160 Works

Politik zum „Mitmachen“

Isabella Nening
Im vorliegenden Beitrag wird untersucht, inwiefern die österreichischen Parteien ÖVP, SPÖ, FPÖ, Die Grünen, NEOS und Team Stronach auf ihren Homepages für die Bürgerinnen und Bürger Angebote zur politischen Partizipation bereitstellen. Um dies herauszufinden, wird mit Hilfe des theoretischen Fundaments zu Demokratiemodellen, politischen Parteien und Partizipationsmöglichkeiten ein Kategoriensystem gebildet. Mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse der Parteienhomepages werden die Partizipationsangebote in die beiden entwickelten Kategorien „Kommunikationsdimension“ (ein-, zwei- oder dreidimensional) sowie „Partizipationsform“ (repräsentativ, direktdemokratisch, deliberativ, demonstrativ) eingeordnet....

Die neue Rolle der Rezipientinnen und Rezipienten

Christine Gnahn & Claudia Raith
Der erste Blick am Morgen kurz nach dem Aufstehen fällt heute oft nicht mehr in die Zeitung, sondern auf das Smartphone. Statt in Form von Print und Funk, kann mittlerweile fast jede Frau und jeder Mann mit einem Internetanschluss im Netz publizieren und ohne großen Zeitaufwand den jeweiligen Medien Feedback geben. Da die Öffentlichkeit nicht mehr nur auf die Inhalte von Redaktionen und Berufsjournalistinnen und -journalisten zugreifen kann, sondern auch auf Veröffentlichungen und Kritik von...

Wie neue Medientechnologien unser Kommunikationsverhalten verändern

Churkina Ksenia
Eine Verschiebung der Kommunikation in Richtung Digitalisierung und die massenhafte Verbreitung der mobilen medienkonvergenten Geräte – Mobiltelefone, Smartphones, Tablets – führt zu der Bildung neuer mobiler Kommunikationsformen und zunehmender Erreichbarkeit. Aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive beschäftigt sich dieser Forschungsbericht mit der Bedeutung von mobiler Erreichbarkeit am Beispiel Instant Messaging WhatsApp und seiner Auswirkung auf das alltägliche Kommunikationsverhalten. Dabei liegt die Aufmerksamkeit auf dem „Erreichbarkeits-Dilemma“ (vgl. Lange 1999: o.S.) sowie der Medientheorie von McLuhan. Zur Frage der Wahrnehmung...

Golfkrieg

Ulrike Heidlmayr, Thomas Gröber & Julia Mittermayr
Der vorliegende Beitrag widmet sich der Virtualisierungsdebatte, die sich auf Jean Baudrillards Artikel im Spiegel „Der Feind ist verschwunden“ und Paul Virilios Gesprächen mit der Süddeutschen Zeitung „Das ist das Ende” und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung „Warten auf den großen Knall. Alles wird global, auch die Katastrophen“ stützt. Dabei wird der Krieg als mediales Ereignis vor dem Hintergrund der Theoreme von Virilio und Baudrillard beleuchtet. Die Debatte zu Ursache und Wirkung einer veränderten Wahrnehmung durch...

Women at war

Isabella Dissertori & Denise Langegger
Über Jahrtausende hinweg war das Kriegsgeschehen ausschließlich dem stärkeren Geschlecht – den Männern – vorbehalten. Sie waren es, die an vorderster Front das Vaterland verteidigten, sich in feindliches Terrain begaben, von den Kriegsschauplätzen der Welt berichteten und dabei ihr Leben riskierten. Frauen waren (wenn überhaupt) lediglich passiv am Krieg beteiligt, zum Beispiel in der Funktion als Krankenschwestern oder medizinischem Hilfspersonal. Erst seit Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts hat sich diesbezüglich etwas geändert:...

Die Vernetzung der Netze.

Niklas Hager
Vernetzung ist ein Prozess, den wir in unserer Gesellschaft durchlaufen. Konsequenzen und Entwicklungen die sich daraus ergeben, werden laut Van Dijk (2012 a: 25) mit dem Begriff einer 'network-society' beschrieben. Vernetzung verläuft jedoch mehrdimensional und betrifft längst nicht mehr nur soziale und mediale Systeme. Durch die technologische Entwicklung selbst werden neue Machtstrukturen im Netz gebildet, in denen sich menschliche Individuen durch entsprechende Kompetenzen und Fähigkeiten behaupten müssen. Diverse momentane Entwicklungen zeigen das Risiko, welches wir...

The Tourist G(L)aze

Mihir Ignatius Nayak
Much has been written about the Tourist Gaze ever since John Urry coined the term in 1990. John Urry, who was born in 1946, is a British sociologist and currently Professor at Lancaster University. He is well known for his work in the fields of tourism sociology and mobility, especially with regards to the Tourist Gaze. The Tourist Gaze refers to the view/gaze of a tourist when he or she is on holiday. A tourist...

Journalismus 3.0

Theresa Fleißner
Es heißt, dass der Journalismus von heute online stattfindet. Newsrooms sind konvergent, sie sind integriert, Journalistinnen und Journalisten aus allen Medienformaten arbeiten zusammen und kreieren gemeinsam Beiträge für die Online-Portale, die nur das Beste aller Medien miteinander vereinen (vgl. Deuze 2012; Matzen 2014). So die Idealvorstellung. Die Realität liefert das böse Erwachen: Auch online sind Beiträge fast ausschließlich auf Text konzentriert. Ein Multimedia-Journalismus in Zeiten, in denen alles online ist, muss aber besser sein, um...

‘Up to date’ oder ‘far too late’?

Johanna Jung & Jennifer Woods
Anhand des Germanwings-Unglücks untersucht der vorliegende Artikel die Relevanz der Zeitung als Informationsquelle im Falle einer Katastrophe. Zu diesem Zweck wurde eine quantitative Befragung von 100 Personen mittels Online-Fragebogen durchgeführt. Die Angaben der Befragten wurden vor dem theoretischen Hintergrund des Uses-and-Gratifications-Ansatzes und hauptsächlich anhand ihrer Generationszugehörigkeit analysiert. Wie die Ergebnisse zeigen, erfährt die Print-Zeitung unmittelbar nach dem Ereignen einer Katastrophe einen vorübergehenden ‘Knick‘ in ihrem Stellenwert und ist als Erstinformationsquelle irrelevant. Wenig später holen Printausgaben...

Mediensozialisation und berufliche Sozialisation von Lehrerinnen und Lehrern aus Salzburg

Viktoria Probst & Julia Schmidt
Die vorliegende Forschungsarbeit behandelt zum einen die Mediensozialisation von Lehrerinnen und Lehrern in den Phasen Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter und zum anderen die berufliche Sozialisation sowie den Einsatz von Medien im Berufsalltag seit Beginn der Ausübung des Lehrberufs bis heute. In beiden Bereichen stellt die Rolle der Medien bei der Bewältigung von Lebensaufgaben, wie beispielsweise das Absolvieren von Schule und Universität, dem Eintritt ins Berufsleben, und der weiteren Ausübung des Berufs etc., einen zentralen Aspekt...

Musik für Wählerstimmen

Robert Singer
Eins der vielen Mittel, derer sich Parteien im Wahlkampf bedienen, sind YouTube-Videos. Dieses Paper beschäftigt sich speziell mit Musikvideos in YouTube der rechtspopulistischen Parteien FPÖ (Österreich) und SVP (Schweiz). Mittels einer Filmanalyse wurde ermittelt, welche Botschaften die unterschiedlichen Parteien in ihren Musikvideos vermitteln und wie sie sich unterscheiden.

Kann man den Medien noch vertrauen?

Katharina Maier & Christian Hetzenauer
This paper focuses on the gap between trust in and use of traditional media among Austrian teenagers. In-depth interviews with eleven students between the age of 16 and 20 have shown that young people find themselves in what we call an information dilemma: They trust traditional media like newspapers, TV and radio more than they trust social networks. At the same time, however, they consume most of the news content via social networks. This conflict...

The vicious circle of fake news

Christian Guter & Katrin Markut
Fake News are omnipresent. They influence our daily life – especially since the social media boom. But what happens with those ‘alternative’ news when they get disproved? Do they still get viral or maybe the total opposite happens – they disappear? In this case study we look into Fake News on Facebook and Twitter and what happens if quality newspapers disprove these posts – will they end or will they still live on? The Facebook...

Das weite Feld der Metaanalyse

Elisabeth Lueginger & Rudi Renger
Die Kommunikationswissenschaft ist gekennzeichnet durch eine Fülle an unterschiedlichen Methoden, Untersuchungen und wissenschaftlichen Publikationen. Die Metaanalyse stelle hier eine geeignete Methode dar, um generalisierende Aussagen über einen Problem- bzw. Forschungsbereich zu treffen, einen Überblick oder eine Zusammenfassung bisher durchgeführter Studien zu liefern. Besonders für die Sozialwissenschaften – wie die Kommunikationswissenschaft – ist dies von großer Relevanz, da durch Zusammenführung zentraler Forschungsergebnisse neue Erkenntnisse erlangt werden. Dieser Beitrag stellt die methodischen Verfahren, die unter der Bezeichnung...

Wird der #Aufschrei erhört? Eine kritische Diskursanalyse der Sexismus-Debatte in Deutschland

Marlene Gsenger & Martina Thiele
Anfang 2013 veröffentlicht die Stern-Journalistin Laura Himmelreich ein Portrait über den FDP-Spitzenkandidaten Rainer Brüderle. Himmelreich wirft dem Politiker unangemessenes Verhalten ihr gegenüber vor. Zeitgleich wird auf Twitter der Hashtag #aufschrei eingeführt, unter dem Twitter-Nutzerinnen und Nutzer ihre Erfahrungen mit Sexismus schildern. Das Medienecho auf diese Veröffentlichungen ist enorm, in Rundfunk-, Print- und Onlinemedien wird in den folgenden Wochen und Monaten über Sexismus gestritten. Mittels kritischer Diskursanalyse werden in diesem Beitrag die Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung,...

Perlentaucher im Datenmeer

Eram Khan & Fritz Neumüller
Zeitgenössischer Datenjournalismus hilft Menschen, Daten mit Unterstützung neuer Technologien, statistischer Methoden und Open-Source-Software zu verstehen, zu durchforsten und weiterzuverarbeiten. Er bietet Medien neue Möglichkeiten, komplexe Sachverhalte nutzerfreundlich und personalisiert zu präsentieren und in der Gesellschaft als Kritikerinnen und Kritiker und Kontrolleurinnen und Kontrolleure zu agieren. Zunächst wird eine klare Definition von Datenjournalismus präsentiert und die Situation in Österreich beleuchtet. Datenjournalismus wird hierzulande aber erst wenig Aufmerksamkeit zuteil: Das Amtsgeheimnis torpediert den freien Zugang zu Information,...

Digital Storytelling

Tim Tacke & Stefanie Ulbricht
Die exponentielle Zunahme an Medienangeboten und eine durch das Internet vorangetriebene Vielfalt an Vertriebskanälen prägen den heutigen Journalismus. Wer im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Rezipienten und Rezipientinnen bestehen will, muss seine journalistischen Angebote attraktiv, fesselnd und einprägsam konzipieren. Mithilfe von Digital bzw. Multimedia-Storytelling-Techniken können Journalisten und Journalistinnen von heute ein Gegenpol zu in Akkordarbeit angefertigten journalistischen Fließbandprodukten setzen. Durch vielschichtige und multimedial aufbereitete Geschichten wird den Leserinnen und Lesern ein Mehr an kontextueller Tiefe...

‚Lügenpresse – Halt die Fresse!’

Maria Birnbaum
Die Forschungsarbeit ‚Lügenpresse – Halt die Fresse’ nimmt anhand der PEGIDA Bewegung die veränderten Kommunikations- und Informationsbedingungen in sozialen Medien in den Fokus. Das Ziel des Aufsatzes ist zu prüfen, inwieweit PEGIDA antidemokratische Inhalte via Facebook verbreitet. Dabei wird eine kritische Position eingenommen, die hinter die positiven und teils überhöhten Erwartungen an die sozialen Medien blickt. Als theoretische Basis stützen sich die Überlegungen auf die Öffentlichkeit im Wandel nach Imhof und Donges sowie die Konzepte...

Contemporary Television Drama Series und ihre Publika

Elisabeth Klaus

„Die Serien wähle ich On-Demand je nach Stimmung aus, das ist für mich qualitativ hochwertiger.“

Julia Sophie Fraunberger
In der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Untersuchung im Bereich der Publikumsforschung zu aktuellen US-amerikanischen Fernsehserien. Zunächst wird auf den Forschungsstand eingegangen und historische Entwicklungen, Merkmale sowie begriffliche Abgrenzungen zum Gegenstand erläutert. Der weit verbreitete Begriff des „Quality TV“ wird diskutiert und anhand der Darstellung aktueller Entwicklungen in Produktion, Distribution und Publikumsverhalten wird auf Basis aktueller Merkmale des Seriellen Textes der Begriff der Television-Drama-Serien eingeführt. Den theoretischen Hintergrund zur Untersuchung der Anschaffung und...

Stichwort Partizipation?

Silvia Schenner
Angesichts der Entwicklungen der letzten Jahre wird in diesem Beitrag ein Überblick über das Zusammenspiel von neuen und traditionellen Medien geboten. Basierend auf der Gatekeeping Theorie und dem Agenda Setting Ansatz werden die Charakteristika der Online-Berichterstattung ebenso thematisiert, wie die Kontroverse, ob partizipative Medien dem Journalismus zugeordnet werden können. Gefragt wird vor allem auch nach der Anpassungsleistung, welche die einzelnen Medien im Zeitalter der Digitalisierung erbringen. Mit Hilfe der komparativen qualitativen Inhaltsanalyse der Berichterstattung von...

P/ART/ICIPATE

Yasmin Dorostan
Das europäische Parlament startete für das Wahljahr 2014 eine umfangreiche Online- Kampagne, die vor allem die jungen EU-Bürgerinnen und -Bürger erreichen sollte. Mit emotionalen Wahlspots und Slogans wie „Diesmal geht’s um mehr“, die auf Europas Social Media-Kanälen veröffentlicht, geteilt und diskutiert wurden, sollte gegen die allgemeine Wahlmüdigkeit angekämpft werden. Der erhoffte Erfolg blieb aus – die Wahlbeteiligung stieg im Jahr 2014 nicht signifikant an. Mit welchen kommunikativen Herausforderungen sehen sich europäische Institutionen aktuell konfrontiert? Welche...

Agenda-Setting 2.0?!

Sabine Baur, Christine Schrattenegger & Lisa Vogl
Die vorliegende Abhandlung geht der Frage nach, welchen Einfluss Shitstorms auf die traditionelle Medienberichterstattung haben und beschäftigt sich in weiterer Folge mit möglichen Auswirkungen auf den Agenda-Setting-Ansatz. Shitstorms waren zu Beginn der Untersuchung nur vereinzelt zu beobachten, haben in den letzten Monaten aber vermehrt stattgefunden. Die vorliegende Studie untersucht drei Fälle aus dem Salzburger Raum – ‚Tempo 80‘, ‚Rettet den Salzburger Flughafen‘ und ‚Tschisi-Eis‘. Zu allen drei Themen wurden Facebook-Seiten gegründet, deren Fangemeinde innerhalb kürzester...

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