4 Works

Nadeln im Heuhaufen

Michael Kühn, Oliver Heidbach, Arnd Heumann & Josef Zens
Die Suche nach einem Standort zur Endlagerung von hochradioaktivem Abfall ist eine generationenübergreifende soziale und politische Aufgabe mit geowissenschaftlichem Kern. Deutschland hat dafür einen partizipativen Prozess gestartet. Die erste Herausforderung ist die Eingrenzung geeigneter Gebiete beginnend mit der gesamten Bundesrepublik. Die zweite ist den Untergrund im Bereich der verbleibenden wenigen Prozent der Landesfläche mit geowissenschaftlichem Wissen, Methoden und Daten detailliert auf seine Eignung hin zu untersuchen.

Licht ins Dunkel bringen

Stefan Lüth, Roman Esefelder, Heike Richter, Katrin Jaksch, Benjamin Schwarz, Britta Wawerzinek, Rüdiger Giese & Charlotte M. Krawczyk
Die Mindestanforderungen des Standortauswahlgesetzes stellen hohe Ansprüche an die physikalischen Eigenschaften des Wirtsgesteins an einem möglichen Endlagerstandort. Geophysikalische Verfahren können ein strukturelles Abbild des Untergrunds liefern und diesen beschreiben, von der Erdoberfläche bis in die Tiefe des Endlagers und darunter. Für die Erkundung eines Endlagerstandorts sind hochauflösende Verfahren notwendig, die weit über Standardmethoden der seismischen und geologischen Untersuchungen hinausgehen.

Modelle simulieren die Zukunft

Michael Kühn, Theresa Hennig, Oliver Heidbach & Magdalena Scheck-Wenderoth
Modelle und Simulationen erlauben eine Prognose, wie sich Prozesse in der Geosphäre unter Berücksichtigung der physikalischen und chemischen Gesetzmäßigkeiten in der Zukunft entwickeln. Sie sind die Grundlage, um Entwicklungsszenarien zu prüfen und darüber praktikable Entscheidungen treffen zu können. Nur so ist z. B. eine Quantifizierung potenzieller Radionuklidmigration im hydrogeologischen System des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs und damit eine Bewertung des Rückhaltevermögens eines Endlagers für eine Million Jahre möglich.

Standortsuche im Spannungsfeld

Oliver Heidbach, Moritz Ziegler, Sophia Morawietz, Karsten Reiter, Luisa Röckel & Fabrice Cotton
Das gegenwärtige Spannungsfeld der Erdkruste ist eine zentrale Feldgröße für die Beurteilung der Stabilität eines Endlagers. Erreichen die Spannungen einen kritischen Wert, dann versagt das Gestein. Es bilden sich Risse und Brüche, die Wegsamkeiten für Flüssigkeiten und Gase darstellen. Als Folge kann das Endlager undicht werden. Im direkten Bezug dazu stehen die Ausschlusskriterien seismische Aktivität und aktive Störungszonen aus dem Standortauswahlgesetz. Beide sind ein Ausdruck dafür, dass der kritische Wert überschritten wurde.

Registration Year

  • 2022
    4

Resource Types

  • Journal Article
    4

Affiliations

  • Technical University of Berlin
    4
  • Helmholtz Centre Potsdam - GFZ German Research Centre for Geosciences
    4
  • University of Potsdam
    3
  • Karlsruhe Institute of Technology
    1
  • RWTH Aachen University
    1
  • TU Darmstadt
    1