Tinnitus-assoziierte Plastizität im auditorischen Cortex Mongolischer Wüstenrennmäuse

Sönke Ahlf, Konstantin Tziridis & Holger Schulze
Die Wahrnehmung eines Klangs ist das Resultat der Verarbeitung akustischer Information entlang der Hörbahn. Eine Beschädigung bspw. des auditorischen Rezeptorepithels kann zu Störungen der synaptischen Übertragung führen, z.B. der lateralen Inhibition. Dies kann in eine plastische Reorganisation des auditorischen Systems und letztlich in ein Tinnitusperzept (TP) münden, das sich in anormaler Gesamtaktivität und veränderten tonotopen Karten widerspiegelt. Mittels akustischer Schreckreaktionsmodifikation (gap-noise-paradigma) konnten wir in Wüstenrennmäusen nach Schalltrauma (2kHz, 115dB SPL, 75min) ein subjektives TP, nachweisen....