373 Works

Tell me a story. Digitale Lernaufgaben zur Stärkung der kommunikativen Kompetenz – Ein Prä-/Post-Design mit einer Multikomponentenintervention zum Wortschatzerwerb als Forschungsprojekt im Master of Education

Sonja Hoffmeister
Der systematische Erwerb von Wortschatz und kommunikativer Kompetenz im Fremdsprachenunterricht Englisch ist ein entscheidender Faktor für die globale Partizipation von allen Schüler*innen. Im vorliegenden Beitrag wird die Forschungsfrage untersucht, inwiefern die Kombination einer komplexen Kompetenzaufgabe mit digitalem Storytelling und Fokuswörtertraining den Wortschatzerwerb und damit kommunikative Kompetenz fördert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Wortschatz sich nach der Intervention in Wortanzahl und -vielfalt vergrößert. Sustainable acquisition of vocabulary and communicative competence in the Teaching English as a...

Diskursive, Peer-basierte Erarbeitung von Fachliteratur in Seminaren: Das TEXTLABOR aus Studierendensicht

Hanna Hoebink & Sarah Steinsiek
In diesem Beitrag beschreiben und reflektieren wir das von uns als Studierende genutzte mediendidaktische Konzept Textlaboraus dem Bereich des Fach- und Lehramtsstudiums Germanistik. Bei diesem Konzept sollen diskursive und Peer-basierte Zusammenarbeit das individuelle Textverständnis unterstützen und als Online-Komponente eines Blended Learning-Settings die Präsenzsitzungen bereichern. Nach einer Beschreibung der Moodle-basierten Lernaktivität, der didaktischen Zielsetzung und des Lehrveranstaltungskonzepts erfolgt eine Betrachtung der Herausforderungen und Potenziale, die sich aus dem Einsatz des Textlabors für uns ergeben haben. In...

Antisemitismus unter Jugendlichen in Deutschland und der Schweiz. Welche Rolle spielt die Religionszugehörigkeit?

Dirk Baier, Yvonne Krieg & Sören Kliem
Der Beitrag untersucht vor dem Hintergrund der erneuten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konfliktes Ausmaß und Einflussfaktoren antisemitischer Einstellungen unter christlichen und muslimischen Jugendlichen. Hierfür wird auf umfassende Jugendbefragungen in der Schweiz und in Niedersachsen zurückgriffen, in denen u. a. 776 bzw. 1 367 Muslim*innen erreicht wurden. Die Ergebnisse belegen erstens, dass Muslim*innen in beiden Ländern signifikant höhere Zustimmungsraten zu antisemitischen Einstellungen aufweisen, wobei sich verschiedene ethnische Gruppen von Muslim*innen diesbezüglich nicht unterscheiden. Zweitens findet sich nur...

Die Kategorie 'Migrationshintergrund' im virtuellen Klassenzimmer

Galina Gostrer
Wie wird die Kategorie ‚Migrationshintergrund‘ in einem virtuellen Klassenzimmer konstruiert, ausgehandelt und zugeordnet? Und auf welche gesamtgesellschaftlichen Strukturen wird dabei Bezug genommen? Der folgende Artikel geht dieser Frage nach. Grundlage der Untersuchung ist ein online durchgeführtes Interview mit Teilnehmerinnen einer Online-Weiterbildung. Dieses Interview wurde gesprächsanalytisch ausgewertet.

Austrian Inmates’ Personality Traits, Work-Related Attitudes and Behaviours, as Well as Their Association with Psychological Well-Being

Norman Meuschke
The aim of this study was to examine possible age-related differences within an Austrian inmate sample, as well as dissimilarities with community-dwelling reference samples, concerning personality, work-related attitudes, and their influence on the inmates’ psychological well-being. In total, 177 male inmates from 11 Austrian correctional facilities were examined in a cross-sectional questionnaire study. Differences in mean values were subsequently investigated. Regarding personality, inmates report higher conscientiousness and agreeableness but lower openness for experiences than non-prisoners....

Multimodale Lesestrategien. Eine empirische Rekonstruktion auf Basis von Laut-Denk- und Eye-Tracking-Daten

Bettina Bock & Pirkko Dresing
Das Lesen multimodaler (Sach-)Texte stellt einen zentralen fächerübergreifenden Bestandteil des schulischen Lernens dar. Dennoch liegt der Fokus in Lesestrategiekonzeptionen und -förderansätzen auf sprachlichen Textelementen. Die Multimodalität der Texte und deren Auswirkung auf den Leseprozess bleiben weitestgehend unberücksichtigt. Der Beitrag betrachtet Textkompetenz und Lesestrategien daher aus einer multimodalen Perspektive und zeigt anhand erster Ergebnisse aus einer explorativen Studie, wie Schüler:innen in inklusiven Lerngruppen multimodale Sachtexte lesen und welche multimodalen Lesestrategien dabei aus Laut-Denk- und Eye-Tracking-Daten rekonstruiert...

Die zentralen und peripheren Lesarten des portugiesischen Perfekts : eine explorative Studie für ein integratives Modell

Lukas Müller

Diversität als Ressource und Zielperspektive für die Gestaltung offener Gespräche im inklusiven Literaturunterricht

Caterina Mempel & Johannes Mayer
Der Beitrag untersucht am Beispiel des Lernformats Heidelberger Modell des Literarischen Unterrichtsgesprächs die Möglichkeiten eines konstruktiven Umgangs mit Diversität im Literaturunterricht. Anhand von Gesprächsauszügen wird gezeigt, wie Lernende mit unterschiedlichen Diversitätsprofilen in einem gesprächsförmigen Literaturunterricht gefördert werden können und welche Rolle dabei der Kategorie ‚Diversität‘ sowohl als Ressource wie auch als Zielperspektive zukommt. Aus den Ergebnissen der empirischen Untersuchung werden erste Überlegungen für die Unterrichtsentwicklung und Lehrer*innenbildung abgeleitet. The article examines the possibilities of a...

Law and dispute resolution inside video games

Alejandro Martínez Sánchez
In recent years, technology has enabled an impressive development in video games. Virtual worlds have been created in which people play for many hours and invest a lot of money, but what happens if there is a dispute? How are property rights regulated within a video game? What mechanisms exist to resolve disputes? Within video games, in addition to purchasing objects, real estate can also be purchased. There are cases where people have invested more...

Reviewer List for Volume 3

KrimOJ applies a double-blind peer review process, which means that throughout the review the identities of both reviewers and authors are concealed from each other. Reviewers are not paid and work as part of the academic community. By listing them here, we extend our gratitude for their work.

Ko-konstruktive Lerngespräche unter Grundschulkindern

Daniela Götze
In den letzten Jahren sind die Forderungen nach einem Mathematikunterricht, in dem Kinder mehr Spielraum für die Verständigung über ihre Lösungswege untereinander haben, immer lauter geworden. Derartige ko-konstruktive Aushandlungsprozesse gelten als Indikator guten Unterrichts. Die in diesem Artikel vorgestellte Studie analysiert die empirisch erhobenen Daten zum ko-konstruktiven Lernen von Drittklässlern in sogenannten „Mathekonferenzen“. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Effektivität und der spezifischen Beschaffenheit dieser ko-konstruktiven Kleingruppengespräche. Zudem werden auf der Entwicklungsebene Einblicke...

Räumliches Vorstellungsvermögen

Silke Ruwisch
In den 1980er Jahren erlangten geometrische Inhalte für den Mathematikunterricht der Grundschule vermehrt Aufmerksamkeit. In Bezug auf räumliche Geometrie war diese zunächst durch Unterrichtsvorschläge in fachdidaktischen Zeitschriften geprägt (vgl. Besuden 1984, Bauersfeld 1992), ohne dass sie durchgängig in Lehrgängen Berücksichtigung fanden. Im Kontext fachdidaktischer Systematisierungen (vgl. Wittmann 1999, Franke 2000) erhielten geometrische Inhalte einen festen Platz in Curricula und Schulbuchwerken. Raumgeometrische Inhalte erreichten allerdings erst durch die Bildungsstandards (vgl. KMK 2005) Verbindlichkeit. In diesem Zusammenhang...

Das Pizzatheorem

Wolfgang Kroll & Joachim Jäger
Ein Pizzamesser besteht aus n sich in gleichen Winkelabständen kreuzenden Klingen. Problem: Kann man eine mit einem solchen Messer zerlegte Pizza gerecht unter zwei Leuten aufteilen, wenn das Zentrum des Messers nicht auf den Pizzamittelpunkt gesetzt wird? Das Pizzatheorem beantwortet die Frage. Das Problem wird mit Methoden der Analysis und der synthetischen Geometrie in vielen Variationen diskutiert. Dabei zeigt sich, dass das Problem und seine Lösungen ein beachtliches didaktisches Potential besitzen. Vorschläge für eine Behandlung...

Lernprozesse mittels Portfolio erfassen: warum und wie?

Annemarie Gubler-Beck
Pädagogen, Fachdidaktiker und infolge Kernlehrpläne fordern zunehmend Lernprozesse in die Leistungsfeststellung einzubeziehen. Für die praktische Umsetzung dieser Forderung gibt es vielfältige Vorschläge, von denen Lerntagebücher, Portfolios, mathematische Gespräche und informative Aufgaben in diesem Artikel vorgestellt werden. Im Rahmen einer Fallstudie wurde das Portfolio erprobt und es wurde untersucht, unter welchen Bedingungen es gelingt, mittels Portfolio Lernprozesse zu erfassen. Es zeigte sich, dass die Schüler je nach Unterrichtsaufforderung unterschiedliche Textsorten produzierten, wobei die sogenannten Erklärungstexte am...

Nash-Gleichgewicht und Minimax-Lösung – Gegenüberstellung zweier Konzepte der Spieltheorie

Christoph Ableitinger & Hans Humenberger
Der Artikel zielt darauf ab, die beiden wohl prominentesten Lösungsmethoden der Spieltheorie – das Nash-Gleichgewicht und die Minimax-Lösung – für den Schulunterricht der Sekundarstufe II fruchtbar zu machen. Beide Konzepte bilden menschliche Entscheidungsmechanismen in alltäglichen (Konflikt-)Situationen ab, an denen zwei oder mehrere Personen beteiligt sind. Die dabei zugrunde gelegten Entscheidungskriterien unterscheiden sich wesentlich voneinander. Während man beim Nash-Gleichgewicht nach maximalem eigenen Nutzen in Abhängigkeit vom Verhalten der anderen Konfliktparteien strebt, stellt die Minimax-Lösung eine eher...

Textaufgaben in der Grundschule

Renate Rasch
Mathematische Kompetenzen können sich besonders dann optimal entwickeln, wenn sie auf bisherigem Wissen und Können der Kinder aufbauen. Dies gilt auch für Fähigkeiten im Lösen von Textaufgaben. Erst der Blick auf Entwicklungen und Entwicklungsbesonderheiten beim Umgang mit mathematischen Texten und davon abgeleitete methodisch-didaktische Schlussfolgerungen gestatten eine zielgerichtete Organisation individueller Lernprozesse in diesem Bereich. Die im Anschluss ausschnittweise vorgestellte Untersuchung widmet sich diesen beiden in engem Zusammenhang zu sehenden Forschungsfeldern, den Voraussetzungen der Lernenden und einer...

Profile mathematikbezogener motivationaler Prädispositionen

Sebastian Kuntze & Kristina Reiss
Motivationale Dispositionen von Schülerinnen und Schülern gelten als bedeutsame individuelle Eingangsvoraussetzungen für Lernprozesse. Ausgehend von empirischen Befunden insbesondere zur mathematikbezogenen Motivation, zum fachspezifischen Interesse und zu Fähigkeitsselbstkonzepten werden in einer teilweise explorativen Herangehensweise Anzeichen für ein komplexeres Zusammenwirken verschiedener motivationaler Variablen untersucht. Ergebnisse einer Clusteranalyse deuten für verschiedene motivationale Profile der Lernenden auf voneinander abweichende Zusammenhänge hin, die in einigen Punkten auch entsprechend zweier in einer quasi-experimentellen Feldstudie eingesetzter Lernumgebungen differieren.

Die Probleme mathematisch besonders befähigter Kinder und ihrer Tutoren

Heinrich Bauersfeld
Wenn die Grundschulen auch sog. hochbegabte Kinder fördern sollen, muss dies als eine besondere und anspruchsvolle Aufgabe wahrgenommen werden, die nicht beiläufig erledigt werden kann – weder in der Schulpraxis noch in der Lehrerausbildung. Aus mehrjährigen Erfahrungen mit verschiedenen Gruppen besonders befähigter Kinder an Grundschulen und in praxisbasierten Versuchen zur Tutorenausbildung an der Universität wird an Beispielen diskutiert, welche Probleme sich dabei ergeben und welche Folgerungen für die Forschung, für eine angemessene Tutorenausbildung und für...

Was für ein Zufall!?

Wilfried Herget, Horst Hischer & Karin Richter
Was ist das eigentlich: Zufall? Und warum wird der Begriff des Zufalls in der Stochastik und in der Didaktik der Stochastik so wenig und so selten thematisiert? – In diesem Beitrag wenden wir uns dem im deutschen Sprachraum mit dem schillernden Wort „Zufall“ umschriebenen Problemfeld in seinem Facettenreichtum zu, als Anregung zum Weiterdenken: Wir betrachten sprachliche Spuren im Kontext des Zufalls, erkunden historische Spuren zum Umgang mit dem Zufall, diskutieren phänomenologische Spuren bei der Begegnung...

Wahrscheinlichkeitsvergleich und inferenzstatistisches Schließen

Anke Lindmeier & Kristina Reiss
Mathematikunterricht soll zu einem kumulativen Aufbau der Fähigkeiten im Bereich der Leitidee Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit bereits von der Grundschule an beitragen. Allerdings sind Befunde zu Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern in der Primarstufe immer noch rar. In diesem Artikel werden die Fähigkeiten bei den zwei Basisproblemen des Wahrscheinlichkeitsvergleichs und inferenzstatistischen Schließens in den Fokus genommen. Die Ergebnisse zeigen, dass für Kinder in den Jahrgangsstufen 4 und 6 mit Hilfe von speziellen, altersadäquaten Problemstellungen durchaus...

Fähigkeiten im analogen Denken bei mathematisch begabten Kindern

Daniela Aßmus
Zur Begriffsklärung werden hier drei Kategorien analogen Denkens, nämlich analoges Zuordnen, analoges Verstehen und analoges Problemlösen unterschieden. Weiterhin erfolgt eine Abgrenzung der Begriffe „Analoges Denken“ und „Transfer“, wobei Transfer als Analogienutzung verstanden wird, die im Rahmen des analogen Verstehens oder analogen Problemlösens auftreten kann. Abschließend erfolgt bezugnehmend auf die drei genannten Kategorien eine Darstellung verschiedener Studien. Die jeweiligen Studienergebnisse legen die Vermutung nahe, dass potentiell mathematisch begabte Grundschulkinder sich durch besondere Fähigkeiten im analogen Zuordnen...

Fördert mathematisches Modellieren die Motivation in Mathematik?

Katja Maaß & Christoph Mischo
Der Aufsatz stellt eine Studie vor, deren Ziel es war, die Implementierung von Modellierungen in der Hauptschule zu unterstützen. Dazu wurden im Rahmen des Projektes „Strategies for teaching unterstanding in and through modelling“ 13 Unterrichtseinheiten entwickelt. Im Rahmen eines Prä-Post-Kontrollgruppendesigns wurden eine Vielzahl von Variablen auf Schüler- und Lehrerseite erhoben. In diesem Aufsatz wird über die motivationalen Variablen auf Schülerseite berichtet. Die Daten unserer Studie sprechen für eine grundsätzlich negative Entwicklung motivationaler Merkmale im Mathematikunterricht...

Können als Apriori des Verstehens

Ralf Wiechmann
Der einfache Zugang zu Tablets und Smartphones im Unterricht legt nahe, den ‚mechanischen‘ Umgang mit Termen, Gleichungen usw. an diese Geräte auszulagern, um Zeit für das Verstehen zu gewinnen. Der Aufsatz will dagegen zeigen, dass Verstehen auf der höheren Ebene ein ‚mechanisches‘ Können auf der niedrigeren Ebene voraussetzt. Einschlägige Erkenntnisse der philosophischen Phänomenologie zeigen, dass Begriffe, in denen wir denken, im gewohnten Umgang mit den Dingen wurzeln. Das ‚mechanische‘ Können ist nicht nur geistlose Mechanik,...

Wie hängen die Mathematikleistungen von Neuzugewanderten mit Herkunftsregion und Schulbesuchsdauer zusammen?

Frank Sprütten & Susanne Prediger
Jenseits einiger Fallstudien gibt es bislang kaum empirische Befunde zu den fachlichen Leistungen von nach Deutschland neuzugewanderten Schülerinnen und Schülern. Um diese Forschungslücke zu verkleinern, berichtet der Artikel von einer Studie zu den Mathematikleistungen von n = 176 neuzugewanderten Jugendlichen. Die Studie nutzt dazu einen sprachentlasteten, stark differenzierenden Diagnosetest und untersucht Zusammenhänge der Mathematikleistung zu wichtigen Hintergrundfaktoren. Laut Varianzanalyse erscheint die Mathematikleistung abhängig von Schulbesuchsdauer und Herkunftsregion. Allerdings sind die Gruppen der verschiedenen Herkunftsregionen und...

Modelling the Complexity of Measurement Estimation Situations

Dana Farina Weiher, Silke Ruwisch, Hsin-Mei E. Huang, Jessica Hoth & Aiso Heinze
Abilities in estimation are important for everyday life, and investigated with different research interests. Although quite different estimation situations were used, studies usually did not address the question of task characteristics systematically. This paper presents a theoretical model that may serve as a basis for the task design in length estimation. First, key features of length estimation tasks were extracted by analyzing the literature. Second, these elements are varied systematically. Third, they are combined, reanalyzed,...

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  • University of Cologne
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  • Leuphana University of Lüneburg
    1