1,819 Works

Óbánya - Altglashütte - Ein deutsches Dorf in Ungarn

Franz Simon & Maria Lantos
In Impressionen und detaillierten Skizzen porträtiert der Film das Leben im deutschen Dorf Óbánya (dt.: Altglashütte) in Südungarn, wo sich die deutsche Muttersprache in Brauchtum, z. B. beim Osterratschen und Hahnenschlagen, aber auch in Familie und Stammtischrunde erhalten hat. Im Zentrum steht das Töpferhandwerk des Josef Teimel, das heute durch den florierenden Tourismus guten Absatz findet. Bei Veranstaltungen wie dem Kirchweihfest oder beim winterlichen Schweineschlachten wird der Zusammenhalt der Dorfgemeinde unmittelbar augenfällig.

"Peter, Peter Sturm, Schlange unde Wurm ..." - Schlangenbann am "Peterlestag" im mittleren Schwarzwald

Lutz Röhrich & Hermann Schlenker
Am "Peterlestag" (22. Febr.) ziehen die Kinder von Oberentersbach von Haus zu Haus. Der Segensspruch, den sie aufsagen, ist ein Bannspruch gegen Schlangen und Ungeziefer. Zum Brauch äußern sich verschiedene Gewährsleute. Nach Bildbeispielen zum Legendenmotiv der Schlangenvertreibung durch die Heiligen der Bekehrungszeit wird der Storchentag in Haslach dargestellt. Unter Anleitung des "Storchenvaters" führen die Kinder zur Erinnerung an die Störche, die Haslach von einer Ungezieferplage befreiten, einen Heischeumzug durch.

Der Palmkönig - Stangenpalmen in Gengenbach/Kinzigtal

Lutz Röhrich & Hermann Schlenker
Palmprozessionen sind im Schwarzwald seit dem 13./14. Jh. bekannt. In Gengenbach werden für den Palmsonntag auch große, bis zu 14 m lange Palmstangen hergestellt. Eine Fichtenstange wird im oberen Teil mit Querstäben versehen, mit Immergrünzweigen (Buchsbaum, Lebensbaum, Stechpalme) und mit Perlenschnüren geschmückt. Die Perlenschnüre werden aus roten Stechpalmenbeeren (Ilex) hergestellt. In tagelanger, familiärer Gemeinschaftsarbeit werden sie auf Fäden aufgezogen. Am Morgen des Palmsonntags werden die langen Palmstangen mit Fahrrädern zur Kirche transportiert und außen an...

Sara-Madjingai (Zentralafrika, Mittlerer Schari) - Herstellen einer Tabakspfeife aus Ton

Walter Konrad
Zwei junge Männer stellen aus Ton mehrere Pfeifenköpfe her. Der Ton wird mit der Hand geformt, ausgehöhlt und mit Punktmustern verziert. Den Pfeifenköpfen wird ein hohles Holzstück als Mundstück angepaßt. In einem Feuer werden die Köpfe gebrannt.

Von der Osterkerze zum Herdfeuer - Osterfeuertragen in St. Peter im Schwarzwald

Lutz Röhrich & Hermann Schlenker
Nach dem Gottesdienst am Ostersonntag wird vor der Kirche von St. Peter das Osterfeuer entzündet. Schuljungen halten auf Draht aufgezogene Baumschwämme, die das Jahr über gesammelt und getrocknet wurden, ins Feuer, bis sie glimmen. Der glimmende Schwamm wird in die Häuser getragen, wo jeweils ein abgeschnittenes Stück ins Herdfeuer gelegt wird. Die Kinder erhalten in den Häusern Geld für das Feuertragen. Erwachsene - auch der Ortsgeistliche - äußern sich zum Brauch und runden damit die...

Der Sprung über die Rinder - Ein Initiationsritus der Hamar in Südäthiopien

Ivo Strecker
Verlauf eines Initiationsritus (Ukuli) bei den viehzüchtenden Hamar. Ein junger Mann wird heiratsfähig und volles Mitglied der Gesellschaft, indem er sich symbolischen Verwandlungen unterzieht und über eine Reihe von Rindern springt.

"Wenn sie bleiben ..." - Ein deutsches Dorf in Südungarn

Franz Simon & Maria Lantos
In einem vielschichtigen Panorama zeichnet der Film das Bild des deutschen Dorfes Ófalu in Südungarn, dessen 428 Einwohner bis heute die herkömmliche Lebensart bewahrt haben. Besuche im Kindergarten und bei einer Familie dokumentieren die lebendige Zweisprachigkeit, ebenso Äußerungen von Dorfbewohnern, die über die Handwerkstradition, aber auch von Verschleppungsschicksalen der Nachkriegszeit berichten. Karfreitags- und Auferstehungsprozession zeigen die Volksfrömmigkeit, eine Hochzeitsfeier und ein Wirtshausbesuch das Dorfleben mit deutschen Liedern, Musik und Tanz. Die Frage nach der Zukunft...

Buddhismus, Tibet - »Sa-gShi Byin-rLob«, Zeremonie zur Gründung des klösterlichen Tibet-Instituts Rikon (Schweiz)

Alfons Michael Dauer
Erdweihung nach lamaistischem Ritus durch Mönche der Gelugpa-Sekte: Auf einer Plattform wird ein Koordinatennetz ausgemessen und aufgezeichnet. In dieses malt man eine Götterfigur. Ein kleines Rechteck wird am Boden ausgemessen und etwas Erde daraus entnommen. Diese wird auf dem ganzen Umkreis des späteren Gebäudes verstreut. Am Schluß werden in einer Grube neben der Plattform Urnen als Weihgeschenke versenkt.

Dan (Westafrika, Elfenbeinküste) - Siegestanz eines Kriegers

Hans Himmelheber
Vor einem Elefantenzahnorchester mit Trommeln zeigt der Nachfahre eines Berufskriegers einen Siegestanz. Er wird von drei Frauen, einem Blattwedler und einem Glockenläuter begleitet. Er zeigt seine erste Trophäe und fordert zum Kampf auf.

God Bless America - Nordfriesen in New York

Volkert Schult
Der Film dokumentiert die erfolgreiche Emigrationsgeschichte der Nordfriesen nach Amerika am Beispiel einer kleinen Gruppe von Immigranten von den Inseln Föhr und Amrum, die sich auf Long Island bzw. Yonkers niedergelassen haben. Die Prozesse und Mechanismen der Akkulturation und Assimilation, die ihr Leben in Amerika in ökonomischer, sozialer und sprachlicher Hinsicht bestimmt haben, werden deutlich in Interviews und Statements der Protagonisten und unterstützt durch einen über die friesische Perspektive hinausweisenden Kommentar.

Dan (Westafrika, Elfenbeinküste) - Tanz eines Kriegers vor dem Auszug in den Kampf

Hans Himmelheber
Vor einem Elefantenzahnorchester mit Trommeln ahmt der Nachfahre eines Berufskriegers tanzend und singend verschiedene Kampfsituationen nach. Er wird von drei Frauen, einem Glockenläuter, einem Blattwedler und einem Bläser umtanzt. Von einer weiteren Frau verspottet, tanzt er lebhafter.

Dan (Westafrika, Elfenbeinküste) - Frauentanz »mati«

Hans Himmelheber
Im Dorf Glekpleple tanzt die schon ältere Tänzerin Banti vor einer Gruppe singender und klatschender Frauen den "Stell-dich-ein-Tanz", den sie bei freudigen Anlässen zeigt.

Kindertänze in Belgien

Helmut Segler & Dore Kleindienst-Andrée
8-12jährige Kinder klatschen, singen und tanzen auf Schulhöfen ihre überlieferten und zugleich abgewandelten Kindertänze und Gesangspiele. Dokumentiert sind Klatschspiele, zwei Abzählverse, mehrere Tänze im Kreis (z. B. das Brückenspiel) sowie Wechselgesänge und Seilspringen.

Kindertänze in den Niederlanden

Helmut Segler & Dore Kleindienst-Andrée
8-12jährige Kinder klatschen, singen und tanzen auf Schulhöfen ihre überlieferten und abgewandelten Kindertänze und Spiele. Dokumentiert sind ein Abzählvers, Tanz zu zweit, zahlreiche Klatschspiele, Tänze im Kreis und in Reihen, Sprechspiele, Seilspringen und Kette.

Das Schönste für das Allerheiligste - Blumenteppiche an Fronleichnam in Hüfingen

Lutz Röhrich & Hermann Schlenker
Für den Fronleichnamstag wird der Prozessionsweg in der Straßenmitte mit Blumenschmuck bedeckt. Verschiedene Gruppen beteiligen sich an der Durchführung. Blumen, Gräser und Zweige werden gesammelt und zu Bildern gestaltet. Am Morgen des Festtages werden zu den ausgelegten Bildern mit Hilfe von Schablonen weitere Blumenteppiche auf der Straße angefertigt und hinzugefügt. Während der Prozession schreitet nur der Priester mit der Monstranz über die Blumen, die anderen Teilnehmer betreten die Blumenteppiche nicht. Nach Darstellung der Zeremonie an...

Biochemie - Niedermolekulare Verbindungen X

Klaus Beyermann
Methionin, "Aktives Methyl", Cystein, Cystin, Phenylalanin, Tyrosin, Tryptophan.

Nordeuropa, Mittelnorwegen - Backen von »flatbrød« (Halbjahrsbacken)

Aagott Noss & Olav Kyrre Grepp
Aus Gersten- und etwas Weizen- und Roggenmehl sowie aus gekochten Kartoffeln, Vollmilch und Wasser bereitet eine Bauersfrau einen Teig für Fladenbrot. Der Teig wird zu großen dünnen Fladen ausgerollt und auf einer runden Backplatte gebacken. Die Fladenbrote sind der Vorrat für die nächsten Monate.

Otto Koenig - Stationen eines Forscherlebens

Franz Simon & Hasso Kuczka
Ausgehend von Erinnerungen an Kindheit und Schulzeit, berichtet Otto Koenig über seinen wissenschaftlichen Werdegang. Äußerungen seiner Frau Lilli sowie seiner Schüler und Mitarbeiter ergänzen das Portrait des Konrad-Lorenz-Schülers, der 1945 die "Biologische Station Wilhelminenberg" gründete, wo neben Naturschutz und Verhaltensforschung auch Kulturforschung betrieben wird. Koenig erläutert sein Konzept einer Kulturethologie und gewährt zahlreiche Einblicke in seine Arbeit: "Matreier Gespräche", Vorstellung einzelner Abteilungen seines Instituts für angewandte Ökoethologie, wissenschaftliche Film- und Fernseharbeit, Sammeltätigkeit sowie die intensive...

Kupferarbeit in Santa Clara del Cobre, Michoacán, Mexiko - Ein Handwerk im Wandel

Beate Engelbrecht
Santa Clara del Cobre ist ein Zentrum handwerklicher Kupferbearbeitung. Noch heute werden, wie in der Kolonialzeit, Kessel aus Kupfer getrieben. Mitte der 40er Jahre begann man außerdem, Kupferplatten und -gefäße vor allem für ein städtisches Publikum zu schmieden. Die Herstellung verschiedener Gefäße zeigen Guadalupe Lucas (Kupferkessel), Pablo Pureco (zisilierte Platten) und Etelberto Ramírez (Blumenvase). In Interviews legen sie die Entwicklung des Handwerks und die aktuellen Probleme dar.

Westeuropa, Drente - Bäuerliches Brotbacken

Evert Boeve
Aus Roggen- und Weizenmehl, Milch, Hefe und Salz bereitet eine 83jährige den Brotteig für vier längliche Brotlaibe. Das Backen erfolgt in dem neben dem Haus stehenden 2 x 3 m großen Backhäuschen, das mit Eichenzweigen beheizt wird.

Motilität - Cilien- und Flagellenbewegung

Klaus Hausmann & Hans Machemer
Flagellen bzw. Zilien treten bei Eukaryoten von den Protisten bis hinauf zu den Säugetieren auf. Sie dienen der Lokomotion und dem Stofftransport. Der grundlegende Aufbau des Axonems von Flagellen und Zilien ist identisch und wird mittels elektronenmikroskopischer Aufnahmen und Trick dargestellt. Eine komplexe Koordination des Zilienschlages wird am Beispiel "Paramecium" erläutert und mittels Trickdarstellung rekonstruiert. Mit Aufnahmen aus den Jahren 1963 bis 1991.

Oryctolagus cuniculus (Leporidae) - Geburt

Cornelis Naaktgeboren & Jacoba J. Naaktgeboren-Van Willigen
Kaninchen. Sammeln und Eintragen von Stroh, Nestbau, Ausrupfen von lockerer Wolle aus dem Fell, Einarbeiten der Wolle in das Nest. Austreibung der Jungen, Belecken der Neugeborenen, Fressen der Nachgeburt, Bedecken der Jungen mit Stroh und Wolle, Verlassen des Nestes, Säugen. Mit Zeitdehnung.

Der Bollenhut - Ein Symbol der Schwarzwälder Tracht

Lutz Röhrich & Hermann Schlenker
Die Bedeutung des Bollenhutes als originärer Bestandteil der Schwarzwälder Volkstracht sowie in Werbung, Fremdenverkehr und Karikaturen. Die Hutmacherin Hedwig Kaltenbach erläutert während der Arbeit die einzelnen Tätigkeiten und beschreibt die soziale Funktion des Bollenhutes. Der Lehrer Ansgar Barth erörtert die kulturgeschichtlichen Aspekte. Interviews mit Schwarzwälder Bollenhutträgerinnen und einer Touristin sowie mehrere Bildbeispiele werfen Schlaglichter auf dieses Symbol Schwarzwälder Tracht.

Kultische Tänze und darstellende Gebärden der Sioux-Indianer

Paul Kunhenn
Mit bemaltem Büffelledermantel, großer Feder- und Kopfhaube mit Büffelhörnern tanzt ein Mann pantomimische Tänze zur Erinnerung an den letzten Kampf mit den Krähenindianern und mit den Weißen sowie einen Sonnentanz. Aufgenommen mit 20 B/s; Vorführgeschw. 18 B/s.

Foutura - Eine Lobi-Töpferin erzählt, Burkina Faso

Klaus Schneider & Beate Engelbrecht
Foutura Sib spricht mit Binaté Kambou über ihr Leben als Töpferin. Als kleines Mädchen lernte sie Töpfe machen, Erde zerstoßen und kneten. Später holte sie mit anderen Frauen Ton, fertigte Hirsebreitöpfe in Spiralwulsttechnik, verzierte Wassertöpfe. Als verheiratete Frau richtete sie ihr Zimmer mit zahlreichen Töpfen ein, stellte Bierkochgefäße her und brachte sie nach dem Brennen zum Markt. Geht etwas entzwei, wird der Wahrsager befragt. Jetzt, als alte Frau, stellt sie auch Altartöpfe her. Aluminiumtöpfe und...

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