454 Works

Das UNESCO-Welterbe und die Rolle der Zivilgesellschaft.

Am 25./26. Juni 2015 organisierte World Heritage Watch in Bonn die internationale NGO-Konferenz "Das UNESCO-Welterbe und die Rolle der Zivilgesellschaft". Sie folgte dem ersten NGO-Forum zum Welterbe, das 2012 in St.Petersburg stattgefunden hatte. Ziele der Konferenz waren: 1. Bewertung der Situation ausgewählter Welterbestätten aus der Sicht der Zivilgesellschaft, insbesondere im Hinblick auf negative anthropogene Umwelteinflüsse. 2. Information der deutschen und internationalen Öffentlichkeit über Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung der UNESCO-Welterbekonvention aus Sicht der Zivilgesellschaft....

Edelputze und Steinputze

Bettina Lietz
Trotz historisch bedingter Verluste oder baulicher Veränderungen in der Berlin-Brandenburgischen Architekturlandschaft, sind noch eine Vielzahl von Objekten mit Architekturoberflächen erhalten geblieben, die bauzeitlich mit Edel- und Steinputzen gestaltet wurden. Umfangreiche Literatur-, Material- und Objektrecherchen bildeten die Grundlage zu diesen „neuen“ Werkfertigmörteln in der Zeit des „Neuen Bauens“ der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein naturwissenschaftlich begleitetes Untersuchungsprogramm mündete in praxisorientierten Versuchsanordnungen: Labor- und Feldversuche zur Putznachstellung, Versuchsreihen zur Oberflächenreinigung und Anstrichentfernung am bauzeitlichen Objekt und...

Modellhafte Entwicklung und Anwendung eines innovativen Systems zur berührungs- und zerstörungsfreien Schadensanalyse von umwelt geschädigten Steinobjekten unter Einsatz der Terahertz (THz)-Strahlung

Wolfgang Viöl & Kirsti Krügener
Umweltbedingte Schäden an Natursteinobjekten, wie Schalenbildung, Hohlräume oder feine Rissbildung, sind äußerlich meist nicht sichtbar. Klimaschwankungen, wie Temperatur-, Feuchte- und Frost-Tau- Wechsel, können insbesondere in Verbindung mit Schadstoffemissionen zu irreversiblen Schäden bis hin zum Totalverlust von denkmalgeschützter Originalsubstanz führen. Die Voraussetzung der Langzeiterhaltung ist es daher, präventive Maßnahmen durch genau Analysen des Natursteingefüges festlegen zu können und somit die Objekte vor der irreversiblen Zerstörung der Originalsubstanz unterhalb der Oberfläche in ihrer Gesamtheit zu bewahren. Im...

Looking for an Idealistic Sgraffito at Hotel Ciamberlani in Brussels

Claire Fontaine
The paper considers the challenges of restoring sgraffiti in Belgium via the case study of a Brussels house which is emblematic of the Art Nouveau period: the Hotel Ciamberlani designed by the architect Paul Hankar (1897). Following a quick review of the sgraffito styles in Brussels around 1900, the paper describes the different stages of restoration in chronological order while illustrating key critical questions and the choices taken. The work commenced with the conservation of...

Graffito or Sgraffito? – It’s more than this!

Thomas Danzl & Carola Möwald
The former archbishopric of Magdeburg, founded by Otto the Great in 968, was immediately regarded as a -Third Rome-, an idea that was also emphasized by a rich art production throughout the Middle Ages. Famous for high quality metal casting as well as for its mass production of devotional objects, Magdeburg also witnessed an early revival of other techniques from Antiquity, such as stone or terracotta incrustation techniques (opus sectile) on wall and floor coverings,...

Sgraffiti aus der NS-Zeit: Probleme ihrer Erhaltung als Denkmale

Roswitha Kaiser
Der gesetzliche Auftrag zur Erhaltung von Geschichte in der überlieferten Gestalt eines materiellen Zeugnisses umfasst auch Denkmale, die keine Vergewisserung im Sinne einer zustimmungsfähigen positiven Vergangenheit bieten. In Deutschland sind es die Denkmale aus der Zeit des Nationalsozialismus von 1933-1945, die als Schutzobjekte eher öffentliche Irritation als im positiven Wortsinn öffentliches Interesse hervorrufen. Auch für Sgraffiti aus jener Zeit gelten die Grundsätze der Wertzumessung und des Erhaltungsziels von Denkmalschutz und Denkmalpflege, die sich aus den...

Die Restaurierung der Sgraffiti an den Außenfassaden des ehemaligen Buxtehuder Technikums

Christiane Maier
Die Sgraffiti an den Außenfassaden des ehemaligen Buxtehuder Technikums entstanden, wie auch das dreistöckige Gebäude, im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich um insgesamt 158 Bildfelder mit 20 verschiedenen Motiven und unterschiedlichen Formaten. Die in der typischen Manier – helle Tünche auf dunklem Putzhintergrund – herausgearbeiteten Motive zeigen neben floralen und bildlichen Darstellungen auch großformatige figürlicher Allegorien. Die Sgraffitofelder wurden im Laufe ihres Bestehens bereits mehrfach restauratorisch überarbeitet. Dies wurde 2002 im Zuge...

Degli sgraffiti delle case...

Andreas Huth
Als Giorgio Vasari 1550 in der Einleitung zu seinen Künstlerviten der italienischen Sgraffito-Technik ein eigenes, mit „Degli sgraffiti delle case ...“ überschriebenes Kapitel widmete, lag deren Erfindung durch Florentiner Handwerker bereits etwa ein Vierteljahrtausend zurück. Die im Trecento stark beschränkte Motivik erfuhr in den folgenden Jahrhunderten unter dem Druck des ästhetischen Distinktionsstrebens der Bauherrn und angetrieben von der Kreativität hochqualifizierter Künstler und einer ausdifferenzierten und leistungsfähigen Handwerkskultur eine dynamische Entwicklung. Im 17. Jahrhundert kamen Sgraffito-Dekorationen...

Das Hermann-Joseph-Sgraffito an St. Maria im Kapitol zu Köln und andere Sgraffiti der Jahrhundertmitte im Rheinland

Christoph Schaab & Anna Pawlik
Eine Freilegungsprobe an einem überstrichenen und damit fast unsichtbar gewordenen Sgraffito in der 1952 errichteten Vorhalle von St. Maria im Kapitol in Köln lenkte 2012 die Aufmerksamkeit der Amtswerkstatt im LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) auf diese Dekorationstechnik. Echte Sgraffiti sind im Rheinland selten und entstammen hauptsächlich dem späten 19. Jahrhunderts, wurden aber noch einmal verstärkt in den 1920er und 1950/60er Jahren geschaffen. Dabei kommen sowohl echte Sgraffiti aus durchgefärbten Putzschichten vor, aber auch...

Die Erhaltung von Sgraffiti: ein Spagat zwischen Konservierung,Restaurierung und Rekonstruktion

Kerstin Klein
Sgraffiti bestehen meist aus dunkel eingefärbten Putzen, auf die entweder weitere Putze, Tünchen oder Schlämmen appliziert wurden, die an den zu gestaltenden Flächen wieder abgekratzt worden sind. Diese herstellungstechnisch bedingte Materialität erfordert eine differenzierte konservatorische und restauratorische Herangehensweise. Es können meist keine reinen substanzerhaltenden Maßnahmen zur Ausführung kommen. Diese Erkenntnis sowie die Auseinandersetzung mit der ästhetischen Wirkung und der Teilrekonstruktion von Sgraffiti machen deutlich, dass die gängigen Herangehensweisen aus der Konservierung und Restaurierung von Wandmalereien...

KUR-Projekt: Zur Entstehung von F. W. Murnaus TABU: Edition der Outtakes

Karin Herbst-Meßlinger
Friedrich Wilhelm Murnaus letzter Spielfilm TABU (USA 1931) ist aufgrund seiner einzigartigen Überlieferungslage ein besonders aufschlussreiches Fallbeispiel für die Sicherung audiovisuellen Kulturguts. Neben den unterschiedlichen Fassungen des Films existiert ein Bestand von rund 17.500 Metern Filmmaterial: alternative bzw. nicht verwendete Einstellungen des Films, sogenannte Outtakes. Das KUR-Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder – ermöglichte der Deutschen Kinemathek, in Zusammenarbeit mit der...

Antiaging für Kulturgut mit Elastomeranteilen

Michael Ganzelewski
In der Denkmalpflege und in Museen stellt neben der Erhaltung von Kunst- und Kulturgut aus klassischen Sammlungsgebieten auch die Aufgabe der Bewahrung von historischen Zeugnissen der Industriegeschichte und der Alltagskultur des 19. und 20. sowie inzwischen auch des 21. Jahrhunderts zunehmend größere Anforderungen. Besondere Bedeutung gewinnen dabei die ehemals neuartigen Materialien, die angefangen von den umgewandelten natürlichen Polymeren bis hin zu den vollsynthetischen Kunststoffen in alle Lebensbereiche vorgedrungen sind. Zahlreiche „High-Tech"-Geräte, die aus entsprechenden Elastomermaterialien...

Das Markttor von Milet: Schadensanalyse und Modellhafte Sanierungskonzepte

Siegfried Siegesmund & Jörg Rüdrich
Das Markttor ist (ein einzigartiges archäologisches Baudenkmal nördlich der Alpen) in seiner Dimension und Bedeutung als Objekt im inneren eines Museums in Deutschland einzigartig. Um so besorgniserregender ist der aktuelle, bauliche Zustand. Der Erhalt dieses bedeutenden Bauwerks erfordert mindestens kurz- bis mittelfristig restauratorische Maßnahmen, um einen fortschreitenden Verlust von Originalsubstanz aufhalten zu können. Vorrangiges Projektziel ist die modellhafte Schadensanalyse des umweltgeschädigten Markttores von Milet. Dieses einzigartige Objekt verlangt nicht zuletzt auch durch die „einzigartige“ Konzeption...

The Treatment of Wall Paintings affected by Salts: An Interdisciplinary Task as seen from a Conservator’s Perspective

H. Leitner
The interdisciplinary collaboration and implications between scientist, scientist in conservation and conservator is focused from the point of view of the conservator, facing conservation problems in the field of salt damaged wall paintings. Two case studies, the outdoor paintings of the castle of Parz of the late 16th century and the Romanesque wall painting cycle of St. Georgen, are discussed in the context of conservation history of the last two decades. The façade paintings of...

Decay patterns of weathered quarz sandstones: Evidence of gypsum induced structural changes

Hans-Hermann Neumann, A. Lork, Michael Steiger & Herbert Juling
Black gypsum crusts and thin black layers are considered to be typical weathering phenomena located on the surface of quartz sandstones. Black crusts are generelly found in sheltered areas not directly exposed to water runoff, but frequently soaked by rainwater. In contrast, thin black layers occur in zones which were subject to direct wetting by rain. Usually, enrichment of gypsum takes place not only on superficial crusts but also within the intergranular pore spaces of...

Terracotta at Schloß Schwerin, Different Desalination Treatments for the Application of Stone Consolidating Agents

Christian Wittenburg, Eberhard Wendler & Michael Steiger
At Schloss Schwerin in northern Germany terracotta relief plates used for the decoration of the outer facades show various degrees of degradation. It is planned to develop a sustainable restoration concept for terracotta plates including a treatment with stone consolidating agents. A high gypsum content of 3-10 % within the upper layer of the plates seems to be the main reason of decay and responsible for the loss of the sintered surface of the plates....

Phase equilibria in mesoporous materials

Michael Steiger & Kirsten Linnow
Phase equilibria in mesoporous materials are affected by a curvature of the vapor-solution and the crystal-solution interfaces. The present paper provides a discussion on the thermodynamic treatment of these influences in unsaturated small pores including equations for the calculation of vapor-liquid and solid-liquid phase equilibria. In: Franke, Lutz; Deckelmann, Gernod; Espinosa-Marzal, Rosa (Hrsg.): Simulation of Time Dependent Degradation of Porous Materials, Cuvilliers Verlag, 183-195.

Validation of the Salt Diffusion Coefficient in Porous Materials

A. S. Poupeleer, J. Carmeliet, S. Roels & D. Van Gemert
The durability of porous building materials largely depends on the transport of liquids and dissolved salts into the material. When the moisture dries out, salts will crystallise introducing important forces in the solid matrix of the porous material. These interaction forces may result in cracking of the material. To study the salt degradation of porous building materials it is necessary to analyse in detail salt transport in (cracked) porous material. In general, salt transport modelling...

Bronzene Neptunfigur (1586) von Hubert Gerhard

Joachim Kreutner
Die museale Aufstellung der Brunnenfigur aus Bronze im Bayerischen Nationalmuseum erforderte eine neue Befestigungskonstruktion. Konzeption und Ausführung war Aufgabe einer zweisemestrigen Fallstudie der TU München. Zur Neuaufstellung im November 2005 wurde der Neptun als »Kunstwerk des Monats« präsentiert. Joachim Kreutner ist auf Kunst- und Kulturgut aus Metall spezialisiert und studierte am Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft der Technischen Universität München. Er führte im Rahmen des Projektes die Untersuchung der Skulptur, die Konzeption, Konstruktion und...

Electrochemical desalination of the ionic mixture measured in the vault of Roerby Church-Laboratory scale

I. Rörig-Dalgaard & P. Bøllingtoft
Salt induced deterioration of the vault in Rørby Church has resulted in extensive deterioration of the vault itself and of the murals on the lower surface of the vault. The upper surface of the vault has previously been covered with cement mortar. After removing this cement mortar some of the bricks erode and form brick powder. The brick powder was collected in 2002, 2005 and 2011 and measured for the most common salts in Danish...

Salts in Ceramic Bodies IV: Considerations on Desalination

A. Elena Charola, Joshua Freedland & S. A. Centeno
Several factors that affect the efficiency of salt(s) removal from ceramic materials during desalination treatments were investigated. The results show that before a suitable desalination method is chosen, the role of the porosity of the material, the solubility of the contaminating salt(s), the kinetics of the dissolution process and the mobility of the ions have to be evaluated. A method to calculate the maximum amount of salt remaining in the object after repeated washings, based...

Salts in the Deterioration of Porous Materials: A Call for the Right Questions

A. E. Charola & J. Pühringer
On the basis of recent literature surveys and publications a brief review of the issues involved in the deterioration of porous inorganic materials induced by the presence of salt is discussed. Starting with the dissolution of salts in water to form solutions, it is pointed out that many questions need to be answered to understand their behaviour. This is followed by the behaviour of these solutions within the porous material. It is highlighted that the...

Verhalten von Salzen in porösen Systemen

Herbert Juling, Gerd Gülker, Akram El Jarad, Stefan Brüggerhoff, Dirk Kirchner & Kirsten Linnow
Der Abschlussbericht beinhaltet vier Teilvorhaben: - Thermodynamische Modellierung und experimentelle Untersuchung von Phasenumwandlungen; - Untersuchungen der Zusammenhänge von Porenraum, Salztyp und hygrischer Dilatation; - Interferometrische Verformungsmessungen mit hoher räumlicher Auflösung während der Kristallisation von Salzen; - Rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen der Salzkristallisation im Porenraum mit Kryo-Methoden.

Mechanismus der Schädigung durch Salzkristallisation

Michael Steiger
Es werden neuere Ergebnisse zum Verständnis des Schadensmechanismus bei der Salzkristallisation zusammengefasst. Schließlich sollen typische Experimente zur Salzschädigung poröser Materialien kurz vorgestellt und im Sinne der Theorie des Schadensmechanismus diskutiert werden. Abschließend wird kurz auf die Bedingungen am Bauwerk eingegangen, unter denen Salzschäden wahrscheinlich sind. In: Schwarz, Hans-Jürgen; Steiger, Michael (Hrsg.): Salzschäden an Kulturgütern: Stand des Wissens und Forschungsdefizite, Hannover, 66-80.

Kompressenentsalzung – Mechanismen der Salzbindung an mineralische Zusätze

Katharina Richardt
Salzbelastung ist eine häufige Schadensursache bei Natursteindenkmälern. Zur Reduzierung dieser Salzbelastung existieren vielfältige Methoden. Eine in der Denkmalpflege oft angewandte Methode ist die Salzreduzierung durch Entsalzungskompressen. Prinzip dieser Maßnahme ist es, Salze in Wasser zu lösen und aus dem Objekt in die Kompresse zu transportieren. Im Allgemeinen bestehen diese Kompressen aus Zellulose und mineralischen Zusätzen (Kaolin, Bentonit, Sepiolith). Auf Grund ihres Funktionsprinzips kann zwischen dauernassen und abtrocknenden Kompressen unterschieden werden. Dauernasse Kompressen werden während der...

Registration Year

  • 2020
    41
  • 2019
    34
  • 2018
    34
  • 2017
    45
  • 2016
    60
  • 2015
    15
  • 2014
    23
  • 2013
    137
  • 2012
    62
  • 2011
    3

Resource Types

  • Text
    427
  • Audiovisual
    21
  • Image
    6