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Regeln für den Abbau. Die Verfassung der Meere und die Internationale Meeresbodenbehörde IMB. Interview

Sven Petersen
Ein tragfähiges internationales Regelwerk, noch bevor der Run auf einen Rohstoff beginnt? Dies wäre ein Novum in der Menschheit. Die ‚United Nations Convention on the Law of the Sea‘ hat sich genau das zum Ziel gesetzt. Sie beschreibt die Hohe See mit ihren Ressourcen als gemeinsames Erbe der Menschheit. Über die Nutzung der Rohstoffe am Meeresboden wacht die Internationale Meeres­boden­behörde der Vereinten Nationen (IMB). Sie ist für alle mineralischen Ressourcen am Meeresboden zuständig. Wie funktioniert...

Strategien zur Renaturierung von Abbaugebieten

Felix Janssen, Thomas Soltwedel & Matthias Haeckel
Mehr als 100.000 verschiedene Arten in den Ozeanen sind mittlerweile bekannt, die biologische Vielfalt ist jedoch noch weit größer und viele Arten noch nicht entdeckt. Gerade in der Tiefsee stößt man bei jeder Probenentnahme auf weitere unbekannte Arten. Belastbare Aussagen zu einer potentiellen Wiederbesiedelung abgebauter und gestörter Flächen können nur auf der Basis intensiver wissenschaftlicher Untersuchungen getroffen werden.

Wirtschaftlich interessante Gebiete, wo suchen?

Sven Petersen
Manganknollen im östlichen Pazifik, kobaltreiche Eisen-Mangan-Krusten an Vulkanhängen, Massivsulfide an Spreizungszonen – in der Tiefsee gibt es unterschiedliche Gebiete, die sich für den Rohstoffabbau eignen. Manche gehören zu den ältesten Ozeangebieten der Welt. Andere hingegen sind geologisch sehr jung.

Die Mittelozeanischen Rücken

Morgane Le Saout
Weniger als ein Prozent der längsten Bergkette der Welt sind im Detail erforscht. Dabei finden sich entlang der Mittelozeanischen Rücken faszinierende Ökosysteme, die in völlig lichtloser Umgebung der Ozeane Lebensräume für viele Arten bieten.

Beeinflussen extreme Wetterereignisse Vulkanaktivitäten?

Stefan Bredemeyer
Es ist bekannt, dass unsere Atmosphäre durch vulkanische Gasemissionen geformt wurde. Ebenfalls bekannt ist, dass Vulkane aufgrund ihrer Gas- und Aerosol-Emissionen, insbesondere nach großen explosiven Eruptionen, maßgeblich das Klima beeinflussen. Weit weniger bekannt ist jedoch, dass Vulkane gewissermaßen „wetterfühlige“ Gebilde sind und Vulkanaktivität maßgeblich vom Wetter und dem Zustand der Atmosphäre gesteuert ist.

Die Wechselwirkungen von Vulkanismus und Klima

Julie Christin Belo
Hochexplosive Vulkanausbrüche können immense Wirkungen auf die Ozonschicht haben und beeinflussen die schädliche UV-Strahlung, die auf der Erde ankommt. Auch kann es vermehrt regnen oder regional durch Verdunklung und Abkühlung zu Missernten kommen. Eine umgekehrte Wirkung wird ebenfalls diskutiert: Der Klimawandel könnte sich zeitlich versetzt auf vulkanische Aktivität auswirken.

Abbau- und Managementstrategien

Felix Janssen, Thomas Soltwedel & Matthias Haeckel
Momentan wird erwartet, dass Schädigungen durch den Abbau reduziert werden können, wenn gestörte Flächen durch ungestörte Areale unterbrochen sind. Es besteht jedoch noch umfassender Forschungsbedarf, um wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zu geeigneten Abbaustrategien zu geben. Es kann gegenwärtig noch nicht vorhergesagt werden, inwieweit diese geeignet sind, durch Tiefseebergbau verursachte Umweltfolgen abzumildern und irreversible Schädigungen abzuwenden.

Vulkanismus auf den Philippinen und die Taal Eruption im Januar 2020

Karen Strehlow
Die Philippinen gehören zu den tektonisch aktivsten Regionen dieser Erde. Der im Januar 2020 erneut aktiv gewordene Taal-Vulkan wurde aufgrund seiner Gefährlichkeit in die Liste der sogenannten "Dekadenvulkane" aufgenommen.

Registration Year

  • 2022
    1
  • 2021
    10
  • 2020
    22

Resource Types

  • Text
    33

Affiliations

  • GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel
    33
  • Helmholtz Association of German Research Centres
    18
  • Helmholtz Centre Potsdam - GFZ German Research Centre for Geosciences
    9
  • Alfred Wegener Institute for Polar and Marine Research
    6
  • Helmholtz Centre for Environmental Research
    2
  • Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
    2
  • Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
    2
  • GSI Helmholtz Centre for Heavy Ion Research
    2
  • Forschungszentrum Jülich
    2
  • Helmholtz-Zentrum Geesthacht Centre for Materials and Coastal Research
    2