44 Works

Quantifying, Exchanging, Circulating. Relations of Equivalence and Value in Contemporary Theatre

Miriam Drewes
Contemporary theatre is becoming increasingly project-related. Following a re-contextualisation of the term ›economics‹, this paper will discuss the logic underlying the quantification, exchange and circulation of theatre, an art form which defies any conventional conception of the exchange of goods: Which economic notions of value correlate with or differ from specific aesthetic concepts? Do relations of equivalence exist between specific structures of production and the aesthetics generated by them? Do these developments support or subvert...

Le rendez-vous de l’amitié? Festivals de théâtre et politique du global

Ulf Otto
What might playgrounds of globality look like? How do performances within these fields avoid parading the ›Other‹ and how do they challenge the exoticising gaze? Is it possible to steer clear of the political and economic pitfalls of global exchange whereby artists, curators and audiences are inevitably transformed into buyers and sellers? Mightn’t the notions of globality, symmetry, and the world-as-playground themselves be considered as helping veil the radical contradictions each form of global interaction...

Das Zürcher Theater Spektakel 1980–2015. Der Mikrokosmos auf der Landiwiese

Myrtha Bonderer, Selina Beghetto & Noemi Schai
Wen es während der letzten zwei Augustwochen auf die Zürcher Landiwiese verschlägt, der betritt eine andere Welt: Riesige Zirkuszelte, kulinarische Düfte aus aller Welt, kleine und große Bühnen, Gaukler_innen und Straßenkünstler_innen und Jahr für Jahr verschiedene Installationen und Bauten empfangen die Besucher_innen des Zürcher Theater Spektakels. »Zürichs fünfte Jahreszeit« (Zürcher Theater Spektakel 1998) ist längst zur sich stets wandelnden und geliebten Tradition geworden. In der Festivalzeit erleben die einen außergewöhnliche Theatermomente, die anderen trinken im...

Einspruch oder Worin besteht die Möglichkeit des Politischen auf dem Theater? Zum Verhältnis von Politik und Theater in der Performance Fight Night von Ontroerend Goed und The Border Project

Frank Max Müller
Die Performance Fight Night, eine Kooperation zwischen der belgischen Gruppe Ontroerend Goed und dem australischen Ensemble The Border Project, versteht sich laut Ankündigungstext als "playful and immersive political exploration [...] thoroughly political, but never explicitly so. [...] By stripping their discourse of identifiable political messages, the show draws attention to the very reasons and motivations that compel voters to vote." (AUAWIRLEBEN 2015) Eine fingierte Spielshow, gegeneinander wetteifernde Kandidat_innen und ein per Knopfdruck abstimmendes Publikum geben...

69 positions – ein Archiv für Utopien?

Vera Nitsche

»Outside of Your Day-to-Day Comfort Zone«

Anne Bonfert & Hanna Voss
An Interview with Ant Hampton on The Thing – An Automatic Workshop in Everyday Disruption

»Charity is too easy«

Franziska Burger & Theresa Schütz
An Interview with Seth Honnor and Olivia Winteringham ( Kaleider) on The Money

Insulter, Ignorer, Manipuler. La Politique avec le public d’après Peter Handke (d’ Ivana Müller et Claudia Bosse)

Nikolaus Müller-Schöll
Dans le contexte des études récentes sur la théorie et historiographie du théâtre concernant le spectateur, la pièce Publikumsbeschimpfung de Peter Handke marque le début de la dissolution successive d’une certaine conception de l’acteur et du public, qui s’était établie entre le milieu du 18e et la fin du 19e siècle comme paradigme du théâtre moderne. D’un côté, Handke a pu se baser sur la redécouverte du spectateur actif – tel qu’il l’était probablement à...

Geld und Gravitas. Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Compliance des Publikums anhand Kaleiders The Money

Géraldine Boesch

Tönerner Ernst – Demokratie als Fiktion

Ellen Koban
Ein Gespräch mit Christophe Meierhans und Friedemann Kreuder (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) zu Some use for your broken clay pots

Missverstehen als produktive Kraft

Géraldine Boesch & Beate Hochholdinger-Reiterer
Ein Gespräch mit Max-Philip Aschenbrenner (Asian Arts Theatre) und Ulf Otto (Universität Hildesheim)

Vergessen ›in Szene‹ setzen? Überlegungen zu Tom Struyfs Vergeetstuk

Aline Vennemann
"Was in Erinnerung bleiben soll, bedarf der Konsolidierung durch wiederholtes Durchdenken und Durchfühlen desselben Ereignisses." (Welzer 2011:234) Exakt diese Behauptung wird in Vergeetstuk (2014) exemplifiziert. Dort wird nicht nur über Gedächtnislücken und ihre Konsequenzen verhandelt, sondern gezeigt, wie das Gedächtnis arbeitet und wie Erinnerung entsteht. Paradoxerweise greift der belgische Künstler Tom Struyf für die Inszenierung von solchen Prozessen auf Verdrängungsmechanismen und das Krankheitsbild der Amnesie zurück. »A good memory needs to forget«, belehrt uns zu...

Memory Construction

Serge Honegger
A Group Discussion with Tom Struyf and Geert De Vleesschauwer on Vergeetstuk

Künstler_innen und ihr Publikum. Strategien der Begegnung als konstitutives Moment eines ›Singulär Plural Seins‹ im Theater

Anne Bonfert

Publikum im Gegenwartstheater

Géraldine Boesch & Beate Hochholdinger-Reiterer
Podiumsdiskussion mit Doris Kolesch (Freie Universität Berlin), Nicolette Kretz (AUAWIRLEBEN Theaterfestival Bern und Internationales Theaterfestival Bümpliz-Bethlehem out+about), Mathias Prinz (machina eX) und Dagmar Walser (Moderation)

Over Exposure – Under Observation. A Snapshot of Contemporary Participation in Bern

Annika Wehrle
Go vote, take part, make yourself heard, get involved! Calls for participation are ubiquitous. But do such calls actually open up space for meaningful involvement and decision-making, or do they merely give the appearance of being democratic? Who is granted access to the (political) stages of today, and according to which rules? The Performing Arts landscape of today has developed into a playground of diverse forms of participation. Though theatre has always been a space...

Freie Republik HORA – Regie und Schauspiel als fortwährender Aushandlungsprozess

Sarah Marinucci & Marie Urban
Ein Gespräch mit Gianni Blumer (Schauspieler Theater HORA) und Nele Jahnke (Stv. künstlerische Leiterin Theater HORA)

Observing Spectating?

Stefanie Husel
Zeitgenössisches postdramatisches Theater, immersive Installationen, Walks und/oder Games weisen unmissverständlich darauf hin, dass Kunst- beziehungsweise Theatermacher_innen sich nicht mehr mit einem lediglich zuschauenden Publikum begnügen möchten. Schon aus diesem Grund ist es obsolet, das Zuschauen im Theater erforschen zu wollen. Allerdings wird auch dem ganz traditionellen, distanzierten Zuschauen Unrecht getan, wenn es als passiv und leibfern beschrieben wird; ich möchte daher vorschlagen, das Wahrnehmen im Theater (und ähnlichen Settings) als eine mit dem Körper vollzogene...

The Audience as (Moved) Mass. Suddenly everywhere is black with people by Marcelo Evelin

Regina Rossi
Audience interaction and participation in the performing arts has increased since the late 1990s, as evidenced in performances by LIGNA, Gob Squad, Rimini Protokoll and SIGNA as well as in museum work by Tino Sehgal, to name only a few examples from contemporary theatre in the German-speaking area. Stagings and variations of interaction and participation have by now been well-researched in the field of theatre and dance scholarship, with the exception however of systematic-scientific analyses...

Theaterpublikum – das unbekannte Wesen. Annäherungen an eine vernachlässigte Figur

Doris Kolesch
L’enquête artistique sur le rôle et la fonction du public n’a pas commencé avec l’Art de la Performance dans les années 1960. Tout le 20e siècle a été marqué par l’expérimentation, la transformation et le questionnement de ce qu’est un public et de ce qu’il devrait faire ou ne pas faire. Alors que Bertolt Brecht demandait un nouvel »art de regarder« et qu’Antonin Artaud exigeait de plonger les spectateurs dans un »bain d’électricité psychique où...

Wider das System. Zur ›Nützlichkeit‹ von Benny Claessens Hello Useless – For W and Friends

Hanna Voss

She She Pops 50 Grades of Shame als Schule des unvoreingenommenen Blicks

Frank Max Müller

AUAWIRLEBEN 1983–2015. Von der Gastspielreihe zum Theaterfestival Bern

Michael Graber
Das ›AUA‹ wirkt und lebt als fester Begriff in der Freien Szene der Bundesstadt Bern. Denn ›AUA‹ ist eben nicht bloß ein Ausdruck für ein im Bereich des Erträglichen liegendes Schmerzempfinden. Für einen Kreis von Interessierten ist ›AUA‹ das gängige Kürzel für eine Veranstaltungsreihe, die seit mehr als 30 Jahren eng mit der Lebensader des Berner Theaterschaffens verbunden ist und jedes Jahr einen bunten Strauß aus dem großen, internationalen Feld des freien Gegenwartstheaters in die...

Ökonomien im Zirkulationsfeld Theaterfestival

Anne Bonfert
Die Theaterwissenschaftlerin Barbara Gronau diagnostiziert im Abgleich mit den Kolonialausstellungen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die vor allem auf eine Vorführung von Differenz zielten, für die Jetztzeit einen »globalisierte[n] Diskurs des Kuratierens« (Gronau 2015:54). Dieser sorge dafür, »dass auf Tagungen dieselben Aufführungsbeispiele gezeigt« (ebd.) würden, aus denen sich zunehmend ein gemeinsamer ästhetischer Kanon bilde. Gronau konstatiert, das Fachpublikum, bestehend aus Forscher_innen, Kurator_innen und Theatermacher_innen, trage zu dieser Entwicklung bei, indem es sich vor...

Das Spiel mit der neoliberalen Marktlogik

Johanna Hilari
Ein Gespräch mit Martin Schick (Schick/Gremaud/Pavillon) zu X Minutes. Durational Comedy

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