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Gewaltmonopol, Brexit, Bürokratie: Zur Aktualität Max Webers in der Politikwissenschaft

Andreas Anter
Max Weber hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass man 100 Jahre nach seinem Tod nach seiner „Aktualität“ fragen würde. Er hätte darüber womöglich gelacht, denn er war davon überzeugt, dass seine wissenschaftliche Arbeit nach ein paar Jahren überholt sein würde. Nicht weil es ihm an Selbstbewusstsein gemangelt hätte, sondern weil er aus prinzipiellen Gründen glaubte, dass Wissenschaft geradezu den Sinn habe, zu veralten und überholt zu werden.

Mikrophysik des Widerstands : Alexander Kluges politische Philosophie der Gefühle

Steffen Andrae
This article deals with Alexander Kluge's understanding of feelings as a potentially produc-tive yet untapped form of political agency. Through an original reading of Marx and Freud Kluge develops a conception of Antagonistic Realism in which feelings appear as part of a rich aggregation of obstinate subjective capacities directed against the maintenance of the status quo. In my paper, I examine the broader societal-theoretical framework that guides Kluge's investigation, his idea of an anti-realism of...

Replik auf Armin Engländers \"Kritische Anmerkungen\"

Andreas Anter
Armin Engländer meint, der wertende Standpunkt in meinem Vortrag stehe "in einem klaren Widerspruch zu Webers Maximen". Er glaubt, Weber sei ein Verfechter der "Wertfreiheit" der Wissenschaft gewesen, wonach die Wissenschaft eine "neutrale" Beobachterperspektive einzunehmen habe. Tatsächlich? Ein Blick in Webers wissenschaftstheoretische Schriften und sein übriges Werk zeigt: Er praktiziert keineswegs eine solche unbedarfte "Wertfreiheit".

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  • 2021
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  • University of Erfurt
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