Jüdische und christliche Traumanalyse im zwölften Jahrhundert

Michael Goodich
In der Autobiographie des Prämonstratensermönchs Hermann von Scheda aus dem frühen zwölften Jahrhundert findet sich ein seltenes Beispiel der Trauminterpretation gemäß der Tradition der jüdischen und der christlichen Traumdeutung. Die christliche Version entspricht weitgehend den gegenwärtigen Techniken der biblischen Exegese, die jüdische Version dagegen ist eher dem Symbolismus verwandt, den man in gegenwärtigen Anleitungen zur Traumdeutung findet. Nur im späten 12. und frühen 13. Jahrhundert, hauptsächlich unter dem Einfluss der arabischen Wissenschaft, gingen sowohl somatische...
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