Morbus Judaicus

Der "Jüdische Selbsthaß" war ein Phänomen der Spätmoderne. Es wurde zuerst unter diesem Terminus von Theodor Lessing einem (assimilierten) Juden um 1930 beschrieben, wenngleich es seit dem Wandel der jüdischen Identität Mitte des 19. Jahrhunderts wirkfällig war. Durch die Aufgabe einer durch Judentum garantierten und tragfähigen Identität mußten sich Juden im 19. Jahrhundert eine säkulare Identität erarbeiten, die aber auf beginnenden antisemitischen und nicht länger antijudaistischen Widerstand traf. Der unter antisemitischer Zuschreibung erfolgte Identitätsaufbau respondierte...
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