10,594 Works

Früher oder später

Jürg Neuenschwander
Der Film beschreibt alltägliche Handlungen, die angesichts des Todes einen rituellen Charakter annehmen, und schenkt den fast unsichtbaren Gesten und Regungen Aufmerksamkeit, die Leiden und Unsicherheit erträglicher machen: das Streicheln einer Katze, ein Händedruck oder ein flüchtiger Blick. Bilder und Momente im Sterben und Trauern, wo wir im Alltag wegschauen, aus Unsicherheit, Angst oder Scham.

Verformung von Partikelformationen unter Seewindbedingungen - Numerische Simulation

Christian Zick & Günter Warnecke
Computerberechnete Windvektorfelder zeigen verschiedene Partikelformationen und deren Veränderungen unter dem Einfluß großräumiger Seewinde aus verschiedenen Richtungen über Florida.

Im Deutschen Sudan

Hans Schomburgk
Edition: Vollständige Wiedergabe des Filmberichts von H. Schomburgk, Berlin, über seine Forschungsreise nach Nord-Togo. Kotokoli: Marktleben, Baumwollernte, Spinnen, Weben, Spiele, Korbflechterei, Herstellung von Hüftschnüren, Fischfang, Reiterspiele, Besuch bei einem Häuptling. Marktszenen aus Sansane-Mango. Tyokossi: Kinderpflege, Nahrungsbereitung. Bassari: Eisengewinnung- und verarbeitung. Konkomba: Schießen mit Pfeil und Bogen. Aufnahmen aus Liberia: Fangen und Transport des Zwergflußpferdes, heiliges Krokodil. (Vorführgeschw. 18 B/s)

Equus quagga (Equidae) - Kampfverhalten

Hans Klingel & Ute Klingel
Steppenzebra. Kampfspiele der Junghengste verschiedener Altersstufen: Halskampf, Beißkampf im Stehen und Sitzen, Kampfkreiseln, Steigen. Bei den Kampfspielen erwachsener Hengste gleiche Verhaltensweisen. Bei ernsthaften Kämpfen zusätzlich Jagen mit Ausschlagen, wenig ritualisiert, aber ohne ernsthafte Verletzungen.

Eipomek 1986

Thomas Michel
Das Eipomek-Tal (West-Irian, Indonesien) wurde 1976 von einem schweren Erdbeben heimgesucht. 10 Jahre später ist das Leben der Eipo gezeichnet von den Folgen dieses Erdbebens und der darauf folgenden Missionierung. Die Kultur der Eipo hat sich wesentlich verändert (Siedlungsanordnung, Religion, Körperschmuck und Kleidung), hat sich aber in anderen Teilen erhalten (Hausbau, Feldbau). Die Akkulturation der Eipo wird sichtbar. Siehe auch Film E 2718.

Krahó (Brasilien, Tocantins-Gebiet) - Durchstechen der Ohrläppchen

Harald Schultz
Einem etwa 13jährigen Jungen werden beide Ohrläppchen mit einem spitzen Stab durchstochen. Um das Zusammenwachsen zu verhindern, werden immer dickere Stöckchen in die Löcher gesteckt. Dann setzt sich ein Mann Ohrscheiben (Ø etwa 8 cm) in seine voll ausgeweiteten Ohrläppchen ein.

Mikronesier (Gilbert-Inseln, Onotoa) - Tanzbewegungen mit dem »kakekekeke«-Schurz

Gerd Koch
Vor dem Versammlungshaus der Siedlung Buariki zeigen drei in Kakekekeke-Schurz gekleidete Frauen typische Hüftbewegungen altgilbertischer Tänze. Die in jahrelangen Übungen einstudierten Bewegungen werden durch den mächtigen Schurz besonders betont.

Dagari (Westafrika, Obervolta) - Begräbnis einer Häuptlingsfrau

Kunz Dittmer
Vor der aufgebahrten, mit Tüchern verhüllten Leiche der Häuptlingsfrau Bäya finden Hüpftänze und Gesänge zu Ehren der Toten statt. Nachdem das Grab ausgehoben ist, bringen drei Leichenträger die Verstorbene zu Grab. Die Verwandten folgen zur Grabstätte. Das Bestatten wird durch eine Matte den Blicken der Trauernden entzogen. Danach wird das Grab verschlossen.

Befall von Nematoden durch Mycel- und Konidienfallen der Gattung Nematoctonus

John Webster & Elvira Poloczek
Nematophage Pilze des Basidiomyzeten Nematoctonus fangen und verdauen kleine Bodenorganismen, oft Nematoden. Dabei wählen sie zwischen zwei alternativen Strategien: einer räuberischen und einer eher endoparasitischen. Während der Aufnahmen zu dem Film wurde entdeckt, daß mindestens drei Arten beide Strategien verfolgen können; und zwar Nematoctonus leiosporus, Nematoctonus concurrens und Nematoctonus robustus. Abhängig von den Umweltbedingungen keimen die Konidiosporen entweder zu Myzelien mit sanduhrförmigen Klebefallen, oder ihre Konidien bilden analoge Fangorgane direkt an kurzen Keimschläuchen. Mit Zeitraffung.

Hammelschlachten und Mahlzeit bei den Beduinen im Hadramaut

Hans Helfritz & Gelpke, Fritz (Bearb.)
Schlachten eines Hammels: Schärfen des Messers, Durchschneiden der Kehle, Abbalgen, Ausnehmen der Eingeweide. Zubereiten der Mahlzeit. Braten auf erhitzten Steinen. Zubereitung von Reis und Kaffee. Aufgenommen mit 20-24 B/s.

Javahé (Brasilien, Araguaia-Gebiet) - Flechten einer kleinen Matte mit fester Randleiste

Harald Schultz
Aus einem jungen Palmblatt flicht ein Mann eine Matte: die Mittelrippe des Schößlings wird zur Randleiste; die beidseitigen Blattfiedern bilden die zwei Richtungssysteme des Diagnonalgeflechtes, das durch eine zopfartige Flechtkante abgeschlossen wird.

Nahrungsaufnahme und Verdauung bei dem Ciliaten Pseudomicrothorax dubius

Klaus Hausmann
Der Ciliat ist auf die fädige Blaualge Oscillatoria formosa spezialisiert. Er nimmt sie mit Hilfe des Reusenapparates auf. Die starren Algenzellwände werden rasch enzymatisch aufgelöst, so daß der Ciliat große Nahrungsmengen pro Zeiteinheit aufnehmen kann. Die Struktur und Funktion des Reusenapparates werden durch elektronenmikroskopische Aufnahmen und Zeichentrick erläutert.

Weberinnen in Ahuiran - Michoacán, Mexiko

Beate Engelbrecht & Ulrike Keyser
Die Weberinnen von Ahuiran stellen mit Rückengürtelwebgeräten schwarzblaue Rebozos und weiße Tücher her. Besonders wenn die Ehemänner abwesend sind, sind sie auf den Verdienst aus ihrem Handwerk angewiesen. Die finanzielle Lage der Weberinnen wie auch der Käuferinnen führte dazu, daß statt der Baumwolle immer mehr Acrylwolle benutzt wird. Die Frauen arbeiten oft in Gemeinschaft und unterhalten sich dabei. Sie nehmen die Hilfe ihrer Töchter in Anspruch, die so das Handwerk nach und nach erlernen. Verkauft...

Schwarze Töpferei in Nord-Portugal

Werner Tobias
In Bisalhaes, einem Dorf in Nord-Portugal, wird schwarze Töpferei, vor allem Schüsseln und runde Gefäße für den täglichen Gebrauch, hergestellt. Der Ton wird mit Holzhämmern zerschlagen und anschließend eingesumpft. Die Gefäße werden auf einer handbetriebenen Drehscheibe geformt. Wenn sie trocken sind, werden sie mit Steinen gesäubert und geglättet. In einem Grubenofen werden sie gebrannt. Langsam wird der Ofen mit Scherben, Brennmaterial und schließlich Erde und Asche geschlossen. Durch Reduktion werden die Scherben schwarz.

Tsetsefliegen als Überträger afrikanischer Trypanosomen

Leo Jenni & Karl-Friedrich Schell
Morphologie der Tsetsefliege (Glossina morsitans), Kopulation, Larvenablage, Verpuppung, Schlüpfen aus der Puppe, Nahrungsaufnahme. - Entwicklungszyklus der Trypanosomen (T. brucei) in der Tsetsefliege und Übertragung auf Säuger; Blutformen von T. congolense, T. vivax, T. brucei.

Eipo (West-Neuguinea, Zentrales Hochland) - Herstellen eines Perlenbandes in Halbwebtechnik

Franz Simon & Klaus Helfrich
Salap, ein Mann aus Malingdam/Imarin, spannt Kettfäden über ein Holzgerät und beginnt zu weben, indem er jedes zweite Fach von Hand öffnet. Die jeweils darauffolgenden Fächer werden durch Einschieben eines Trennstabes in die Kette automatisch vorgebildet. Auf den Arbeitsfaden werden weiße Glasperlen aufgezogen. Dieser wird durch das geöffnete Fach geschoben und zwischen den Kettfäden geordnet. Nach Fertigstellung bindet sich Salap die Stirnbinde um.

Djonkor (Zentralsudan, Süd-Wadai) - Kosi Opi erzählt das Märchen »djapando«

Peter Fuchs
Im Dorf Mukulu erzählt pfeiferauchend eine ältere Frau namens Kosi Opi das Märchen vom Waran Djapando in traditioneller Art mit gesungenen Passagen und bezeichnenden Handgesten.

Arabien, Hadramaut - Herstellen einer Hakensichel

Walter Dostal
Ein erhitztes flaches Eisenstück wird auf dem Amboß gebreitet und an der Spitze krumm geschmiedet. Mit einem kleinen Hammer wird das Blatt abgesetzt und die Griffzunge ausgearbeitet. Nach Abkühlen werden auf der Innenseite Zähne ausgefeilt. Heftring und Holzgriff werden angefertigt. Die Griffzunge wird in den Holzgriff gesteckt und der Heftring angebracht. Mit einem Bogenbohrer werden der Heftring und der Griff mit der Griffzange durchbohrt. Dann wird ein Nagel eingeschlagen. Die Arbeiten werden von einem Schmied...

Pakpak-Batak (Indonesien, Nordsumatra) - Spielen auf der Schlitztrommel »ketuk«

Franz Simon & Artur Simon
Zwei Männer spielen mit jeweils zwei Bambusstöckchen auf dem Aufschlagidiophon ketuk, einem dicken Bambusrohr, das an einem Ende in der Verlängerung der Trommel mit zwei Stäbchen, die einander gegenüberliegen, und einem in Längsrichtung verlaufenden Schlitz versehen ist. Die Schlitztrommel wird auf den Reisfeldern zum Vertreiben der Vögel und zur Selbstunterhaltung gespielt.

Der Bruchvorgang im Glas

Hubert Schardin & Wolfgang Struth
Das Cranz-Schardin'sche Verfahren zur Hochfrequenzkinematographie erlaubt durch seine hohe Bildfrequenzen (in diesem Film bis zu 6,5 x 10{6} B/s) Aufnahmen von der Ausbreitung eines Bruches im Glas, die mit einer Geschwindigkeit von 1500m pro Sekunde erfolgt. Trotz der geringen Zahl von Einzelbildern, die das Verfahren liefert, ergeben diese im Film eine glatte Bewegungsfolge, bei deren mehrfacher Wiederholung alle Einzelheiten des Bruchvorganges gut zu erkennen sind. Es werden durch Schrägschüsse Brüche bei Glasplatten verschiedener Art, darunter...

Kenga (Zentralsudan, Süd-Wadai) - Totenklage der Frauen

Peter Fuchs
Im Dorf Barama singen Frauen Klagelieder und tanzen später den Dodi-Trauertanz. Sie haben zum Zeichen der Trauer die kahlrasierten Köpfe mit Asche bestreut und tragen weiße Baumwollgürtel.

Verhaltensweisen von Stute und Fohlen (Equus domesticus) in den ersten Stunden nach der Geburt

Ernst-Moritz Maennicke
Vorgänge bei Beginn der Geburt, Verhalten der Stute während des Fohlens, Mutter-Kind-Verhalten, Trinken des Jungen.

Al-Bara'ma (Südostarabien, Dhofar) - Töpfern eines Kruges

Jörg Janzen
Eine Frau töpfert: sie zerstampft Ton, siebt, wässert und knetet ihn; treibt das Bodenstück und baut die Gefäßwand in Ringwulsttechnik auf; bringt Ritzverzierungen an und brennt den getrockneten Krug im Brennhaufen.

Longidorus elongatus (Nematoda) - Embryonalentwicklung

Urs Wyss
Fadenwurm. Eiablage, Bewegung und Abrundung des Protoplasmas vor der ersten Furchungsteilung. Weitere Entwicklung und Streckung des Keimes bis zur ersten Eigenbewegung. Phasen der Larvenentwicklung und Schlüpfen der Larve.

Rumentomie beim Rind mit extraperitonealer Versorgung des Pansens nach Götze

Richard Götze & Hans Merkt
In der Hannoverschen Rinderklinik entwickelte Operationstechnik des Pansenschnittes. Operation einer Kuh, die an einer Reticulo-Peritonitis traumatica subacuta ohne Beeinträchtigung des Kreislaufs erkrankt ist. Verwendung von Sulfonamiden und Antibiotika zur Verhütung von postoperativen Infektionen.

Registration Year

  • 2007
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  • TIB KMO / FLOWWORKS GmbH
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