsdienste für die Wissenschaft (FID) bereit. Nahezu alle Einrichtungen, die entweder bereits einen FID betreuen oder 2014 einen entsprechenden DFG-Antrag stellten, haben sich mit Verhandlungsaufträgen für eine Vielzahl von Produkten oder mit Interesse an der Nutzung der technischen Infrastruktur beim Kompetenzzentrum gemeldet. Es wird schwerpunktmäßig über den aktuellen Stand hinsichtlich der Verhandlung und des Abschlusses von FID-Lizenzen berichtet. Since January 2014 all Specialized...

Neue Wege in der Informationsversorgung: Das Beispiel Fachinformationsdienst Medien- und Kommunikationswissenschaft

Sebastian Stoppe
Der Beitrag greift den aktuellen Diskussionsstand um die Transformation des bisherigen Systems der Sondersammelgebiete (SSG) zur Förderung von Fachinformationsdiensten (FID) auf und skizziert den Übergang am Beispiel des FID Medien- und Kommunikationswissenschaft an der UB Leipzig. Es werden die Vorteile der neuen Förderrichtlinie, die Ausgestaltung des FID und die noch zu bewältigenden Problemfelder dargestellt. The current state of discussion about transforming the former Special Subject Fields Programme into a funding of Specialized Information Services is...

Forschungsdatenmanagement als überregionale Aufgabe der Informationsversorgung - was kann eine Zentrale Fachbibliothek wie ZB MED Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften leisten?

Birte Lindstädt
Forschungsdaten sind in aller Munde. Soll sich eine überregionale tätige Bibliothek deshalb auf diesem Feld engagieren? Und falls ja, für wen und wie? Auf der Grundlage einer breit angelegten Markt- und Zielgruppenanalyse strebt ZB MED ein zielgruppengerechtes Angebot im Bereich Forschungsdatenmanagement an, das sich in erster Linie an den Bedürfnissen der lebenswissenschaftlichen Fächer ausrichtet. Research Data Management is much talked about at present. Should a national library get involved in this field? If the answer...

Dauerhafter Zugriff auf digitale Publikationen – das DFG-Projekt NatHosting

Hildegard Schäffler, Michael Seadle & Karl-Heinz Weber
Das Arbeiten mit digitalen Veröffentlichungen und Daten in Forschung, Lehre und Studium erfordert eine kontinuierliche und möglichst störungsfreie Verfügbarkeit dieser Inhalte. Bei Publikationen, die von wissenschaftlichen Fachverlagen lizenzpflichtig vertrieben werden, können verschiedene Typen von Störungsfällen wie temporäre oder längerfristige Ausfälle von Verlagsservern, der Transfer von Zeitschriftentiteln zu anderen Verlagen, das komplette Ausscheiden von Verlagen aus dem Markt oder die Abbestellung der elektronischen Ressourcen durch die lizenznehmende Einrichtung zu Zugriffsunterbrechungen führen. Das DFG-Projekt „Nationales Hosting elektronischer...

Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) – ein neuer Dienst der Deutschen Nationalbibliothek

Reinhard Altenhöner & Katharina Schöneborn
Vor allem die bestehende urheberrechtliche Situation verhindert die Digitalisierung von Beständen des 20. Jahrhunderts. Basierend auf einem EU-Memorandum hat der deutsche Gesetzgeber durch eine Neuregelung für die Materialart Buch eine Möglichkeit geschaffen: Nach dem Erwerb einer entsprechenden Lizenz bewegt sich die digitalisierende Einrichtung bei der öffentlichen Bereitstellung digitalisierter Bücher in einem rechtssicheren Raum. In Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv), der VG Wort und VG Bild-Kunst sowie dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) hat die...

Ein schlankes Datenmodell für E-Books: die providerneutrale Aufnahme

Manfred Müller
Der Artikel zeigt verschiedene Lösungsansätze, wie je nach Prinzipien der Verbund-Datenhaltung eine providerneutrale E-Book-Beschreibung modelliert sein kann. Die skizzierten Datenmodelle bieten einen Ausblick, welche Chancen in der frühzeitigen Adaption des providerneutralen Datenmodells beim Übergang zu den Datenstrukturen in den Cloud-basierten Erschließungsumgebungen bestehen. The article demonstrates current approaches to provider-neutral ebook records in German unioncatalogs and gives a perspective on how to transfer the outlined data models into cloud-based catalog systems.

Patron-Driven Acquisition (PDA) - ein Modell mit Zukunft?

Rainer Plappert
Gestützt auf eine dreijährige Erfahrung mit der nutzergesteuerten Erwerbung an der UB Erlangen-Nürnberg beleuchtet der Beitrag die verschiedenen Rollen der an dieser Erwerbungsform beteiligten Akteure. Vor dem Hintergrund geänderter Geschäftsmodelle werden die zukünftigen Perspektiven der nutzergesteuerten Erwerbung in Deutschland kritisch hinterfragt. Based on a three years experience with Patron-Driven Acquisition at University library Erlangen-Nuremberg the article discusses the roles of the protagonists at this acquisition form. Regarding to modified business models the perspectives of Patron-Driven...

Klärung des urheberrechtlichen Status: Wege und Perspektiven in der Deutschen Nationalbibliothek

Kathrin Jockel
In welcher Weise ein Digitalisat den Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt werden darf, ist abhängig vom urheberrechtlichen Status des zugrunde liegenden analogen Werks. Dieses kann gemeinfrei sein, weil Urheberrechte erloschen sind, was nach deutschem Recht 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers der Fall ist, oder es kann urheberrechtlich geschützt sein, weil der Urheber oder dessen Erben noch Rechte daran halten. Grundsätzlich gilt: Je älter ein Werk, desto wahrscheinlicher ist seine Gemeinfreiheit. Aufgrund des...

Zitieren – ein Thema für Bibliotheken! Zitierleitfaden, Zitierkurs und mehr an der Universitätsbibliothek der TU München

Caroline Leiß & Dorothea Lemke
Die Universitätsbibliothek der Technischen Universität München (TUM) bietet mit jährlich mehr als 400 Veranstaltungen für rund 8.000 Teilnehmende ein umfangreiches Programm im Bereich Informationskompetenz an. Im Wintersemester 2014/15 wurde das Angebot im Bereich Zitieren und Plagiat-Vermeidung grundlegend erweitert. Die Universitätsbibliothek hat einen Zitierleitfaden erstellt und bietet einen Kurs zum Zitieren sowie eine Sprechstunde für Fragen zur Literaturverwaltung und zum Zitieren an. Der Beitrag schildert Konzeption, Einführung und erste Erfahrungen der Universitätsbibliothek mit ihren neuen Dienstleistungsangeboten....

Spartenübergreifende Nutzung der GND am Beispiel des Projekts IN2N

Brigitte Wiechmann
Die Gemeinsame Normdatei (GND) wird im deutschsprachigen Bibliothekswesen als Normdatei sowohl zur formalen als auch inhaltlichen Erschließung genutzt. Im Projekt IN2N (Institutionenübergreifende Integration von Normdaten) sollte die Einbindung eines nichtbibliothekarischen Partners erprobt werden, um damit beispielhaft die Nutzung dieser Normdatei für andere Kultureinrichtungen zu untersuchen. Das Projekt hat sich mit Inhalten, Formaten, Schnittstellen und Redaktionssystemen auseinandergesetzt und eine Kooperation ermöglicht, die wegweisend für andere Kultureinrichtungen sein kann. The Integrated Authority File (GND) is used in...

Software as a Service: Herausforderungen bei der Einführung des Bibliothekssystems Alma in der Freien Universität Berlin

Jiri Kende
Moderne Bibliothekssysteme werden zunehmend als Software as a Service (SaaS) angeboten. Die Berliner Bibliotheken der Freien Universität Berlin, der Humboldt Universität, der Technischen Universität und der Universität der Künste haben für 2016 gemeinsam den Umstieg auf das cloudbasierte Bibliothekssystem Alma beschlossen. Der Aufsatz berichtet über die Herausforderungen während der zweijährigen Vertragsverhandlungen mit besonderem Augenmerk auf den Datenschutz. Modern library management systems are increasingly offered as Software as a Service (SaaS).The libraries of the Free University...

Nachlassverzeichnisse im Netz – Ein Projekt der Bayerischen Staatsbibliothek

Maximilian Schreiber
Nachlässe rücken in der wissenschaftlichen Forschung immer mehr in den Fokus, wie etwa die stark gestiegenen Nutzerzahlen der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) über die letzten Jahre hinweg deutlich zeigen. Umso wichtiger ist insbesondere für Bibliotheken mit umfangreichen und fachlich breit gestreuten Nachlassbeständen eine möglichst genaue Erschließung im Internet, um der wissenschaftlichen Forschung einen schnellen Zugriff auf diese unikalen Materialien zu ermöglichen. Bei der digitalen Bereitstellung und vernetzten Erschließung verfolgt die BSB mit ihren rund 1.100 Nachlässen...

Bibliotheken unterstützen Open Access-Zeitschriften: eine Bedarfsabklärung

Alice Keller
Die vorliegende Studie beschreibt eine Studie zur Herausgabe von Open Access-Zeitschriften an der Universität Zürich. Sie geht der Frage nach, welche Bedürfnisse Open Access-Zeitschriften bzw. ihre Herausgeber aufweisen und, aufbauend auf diesen Erkenntnissen, welche publikationsunterstützenden Services von Universitätsbibliotheken angeboten werden sollten. Die Studie umfasste zwei Teile: eine umfassende Online-Evaluation der Zeitschriften und ihrer Funktionalitäten und Einzelinterviews mit den Herausgebern. Die Resultate zeigen, dass eine sehr grosse Heterogenität besteht hinsichtlich der Funktionalitäten, der technischen Plattformen, der...

Comprehensive CMIP5 model evaluation reports: auxillary material

Alexander Loew

Fast Reverse Geocoder using OpenStreetMap data

Erich Schubert

Kommissionen

Mitteilungen VDB
VDB Mitteilungen

Vorstand und Vereinsausschuss

Mitteilungen VDB
Abstract

Wie kommt das Neue in die Bibliothekswelt? Podiumsdiskussion zu Innovation im Dialog zwischen Forschung und Praxis

Frauke Schade
Wie kommt das neue in die Bibliothekswelt? Podiumsdiskussion zu Innovation im Dialog zwischen Forschung und Praxis

Neue Aufgaben für wissenschaftliche Bibliotheken: Das Beispiel Open Science Lab

Lambert Heller
Vor dem Hintergrund des Aufkommens vieler neuer digitaler Werkzeuge und Methoden zur Unterstützung des wissenschaftlichen Arbeitens wird seit etwa fünf Jahren unter wissenschaftlichen Bibliothekaren in Deutschland immer häufiger über Innovationsmanagement diskutiert. Wie lassen sich relevante Trends und Herausforderungen rechtzeitig erkennen und mit den begrenzten Ressourcen einer Einrichtung des öffentlichen Dienstes adäquat aufgreifen, bis hin zu einer Veränderung der Bibliotheksstrategie? Der Beitrag behandelt das Modell des an der Technischen Informationsbibliothek Hannover (TIB) 2013 ins Leben gerufenen...

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