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Karo-Batak (Indonesien, Nordsumatra) - Tänze anläßlich einer Haarwaschzeremonie in Kuta Mbelin

Franz Simon & Artur Simon
Die Teilnehmer der Haarwaschzeremonie (vgl. Film E 2963) treffen im Haus ein. Mit dem ersten Tanz werden die Schutz- und Ahnengeister gebeten, am Fest teilzunehmen. Nach dem Geisteranrufungstanz wird das Festessen eingenommen. Adat-Tänze und weitere Geisteranrufungstänze folgen. Nach einem Orakel mit hartgekochtem Ei werden Unterhaltungstänze getanzt. Zum Tanz spielt eine Gendang-Musikgruppe.

Waika (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Spinnen von Baumwolle

Hermann Schlenker
Frauen aus Bisha-ashi-teri pflücken Baumwollkapseln, entkernen sie und formen sie zu Ringen. In der Hängematte sitzend spinnen sie mit einer freihängenden Handspindel (30-40 cm lang, Kalebassenwirtel, Widerhaken) einen rechtsgedrehten Faden, nachdem die Spindel auf dem rechten Oberschenkel mit der rechten Handfläche von hinten nach vorne rasch angedreht wurde (Bakairi-I-Methode).

Bäle (oder Bideyat) (Südost-Sahara, Ennedi) - Narbentätowierung der Mädchen

Peter Fuchs
Eine Frau zeichnet je drei Striche auf jeder Wange eines etwa achtjährigen Mädchens mit Ruß vor und führt dann an diesen Stellen die Einschnitte mit einem Messer durch. Die Wunden werden dick mit Ruß verschmiert, der abgekratzt und wieder erneuert wird. Einem anderen Mädchen schneidet man in den unteren Teil der Wangen weitere kleine Narben ein und behandelt sie ebenfalls mit Ruß.

Kuttia Kond (Indien, Orissa) - Meriah-Büffelopfer

Hermann Niggemeyer
Wichtigste Phasen des dreitägigen Opferfestes Ende März in den Dörfern Belagad und Batipadar zu Ehren der Erdgöttin und für die Fruchtbarkeit der Felder.

Clunio marinus (Chironomidae) - Schlüpfen und Kopulation

Dietrich Neumann & Hans-Jürgen Dordel
Zuckmücke. Das Männchen schlüpft selbständig. Das flügellose Weibchen wird erst während der Paarung vom Männchen aus der Puppe befreit, indem dieses mit seinem Hypopyg in die Häutungsnaht eingreift und die Exuvie herunterschiebt.

Tramea lacerata (Libellulidae) - Eiablageverhalten

Georg Rüppell
Die Libelle Tramea legt Eier im freien Wasser ab. Das Männchen führt das Weibchen im Tandem, fliegt auf der Stelle, löst den Klammergriff, das Weibchen taucht das Abdomen ins Wasser und laicht ab. Danach ergreift das Männchen wiederum das Weibchen. Mit Zeitdehnung.

Argia moesta (Coenagrionidae) - Verhalten bei der Eiablage in der Gruppe

Georg Rüppell & Rainer Rudolph
Die Schlanklibelle Argia legt Eier im Tandem in Unterwasserpflanzen ab. Die Tandems sind stets gesellig. Einzelne Männchen versuchen, auffliegende Tandems zu trennen. Zeitdehnung.

Anax junius (Aeschnidae) - Eiablage und Konkurrenz der Männchen um die Weibchen

Georg Rüppell
Die Libelle Anax junius legt Eier im Tandem ab. Die Eier werden in Pflanzen eingebohrt. Fremde Männchen greifen die Tandems an und versuchen diese zu trennen. Die Attacken können so heftig sein, daß die erschöpften Tiere ins Wasser fallen und ertrinken.

Südost-Europa, Kroatien - Herstellen von Bundschuhen (»opanki«) in Sestine

Djurdjica Palosija, Milovan Gavazzi & Andrija Stojanovic
Eine gereinigte, gewässerte Kalbshaut wird in Erlenrindenlohe gegerbt und gefärbt. Aus diesem Leder werden die Sohlen, die Hinterkappen sowie dünne Streifen geschnitten, aus denen die Bundschuhe über Leisten angefertigt werden.

Makiritare (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Festtanz

Hermann Schlenker
Tänzer und Tänzerinnen aus Amadahuna bemalen sich mit roter Farbe und schmücken sich. 13 Tänzer schreiten untergehakt in Reihen hintereinander rhythmisch im Kreis um den Dorfplatz. Ihre Instrumente sind Trommel, Bambusklarinetten, Rasselstab und eine endgeblasene, gedackte Spaltflöte.

Agapornis roseicollis (Psittacidae) - Bereiten und Eintragen von Nistmaterial

Reinhard Lassek
Rosenköpfchen. Spleißen von Rinde und Bast, Einstecken der so gewonnenen Fasern in das Rückengefieder, Eintragen in die Nisthöhle. Nur das Weibchen trägt ein. Das Männchen spleißt zwar ebenfalls oder zieht dem Weibchen Fasern aus dem Rückengefieder, trägt aber kein Material in die Nisthöhle ein.

Makiritare (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Kinderspiel

Hermann Schlenker
Kinder aus Amadahuna zeichnen mit Holz stilisierte Figuren in den Sand; andere balgen sich. Zwei größere Jungen, die etwa 10 m voneinander entfernt stehen, werfen sich stumpfe Pfeile zu, denen sie ausweichen oder die sie auffangen. Ein Kind ißt eine Tupirofrucht. Ein Kleinkind wird in einem Aluminiumkochtopf gebadet.

Agapornis roseicollis (Psittacidae) - Balz und Kopulation

Reinhard Lassek
Balz und Paarverhalten bei einem jungen und einem erfahrenen Pärchen des Rosenköpfchens. Das erfahrene Pärchen führt Kopulationen aus.

Makiritare (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Ernte und Aufbereiten von Maniok, Fladenbacken

Hermann Schlenker & Dore Andrée
Pflanzen von Maniokstecklingen (Manihot utilissima), Ernte, Transport und Reiben der Knollen, Auspressen des blausäurehaltigen Saftes durch Preßschläuche, Trocknen und Zerreiben der Maniokmasse, Backen von Fladen aus frischem Mehl auf einer Eisenplatte über offenem Feuer, Trocknen in der Sonne.

Makiritare (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Herstellen eines Blasrohres

Hermann Schlenker
In Amadahuna stellt ein junger Mann aus zwei ineinandergeschobenen Röhren ein etwa 3 m langes Blasrohr her. Als Außenrohr dient ein ausgehöhltes und -geraspeltes Stämmchen einer Palme (Socrates exorrhiza), als Innenrohr ein Stengel eines knotenfreien Schilfs (Arundinaria schomburgkii). Ein Mundstück wird geschnitzt und angepicht, Pfeilspitzen mit Curare präpariert und am Pfeilende mit einer Kapokflaummanschette versehen. Kurze Jagdszene mit Blasrohr.

Mecistogaster ornatus (Pseudostigmatidae) - Flugverhalten und Nahrungserwerb

Georg Rüppell
Die Libelle Mecistogaster lebt im tropischen Regenwald und ist darauf spezialisiert, Spinnen und deren Beutetiere aus den Netzen herauszupflücken. Beide Geschlechter fliegen im allgemeinen mit phasenverschobenem Flügelschlag (nur bei Extremmanövern synchron).

Makiritare (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Herstellen einer Klarinette

Hermann Schlenker
Zwei Brüder aus Amadahuna schneiden ein Paar grüne Bambusrohre (etwa 1-1,5 m lang, mit 8-10 cm Durchmesser) mit einer Handbreite Längendifferenz zurecht, durchstoßen die unteren Knoten, durchbohren die oberen und setzen in diese als Mundstücke dünne Schilfrohre mit eingeschnittener Zunge ein. Sie blasen auf den fertigen Klarinetten ohne Grifflöcher.

Makiritare (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Sammeln, Zubereiten und Essen von Würmern

Hermann Schlenker & Andrée, Dore (Bearb.)
Frauen wühlen im Uferschlamm nach eßbaren Würmern, sammeln sie in einer Kalebasse und bereiten sie im Dorf zum Verzehr zu. In gekochtem Zustand werden sie mit Maniokfladen verspeist.

Mallophora schwarzi (Asilidae) - Balzflug

Georg Rüppell
Raubfliegenmännchen balzen sitzende Weibchen an, indem sie im Schwebflug rhythmisch ihre verbreiterten Tibien präsentieren. Nichtpaarungsbereite Weibchen wehren Männchen durch Flügelschlagen ab. Mit Zeitdehnung.

Megaloprepus coerulatus (Pseudostigmatidae) - Flug und Fortpflanzungsverhalten

Georg Rüppell
Die Libelle Megaloprepus ist zur Fortpflanzung auf periodische Pfützen in Baumlöchern und Bromeliaceen im tropischen Regenwald spezialisiert. Territoriale Männchen verteidigen diese Ressourcen hartnäckig. Die Weibchen legen ihre Eier in die Wasserlöcher der Reviermännchen und werden von ihnen bewacht. Versucht ein Männchen ohne Territorium (ein sog. Satellitenmännchen) ein Weibchen zu ergreifen, so wird es vom Reviermännchen vertrieben. Mit Zeitdehnung.

Waika (Südamerika, Venezuela) - Palmfruchtfest

Meinhard Schuster
Zubereitung des Festmahls (Wildschweinkopf und Bananensuppe). Männer und Knaben umlaufen mit Waffen und Palmwedeln rhythmisch den Dorfplatz. Frauen und Kinder tanzen. Totenasche wird eingeholt, in Bananensuppe geschüttet und von Angehörigen getrunken. Gäste umkreisen den Dorfplatz, einige schnupfen Yópopulver, tanzen um die Dorflichtung, kriechen durch mehrere Dorfhäuser. Gegenseitiges Schlagen und Ansingen. Ausgabe von Nahrungsgeschenken an die Gäste.

Makiritare (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Ernten und Spinnen von Baumwolle

Hermann Schlenker & Andrée, Dore (Bearb.)
Pflücken und Trocknen der Baumwolle, Entkernen und Spinnen nach der Bakairi-Methode.

Pityogenes chalcographus (Ipidae) - Entwicklung des Brutsystems

Gerhard Gries
Ein Kupferstecherweibchen findet, angelockt durch die pheromonhaltigen Bohrmehlkrümel, das Bohrloch eines Männchens und kriecht hinein. Sechs Weibchen nagen je einen Muttergang, die schlüpfenden Larven fressen senkrecht zum Muttergang verlaufende Larvengänge. Es folgen Verpuppung und Schlüpfen der Jungkäfer. (Zeitraffung). Die Jungkäfer nagen ein Loch durch die Rinde nach außen und fliegen ab.

Makiritare (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Töpfern eines Kochgefäßes

Hermann Schlenker
Der Häuptling von Amadahuna zerkleinert vor seinem Haus mit Hilfe von Machete, Mörser und Korbschalensieb Ton zu Staub, feuchtet ihn an und knetet ihn. In Kombination von Spiralwulsttechnik und direktem Formen bildet er einen Topf, glättet ihn mit einem runden Stein, färbt ihn mit Urucú rot und brennt ihn im Brennhaufen.

Makiritare (Venezuela, Orinoco-Quellgebiet) - Flechten einer Schale

Hermann Schlenker
Im offenen Arbeitshaus in Amadahuna schabt ein Mann feine Bambusflechtstreifen, flicht helle und dunkle Streifen sehr dicht in dreibindiger Körpertechnik zu einer Korbschale in konzentrischen Quadraten von der Mitte aus fortschreitend zum Rand, den ein Lianenring abschließt. Die Muster zeigen geometrisch-stilisierte Figuren des mythischen Affen.

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