Zur Geschichte der Münchner Kunstzink- und Hartbleigießereien

Markus Harzenetter
Die bislang vorliegenden Erkenntnisse zum Komplex des Forschungsprojektes: "Konservierung von Denkmäler aus Blei, Zink und Zinn" lassen in mehrfacher Hinsicht - materialinhärent, konservierungstechnisch, aber auch bezüglich seiner kunsthistorischen Wertschätzung - als eigentliches "Sorgenkind" Zinkgussobjekte erscheinen: Die schon früh, bereits im späteren 19. Jahrhundert einsetzende, zunächst vor allem materialästhetisch argumentierende Ablehnung von Bildwerken aus Zinnguss wurde befördert durch den Einsatz des Materials bei der Produktion von Massengütern, die dem Verdikt "Kitsch" anheimfielen. Im Ergebnis führte dies...