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Motilität - Cilien- und Flagellenbewegung

Klaus Hausmann & Hans Machemer
Flagellen bzw. Zilien treten bei Eukaryoten von den Protisten bis hinauf zu den Säugetieren auf. Sie dienen der Lokomotion und dem Stofftransport. Der grundlegende Aufbau des Axonems von Flagellen und Zilien ist identisch und wird mittels elektronenmikroskopischer Aufnahmen und Trick dargestellt. Eine komplexe Koordination des Zilienschlages wird am Beispiel "Paramecium" erläutert und mittels Trickdarstellung rekonstruiert. Mit Aufnahmen aus den Jahren 1963 bis 1991.

Jungenaufzucht beim Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis)

Ansgar Reichmann
Verhalten von Eltern und Jungvögeln der zu den "Unzertrennlichen" (Gattung Agapornis) gehörenden afrikanischen Kleinpapageien: Brüten, Hudern und Füttern im Nest; soziale Interaktionen nach Verlassen des Nestes zwischen Eltern und Jungen und unter den Geschwistern, wie gegenseitiges Füttern und Kraulen.

Biologie des Maulwurfs (Talpa europaea)

Günter R. Witte
Europäischer Maulwurf. Schwimmen, Graben, Entstehen eines Maulwurfhaufens, Laufen im Gang, Erbeuten und Fressen von Nahrungstieren, Defäkation, Schlafnest, junge Maulwürfe im Nest, Sinnesorgane, morphologische Besonderheiten, Skelettbau, Wiesenhummelnest im Maulwurfsbau, Feinde.

Funktionelle Morphologie des Maulwurfs

Günter R. Witte
Europäischer Maulwurf. Morphologische und anatomische Anpassung des Maulwurfs an Lebensraum und Lebensweise beim Graben, Laufen im Gangsystem und beim Fressen. Vergleichsaufnahmen von der Lokomotion der Wasserspitzmaus. Skelettbau bei Maulwurf und Wasserspitzmaus. Mit Zeitdehnung.

Elektroortung und -Kommunikation beim Tapirfisch Gnathonemus petersii

Wolfgang Heinrich & Klaus Dornfeldt
Entladungen des elektrischen Organs des schwach elektrischen Fisches Gnathonemus petersii werden durch Elektroden im Aquarium abgeleitet, mit einem Oszilloskop synchron zum Verhalten dargestellt und hörbar gemacht. Trickdarstellung des elektrischen Stromlinienfeldes des Fisches und der Ortung von gut bzw. schlecht leitenden Gegenständen. Kampfverhalten mit gleichzeitiger Ableitung der Entladungen der Fische.

Fruchtkörpertypen und Sporenverbreitung bei Discomyceten (Ascomycetes)

Günther Bahnweg
Zusammenstellung einer Ableitungsreihe von Fruchtkörpern, ausgehend vom typischen Apothezium der Becherlinge zu gestielten Fruchtkörpern der Lorcheln und Morcheln, bis hin zu geschlossenen Fruchtkörpern der Trüffeln. Ascosporenabgabe im mikroskopischen Präparat und Stäuben am Standort. Z. T. Zeitraffung, Phasenkontrast.

Zellbiologische Studien an Physarum polycephalum - Ein Modell zur Untersuchung cytoplasmatischer Actomyosine

Friedhelm Achenbach & Karl Ernst Wohlfarth-Bottermann
Schleimpilz. Auf der Grundlage der Pendelströmung wird die Kontraktionsrhythmik im Plasmodium und in einzelnen Adern dargestellt. Die Radialrhythmik einer Ader wird durch Infrarotreflexion, tensiometrisch und photometrisch gemessen, die Longitudinalrhythmik von Aderstücken tensiometrisch sowohl unter isometrischen als auch unter isotonischen Bedingungen. Die sogenannte "Trapez"-Anordnung demonstriert die Synchronisation von Kontraktionsrhythmen in einem Aderstück. Mit Zeitraffung. Vergleiche C 1543.

Zellbiologische Studien an Physarum polycephalum - Morphogenese und Differenzierung im Protoplasmatropfen

Friedhelm Achenbach & Karl Ernst Wohlfarth-Bottermann
Schleimpilz. Zeitrafferaufnahmen belegen die Umbildung isolierter Endoplasmatropfen zu bewegungsfähigen Plasmodien. Der Zeichentrick erläutert die Plasmalemmaregeneration im nackten Tropfen, die Umbildung des solartigen Endoplasmas in gelartiges Ektoplasma (durch Aktinpolymerisation und Fibrillogenese), die Ausbildung des kontraktilen Apparates (durch Zusammenwirken von Plasmalemma-Invaginationssystem und Aktomyosin-System) und die Schaffung von Endoplasmabereichen während der ersten Kontraktionen.

Zellbiologische Studien an Physarum polycephalum - Bewegung und Reizverhalten von Plasmodien

Aloys Hüttermann & Charles E. Holt
Schleimpilz. Gerichtete Wanderungen auf dem Substrat, Pendelströmung des Protoplasmas, Reaktionen auf Berührungsreize, Chemotaxis (Glukose, Essigsäure).

Zellbiologische Studien an Physarum polycephalum - Genetische Regulation von Differenzierungen

Aloys Hüttermann & Charles E. Holt
Schleimpilz. Bildung diploider Amöben nach Fusion haploider Amöben (Kernfusion in der Prophase), Bildung diploider Plasmodien nach Fusion haploider Amöben (Kernfusion in der Interphase), direkte Umwandlung von haploiden Amöben in haploide Plasmodien. Die Vorgänge Zellfusion, Kernfusion und Verhinderung der Zellteilung werden durch zwei spezifische Gene reguliert. Mit Zeichentrickdarstellung. (Vergleiche auch B 1337).

Zellbiologische Studien an Physarum polycephalum - Zellerkennung

Aloys Hüttermann & Charles E. Holt
Schleimpilz. Das gegenseitige Erkennen von Zellen läßt sich beobachten am Fusionsverhalten genetisch gleicher und ungleicher Plasmodien oder Amöben sowie am Verhalten von Plasmodien gegenüber Amöben und Zysten.

Zellbiologische Studien an Physarum polycephalum - Zwei Erscheinungsformen mit gleichem Erbgut

Aloys Hüttermann & Charles E. Holt
Schleimpilz. Unterschiedliches Verhalten von Amöbe und Plasmodium bei der Kern- und Zellteilung, in Flüssigkeiten und während der Nahrungsaufnahme. Mit Zeichentrickdarstellung.

Lebensformtypen bei Rädertieren (Rotatoria)

Dieter Bunke & Peter Schmidt
Organisation: Epiphanes senta. Lebensweise freischwimmend: Brachionus, Filinia, Asplanchna, Conochilus; kriechend: Squatinella, Adineta, Philodina (Anabiose); sessil: Floscularia, Collotheca; wirtsgebunden: Seison annulatus, Rotifer roeperi, Hertwigella volvocicola.

Nachweis des Farbensehens bei der Honigbiene

Karl Von Frisch & Martin Lindauer
Apis mellifera. Freilandexperimente. Futterdressuren auf Blau und Rot mit Hilfe von Farb- und Graupapieren der Ostwald-Serie. Nachweis der Rotblindheit. Vergleich des sichtbaren Farbspektrums von Biene und Mensch.

Fortpflanzung der Rädertiere (Rotatoria)

Dieter Bunke & Peter Schmidt
Organisationsübersicht am Beispiel von Epiphanes senta. Rein bisexuelle Vermehrung bei Seison annulatus (Seisonidea) mit Darstellung der Genitalorgane beider Geschlechter. Heterogonie der Monogononta bei Brachionus urceolaris und bei der viviparen Asplanchna girodi: Weibchen, Eitypen, Zwergmännchen, Begattung. Philodina citrina als Beispiel der parthenogenetischen Entwicklung der Bdelloidea.

Photosynthese - Purpurbakterien: Photosynthese ohne Sauerstoff

Bernd Lötsch & Norbert Pfennig
Standort, Zytologie, Reaktionen auf Licht und Sauerstoff.

Metamorphose der Actinotrocha branchiata (Phoronis muelleri, Tentaculata)

Karl Herrmann
Habitus und Differenzierung der Actinotrocha. Zunahme der Tentakelzahl, Bildung des Metasomadivertikels, der Scheitelplatte, des birnenförmigen Organs und der adulten Tentakelanlagen. Metamorphose zur Phoronis: Ausstülpen des Metasomadivertikels, Einziehen des Darms, Bildung der Ampulle, Umbildung in der Episphäre und in der Tentakelregion, Einziehen des Telotrochs, Funktionsbeginn des Blutgefäßsystems. Habitus und Lebensweise des adulten Tieres.

Photosynthese - Purpurbakterien: Van Niels Analogon

Bernd Lötsch & Norbert Pfennig
Purpurbakterien, wie Chromatium, Thiospirillum, Thiocapsa und Chlorobium, verbrauchen Sulfid aus einer Nährlösung. Durch jodometrische Titration mit Na-Thiosulfat wird dies ermittelt. Nach gravimetrischen CO[2]-Bestimmungen formulierte van Niel, daß pro assimiliertes CO[2]-Molekül zwei H[2]S-Moleküle verbraucht werden. Analog höheren Pflanzen reduzieren Protonen CO[2] zu organischem Kohlenstoff. Aufoxydierte Reste des H-Donators sind O[2] bzw. 2 S.

Photosynthese - Purpurbakterien: Van Niels Isoliertechnik (Anaerobier Reinkultur)

Norbert Pfennig, Eike Siefert & Bernd Lötsch
Durch fortlaufende Verdünnung eines Tropfens aus einer Rohkultur von verschiedenen Purpurbakterien isoliert man einzelne Stämme. Die Bakterien, deren Dichte abnimmt, wachsen anaerob in einem Agarmediumröhrchen (mit Sulfid und Bikarbonat). Eine Lichtkammer dient als Inkubator. Durch eine zweite Verdünnungsreihe erhält man schließlich eine Reinkultur.

Semilunarperiodische Fortpflanzung von Clunio marinus - Biologische Zeitmessung in der Gezeitenzone

Dietrich Neumann
Chironomidae; Zuckmücke. Die Fortpflanzung des Gezeitenbewohners Clunio beginnt nach dem Schlüpfen in der Niedrigwasserperiode. Kopulation und anschließende Eiablage beenden das Leben der Imago bei eintretender Flut. Die Mondlichtrhythmik bestimmt den Verpuppungstermin der Larve, der Schlüpfzeitpunkt der Imago hat den Tag-Nacht-Zyklus als Zeitgeber. Der normale Lebensrhythmus einer Population ist nach 15 Tagen beendet.

Entwicklung des Ektoparasiten Dissodinium pseudocalani (Dinophyceae)

Gerhard Drebes
Dinoflagellat. Ektoparasitische Ernährung an den Eiern des Kopepoden Pseudocalanus elongatus (holozoisches Aussaugen über ein Saughaftorgan). Vegetative Vermehrung (Sporogenes): Entwicklung der Primärzyste, Aufteilung des Protoplasten in 4, 8, 16 oder 32 Zellen, Differenzierung zu Sekundärzysten, Entstehung von 16 oder 32 Dinosporen des Gymnodiniumtyps, Freiwerden und Ausschwärmen der Dinosporen.

Genetic Determination of Plasmodium Formation in Physarum polycephalum (Myxomycetes)

Charles E. Holt & Aloys Hüttermann
Bildung von Plasmodien und diploiden Amöben in Abhängigkeit von unterschiedlichen Genkombinationen in haploiden Amöben, die untereinander gekreuzt werden. Bei Vorliegen eines bestimmten Allels findet auch eine direkte Umwandlung von haploiden Amöben in haploide Plasmodien statt. (Trickdarstellung).

Mitteleuropa, Schleswig - Beflechten eines Stuhlsitzes

Arnold Lühning
Das Drehen der zweiadrigen Bänder aus Riedgras (Carex) für eine Stuhlbespannung wird ohne Werkzeuge nur durch die Reibbewegung der Handflächen durchgeführt. Das Beflechten der Sitzfläche eines Vierpfostenstuhles, eines bäuerlichen Armlehnstuhles von trapezförmigem Grundriß, erfolgt von den Rändern zur Mitte hin wachsend. Die Bespannung besteht aus drei Schichten mit diagonal verlaufenden Überkreuzungen, die den Eindruck eines Geflechts erweckt, obwohl die Bänder nur nebeneinander gelegt und umeinander geführt werden.

Die Wahl - Bundestagswahl 1965, Wahlkreis Ulm

Wilfried E. Reinke
Eine Anatomie des Bundestagswahlkampfes 1965 am Beispiel Neu-Ulm. Gezeigt werden die verschiedenen Wahlkampfpraktiken in Neu-Ulm.

Different Keratinocyte Cultures - Effect of Liposomes and Dithranol

Gustav Mahrle, Bernd Bonnekoh & Bernd Thiele
Verglichen werden zunächst Kulturen von Meerschweinchen-Keratinozyten, menschlichen Keratinozyten (nach Subkultivierung) und HaCaT-Zellen (immortalisierte Zellinie). An HaCaT-Zellen wird der Einfluß von liposomalen Phospholipiden und Anthralin untersucht. Es ergibt sich, daß liposomale Phospholipide keine erkennbare zytotoxische Wirkung haben, daß dagegen Anthralin bei hoher Dosierung deutlich zytotoxisch wirkt und bei niedriger Dosierung vor allem mitoseverlängernd.

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